Tagesevangelium

Sonntag, 27. November : ps 122(121),1-2.3-4.5.6-7.8-9.

Ich freute mich, als man mir sagte: „Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern. Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem: Jerusalem, du starke Stadt, dicht gebaut und fest gefügt. Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, wie es Israel geboten ist, den Namen des Herrn zu preisen. Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, die Throne des Hauses David. Erbittet für Jerusalem Frieden! Wer dich liebt, sei in dir geborgen. Friede wohne in deinen Mauern, in deinen Häusern Geborgenheit. Wegen meiner Brüder und Freunde will ich sagen: In dir sei Friede. Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, will ich dir Glück erflehen.

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Samstag, 26. November : Die Heilige Liturgie des hl. Basilius

(Anamnese:) (Der Priester neigt das Haupt und betet leise:) Dies tut zu meinem Andenken; denn so oft ihr dieses Brot esset und diesen Kelch trinket, verkündet meinen Tod und bekennet meine Auferstehung. Eingedenk also, o Herr, Deiner heilsamen Leiden, des lebendigmachenden Kreuzes, der dreitägigen Grabesruhe, der Auferstehung von den Toten, der Himmelfahrt, Deines Sitzens zur Rechten Gottes Deines Vaters und Deiner glorreichen und furchtbaren Wiederkunft, (laut:) bringen wir Dir das Deinige von dem Deinigen in allem und wegen allem dar. (Der Chor singt:) Wir loben Dich, wir preisen Dich, wir danken Dir, Herr, und bitten Dich, unser Gott. (Epiklese:) Deshalb nahen auch wir, Deine sündigen und unwürdigen Knechte, Deinem heiligen Altare, allheiliger Herr; denn wir wurden gewürdigt, Deinem heiligen Altare zu dienen, nicht wegen unserer Gerechtigkeit, da wir nichts Gutes getan haben auf Erden, sondern wegen Deiner Erbarmungen, die Du reichlich über uns ausgegossen hast. Indem wir die Abbilder des heiligen Leibes und Blutes Deines Christus darbringen, beten und rufen wir Dich an, Allerheiligster, daß durch den Ratschluß Deiner Güte Dein Heiliger Geist auf uns und die vorliegenden Gaben komme und sie segne, heilige und dieses Brot als den wahren kostbaren Leib unseres Herrn, Gottes und Heilandes Jesus Christus, und diesen Kelch als das wahre kostbare Blut unseres Herrn, Gottes und Heilandes Jesus Christus, das vergossen wurde für das Leben und Heil der ganzen Welt, zeige. (Der Diakon:) Amen, Amen, Amen. (Die Fürbitten:) Einige uns alle, die an dem einen Brote und Kelche teilnehmen, gegenseitig zur Gemeinschaft des einen Heiligen Geistes und mache, daß keiner von uns zum Gerichte oder zur Verdammung an dem heiligen Leibe und Blute Deines Christus teilnehme, sondern daß wir Barmherzigkeit und Gnade finden mit allen Heiligen, die Dir von Anfang an gefallen haben […] (Laut:) Und gib uns mit einem Munde und mit einem Herzen Deinen hochverehrten und erhabenen Namen zu verherrlichen und zu preisen, den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. […] Amen.

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Samstag, 26. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,34-36.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, so wie man in eine Falle gerät; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

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Samstag, 26. November : ps 95(94),1-2.4-5.6-7.

Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels unsres Heiles! Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern! In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, sein sind die Gipfel der Berge. Sein ist das Meer, das er gemacht hat, das trockene Land, das seine Hände gebildet. Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer! Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt.

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Freitag, 25. November : Hl. Gregor der Große

„Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr (all) das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.“ Es ist, als wolle unser Erlöser klar zum Ausdruck bringen: „Wenn man das Nahen des Sommers an den Blättern der Bäume erkennt, so kann man auch an dem Verfall der Welt erkennen, dass das Reich Gottes nahe ist.“ Diese Worte zeigen uns deutlich, dass die Frucht der Welt ihr Verderben ist; sie wächst nur, um zu fallen; sie treibt nur Knospen, um alles, was Knospen angesetzt hat, dem Untergang zu weihen. Zu Recht wird das Reich Gottes mit dem Sommer verglichen; denn dann verziehen sich die Wolken unserer Traurigkeit, und die Tage des Lebens werden im Glanz der ewigen Sonne erstrahlen. […] „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ Nichts im Bereich der materiellen Dinge ist beständiger als Himmel und Erde, und auf Erden ist nichts vergänglicher als ein gesprochenes Wort. […] Wenn der Herr erklärt: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“, will er damit sagen: „Alles, was um euch herum von Bestand ist, hat keinen Bestand vor der Ewigkeit, und alles, was bei mir zu vergehen scheint, ist in Wirklichkeit unveränderlich und unvergänglich; denn meine Worte, die verklingen, drücken Gedanken aus, die bleiben und unveränderlich sind“? […] Also, meine Brüder, hängt euer Herz nicht an diese Welt, die, wie ihr seht, nicht von Bestand ist. Macht euren Geist an dem Wort des Apostels Johannes fest, mit dem er uns warnen will: „Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht“ (1 Joh 2,15).

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Freitag, 25. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,29-33.

In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

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Freitag, 25. November : ps 84(83),3.4.5-6a.8a.

Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach dem Tempel des Herrn. Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu, ihm, dem lebendigen Gott. Auch der Sperling findet ein Haus und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen - deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein Gott und mein König. Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, die dich allezeit loben. Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir, sie schreiten dahin mit wachsender Kraft.

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Donnerstag, 24. November : Nachfolge Christi

„Das Reich Gottes ist in euch“, spricht der Herr (Lk 17,20 f.). Kehre dich aus ganzem Herzen zum Herrn, lasse diese elende Welt, und deine Seele wird Ruhe finden. Verschmähe, was äußerlich ist, gib dich dem Inneren hin, und du wirst sehen, das Reich Gottes wächst in dir. „Das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geiste“ (Röm 14,17) und kein Geschenk an die Gottlosen. Christus kommt zu dir und reicht dir seinen Trost, wenn du ihm dein Inneres zu einer würdigen Wohnung bereitest. All sein Ruhm und Glanz stammt von innen, das Innere ist seine Lust. Er weilt gern bei unserem inneren Menschen, Zwiesprache zu pflegen, zu trösten, zu befriedigen und wundersam vertraut zu sein. Eia, gläubige Seele, richte diesem Gemahl dein Herz, so oft er zu dir kommen und in dir wohnen will. Er spricht: „Wenn einer mich liebt, wird er mein Wort halten. Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ (Joh 14,23). […] Ein innerlicher Mensch sammelt sich schnell, denn er vergibt sich nie ganz an Äußeres. Körperliche Mühe oder die augenblicklich notwendige Arbeit schaden ihm nicht, er schickt sich in die Dinge, wie sie kommen. Wer sein Inneres wohl in Ordnung hält, den kümmert das wunderliche und verdrehte Gehabe der Menschen nicht. […] Wenn du dem äußeren Trost Abschied gäbest, könntest du das Himmlische schauen und häufig innerlich frohlocken.

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Donnerstag, 24. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,20-28.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird. Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen. Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht. Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn Gottes wird über dieses Volk kommen. Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen, und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen. Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.

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Donnerstag, 24. November : ps 100(99),2-3.4-5.

Dient dem HERRN mit Freude! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennt: Der HERR allein ist Gott. Er hat uns gemacht, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide. Kommt mit Dank durch seine Tore, mit Lobgesang in seine Höfe! Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der HERR ist gut, ewig währt seine Huld und von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

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