Tagesevangelium

Donnerstag, 21. April : Hl. Ignatius von Antiochien

Ich danke Jesus Christus, unserem Gott, dass euch solche Weisheit eingegeben hat. Ich habe erkannt, dass ihr in unerschütterlichem Glauben geeint seid, mit Leib und Seele – wenn ich so sagen darf – an das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus genagelt, gefestigt in der Liebe durch sein Blut, zutiefst überzeugt davon, dass unser Herr wahrhaftig „dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids“ (Röm 1,3), Sohn Gottes durch göttlichen Willen und göttliche Kraft; wahrhaftig von einer Jungfrau geboren, getauft von Johannes, „um so die Gerechtigkeit ganz zu erfüllen“ (vgl. Mt 3,15); wahrhaftig um unseretwillen in seinem Fleisch von Nägeln durchbohrt unter Pontius Pilatus und dem Tetrarchen Herodes. Und der Frucht des Kreuzes, seiner göttlichen und seligen Passion, verdanken wir unser Dasein. Denn durch seine Auferstehung „stellt er ein Feldzeichen auf“ (vgl. Jes 5,26) für die kommenden Zeiten, erwählt seine Heiligen und Getreuen aus Juden und Heiden und vereint sie „in einem einzigen Leib“, dem Leib seiner Kirche (vgl. Eph 2,16). All diese Leiden hat er um unseretwillen, zu unserem Heil, auf sich genommen. Und er hat tatsächlich gelitten, wie er auch tatsächlich auferstanden ist. Und seine Passion war nicht – wie manche Ungläubige behaupten – bloßer Schein. […] Ich für meinen Teil weiß und glaube, dass Jesus auch nach seiner Auferstehung im Fleisch war. Als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sagte er zu ihnen: „Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.“ Sogleich berührten sie ihn und glaubten. Die innige Gemeinschaft mit seinem Leib und seinem Geist half ihnen, dem Tod zu trotzen und sich diesem gegenüber als stärker zu erweisen. Nach seiner Auferstehung hat Jesus mit ihnen gegessen und getrunken als ein Wesen aus Fleisch, während er mit seinem Vater ein Geist geworden war. Diese Wahrheit rufe ich euch ins Gedächtnis, meine Lieben, wohl wissend, dass dies auch euer Glaubensbekenntnis ist.

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Donnerstag, 21. April : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 24,35-48.

Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

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Donnerstag, 21. April : ps 8,2.5.6-7.8-9.

Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; über den Himmel breitest du deine Hoheit aus. Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über die Werke deiner Hände, alles hast du gelegt unter seine Füße: Schafe und Rinder, sie alle und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

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Donnerstag, 21. April : Apostelgeschichte 3,11-26.

Petrus und Johannes hatten im Tempel einen Gelähmten geheilt. Da er sich Petrus und Johannes anschloss, lief das ganze Volk bei ihnen in der sogenannten Halle Salomos zusammen, außer sich vor Staunen. Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Israeliten, was wundert ihr euch darüber? Was starrt ihr uns an, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann? Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Und weil er an seinen Namen geglaubt hat, hat dieser Name den Mann hier, den ihr seht und kennt, zu Kräften gebracht; der Glaube, der durch ihn kommt, hat ihm vor euer aller Augen die volle Gesundheit geschenkt. Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde. Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden. und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias. Ihn muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat. Mose hat gesagt: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagt. Jeder, der auf jenen Propheten nicht hört, wird aus dem Volk ausgemerzt werden. Und auch alle Propheten von Samuel an und alle, die später auftraten, haben diese Tage angekündigt. Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vätern geschlossen hat, als er zu Abraham sagte: Durch deinen Nachkommen sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Für euch zuerst hat Gott seinen Knecht erweckt und gesandt, damit er euch segnet und jeden von seiner Bosheit abbringt.

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Mittwoch, 20. April : Symeon der Neue Theologe

Lass nicht nach, meine Seele, in der Nachfolge des Meisters, sondern wie eine Seele, die sich schon selbst freiwillig dem Tod überantwortet hat, tappe nicht herum auf der Suche nach Bequemlichkeiten, trachte nicht nach Ruhm, weder nach körperlichen Genüssen noch nach der Zuneigung deiner Nächsten, blicke weder nach links noch nach rechts, sondern, wie du begonnen hast, ja noch viel mehr: Laufe, eile ohne Rast, um den Meister zu erreichen und zu ergreifen! Wenn er dir auch zehntausendmal entschwinden sollte und dir zehntausendmal wieder erscheinen würde, wenn also der Unfassbare für dich fassbar würde, zehntausendmal oder vielmehr so oft, wie du atmest: Verdopple deinen Eifer in seiner Nachfolge und laufe zu ihm! Denn er wird dich nicht verlassen und dich nicht vergessen, im Gegenteil, nach und nach wird er sich immer mehr zeigen, immer häufiger wird dir, meine Seele, die Gegenwart des Meisters geschenkt werden, und nachdem er dich durch den Glanz seines Lichtes vollkommen gereinigt hat, wird er selbst ganz in dich eintreten, er selbst wird in dir wohnen, er selbst wird bei dir sein, er der Urheber der Welt, und du wirst den wahren Reichtum besitzen, den die Welt nicht hat, den nur der Himmel besitzt und die, die im Himmel verzeichnet sind. […] Der den Himmel geschaffen hat, der Gebieter der Erde und all dessen, was im Himmel und auf der Erde ist, er, der Schöpfer, der einzige Richter, der einzige König, er ist es, der in dir wohnt, er ist es, der sich dir im Innern zeigt, der dich mit seinem Licht ganz erleuchtet und dich die Schönheit seines Antlitzes sehen lässt, der dir gewährt, ihn persönlich noch klarer zu sehen, der dir Anteil gibt an seiner eigenen Herrlichkeit. Sag mir, gibt es etwas Größeres?

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Mittwoch, 20. April : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 20,11-18.

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

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Mittwoch, 20. April : ps 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.

Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht unter den Völkern seine Taten bekannt! Singt ihm und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder! Rühmt euch seines heiligen Namens! Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; sucht sein Antlitz allezeit! Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat. Er, der Herr, ist unser Gott. Seine Herrschaft umgreift die Erde. Ewig denkt er an seinen Bund, an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter, an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

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Mittwoch, 20. April : Apostelgeschichte 3,1-10.

In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln. Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen. Petrus und Johannes blickten ihn an, und Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen. Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher! Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben. Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

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Dienstag, 19. April : Römische Liturgie

Singt das Lob dem Osterlamme, bringt es ihm dar, ihr Christen. Das Lamm erlöst’ die Schafe: Christus, der ohne Schuld war, versöhnte die Sünder mit dem Vater. Tod und Leben, die kämpften unbegreiflichen Zweikampf; des Lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend. Maria Magdalena, sag und, was du gesehen. Das Grab des Herrn sah ich offen und Christus von Gottes Glanz umflossen. Sah Engel in dem Grabe, die Binden und das Linnen. Er lebt, der Herr, meine Hoffnung, er geht euch voran nach Galiläa. Ja, der Herr ist auferstanden, wahrhaft erstanden. Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen! Amen. Halleluja. Lateinische Urfassung: Víctimae pascháli laudes immolent Christiáni. Agnus redémit oves: Christus innocens Patri reconciliávit peccatóres. Mors et vita duéllo conflixére mirándo: dux vitae mórtuus, regnat vivus. Dic nobís María, quid vidísti in via? Sepúlcrum Christi vivéntis et glóriam vidi resurgéntis. Angélicos testes, sudárium et vestes. Surréxit Christus spes mea, praecédet suos in Galiláeam. Scimus Christum surrexísse a mórtuis vere: Tu nobis victor rex, miserére. Amen. Allelúja.

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Dienstag, 19. April : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 28,8-15.

Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verließen sie sogleich das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen. Noch während die Frauen unterwegs waren, siehe, da kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. Und dieses Gerücht verbreitete sich bei den Juden bis heute.

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