Tagesevangelium

Samstag, 3. Dezember : ps 147(146),1-2.3-4.5-6.

Gut ist es, unserem Gott zu singen; schön ist es, ihn zu loben. Der Herr baut Jerusalem wieder auf, er sammelt die Versprengten Israels. Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. Er bestimmt die Zahl der Sterne und ruft sie alle mit Namen. Groß ist unser Herr und gewaltig an Kraft, unermesslich ist seine Weisheit. Der Herr hilft den Gebeugten auf und erniedrigt die Frevler.

weiterlesen

Freitag, 2. Dezember : Symeon der Neue Theologe

[Christus spricht:] Als ich Adam schuf, gab ich mich ihm zu sehen, und so wurde er zur Würde der Engel erhoben. […] Mit den Augen des Leibes sah er alles, was ich geschaffen hatte; aber mit den Augen des Geistes sah er mein Angesicht, das Angesicht seines Schöpfers. Er schaute meine Herrlichkeit, und allezeit war er im Gespräch mit mir. Doch als er mein Gebot übertrat und von der Frucht des Baumes aß, da wurde er blind und fiel in das Dunkel des Todes. […] Aber ich erbarmte mich seiner und kam herab aus der Höhe. Ich, der ganz und gar Unsichtbare, nahm teil an der Undurchsichtigkeit des Fleisches. Vom Fleisch empfing ich den Beginn der Menschwerdung und wurde sichtbar für alle. Warum habe ich wohl zugestimmt, dies zu tun? Weil der eigentliche Grund, weshalb ich Adam geschaffen hatte, dieser ist: um mich zu sehen. Als er blind geworden war und nach ihm all seine Nachkommen, ertrug ich es nicht, selber in der göttlichen Herrlichkeit zu sein […] und jene im Stich zu lassen, die ich mit meinen Händen geschaffen hatte; sondern ich bin in allem den Menschen gleichgeworden, leibhaftig mit den Leibhaftigen, und habe mich aus freiem Willen mit ihnen vereint. Du siehst, wie groß mein Verlangen ist, von den Menschen gesehen zu werden […]! Wie kannst du da nur sagen, dass ich mich vor dir verberge, dass ich mich nicht sehen lasse? In Wirklichkeit leuchte ich hell, aber du schaust nicht nach mir.

weiterlesen

Freitag, 2. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,27-31.

In jener Zeit, als Jesus vorüber ging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in acht! Niemand darf es erfahren. Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.

weiterlesen

Freitag, 2. Dezember : ps 27(26),1.4.13-14.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. Hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!

weiterlesen

Donnerstag, 1. Dezember : II. Vatikanisches Konzil

Die Christen können, eingedenk des Wortes des Herrn: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt“ (Joh 13,35), nichts sehnlicher wünschen, als den Menschen unserer Zeit immer großherziger und wirksamer zu dienen. Dem Evangelium gewissenhaft folgend und aus seinen Kräften lebend, verbunden mit allen, die die Gerechtigkeit lieben und pflegen, haben sie das große Werk, das sie hier auf Erden zu erfüllen haben, begonnen, über das sie ihm, der am Jüngsten Tag alle richten wird, Rechenschaft geben müssen. Nicht alle, die sagen „Herr, Herr“, werden ins Himmelreich eingehen, sondern die den Willen des Vaters tun (vgl. Mt 7,21) und tatkräftig ans Werk gehen. Der Vater will, dass wir in allen Menschen Christus als Bruder sehen und lieben in Wort und Tat und so der Wahrheit Zeugnis geben und anderen das Geheimnis der Liebe des himmlischen Vaters mitteilen. Auf diese Weise wird in den Menschen überall in der Welt eine lebendige Hoffnung erweckt, die eine Gabe des Heiligen Geistes ist, dass sie am Ende in Frieden und vollkommenem Glück aufgenommen werden in das Vaterland, das von der Herrlichkeit des Herrn erfüllt ist. „Dem aber, der Macht hat, gemäß der in uns wirkenden Kraft weitaus mehr zu tun als alles, was wir erbitten oder ersinnen, ihm sei Ehre in der Kirche und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen“ (Eph 3,20–21).

weiterlesen

Donnerstag, 1. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 7,21.24-27.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

weiterlesen

Donnerstag, 1. Dezember : ps 118(117),1-2.8-9.19-20.25-27a.

Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig. So soll Israel sagen: Denn seine Huld währt ewig. Besser, sich zu bergen beim Herrn, als auf Menschen zu bauen. Besser, sich zu bergen beim Herrn, als auf Fürsten zu bauen. Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken. Das ist das Tor zum Herrn, nur Gerechte treten hier ein. Ach, Herr, bring doch Hilfe! Ach, Herr, gib doch Gelingen! Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN her. Gott ist der HERR. Er ließ Licht für uns leuchten.

weiterlesen

Donnerstag, 1. Dezember : Buch Jesaja 26,1-6.

An jenem Tag singt man in Juda dieses Lied: Wir haben eine befestigte Stadt, zu unserem Schutz baute der Herr Mauern und Wälle. Öffnet die Tore, damit ein gerechtes Volk durch sie einzieht, ein Volk, das dem Herrn die Treue bewahrt. Sein Sinn ist fest; du schenkst ihm Ruhe und Frieden; denn es verlässt sich auf dich. Verlasst euch stets auf den Herrn; denn der Herr ist ein ewiger Fels. Er hat die Bewohner des hohen Berges hinabgestürzt, die hoch aufragende Stadt; er hat sie zu Boden geworfen, in den Staub hat er sie gestoßen. Sie wird zermalmt von den Füßen der Armen, unter den Tritten der Schwachen.

weiterlesen

Mittwoch, 30. November : Basileios von Seleukia

Andreas war unter den Aposteln der erste, der den Herrn als seinen Meister erkannte […]; er verließ die Lehre Johannes des Täufers, um in die Schule Christi zu gehen. […] Im Schein der Lampe (vgl. Joh 5,35) suchte er das wahre Licht; unter seinem gedämpften Schein gewöhnte er sich an den Glanz Christi. […] Johannes der Täufer, der ein Meister war, wurde zum Diener und Herold Christi, als dieser vor ihm stand: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt (Joh 1,29). Seht den, der vom Tod erlöst; seht den, der die Sünde vernichtet. Ich bin nicht als der Bräutigam gesandt, sondern als dessen Freund (vgl. Joh 3,29). Ich bin als Diener gekommen, nicht als Meister.“ Von diesen Worten getroffen, verlässt Andreas seinen alten Meister und läuft zu dem, den Johannes ankündigte. […] Er läuft zum Herrn, und seine Sehnsucht wird in seinem Verhalten offenbar […], er zieht den Evangelisten Johannes mit sich; beide verlassen die Lampe und gehen der Sonne entgegen. Andreas ist die erste Pflanze im Garten der Apostel, er ist es, der die Tür zur Lehre Christi öffnet; er ist der Erste, der die Früchte des Feldes pflückt, das die Propheten bestellt hatten. […] Er war der Erste, der den erkannte, von dem Mose gesagt hatte: „Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören“ (Dt 18,15). […] Er erkannte den, den die Propheten angekündigt hatten, und führte seinen Bruder Petrus zu ihm. Er zeigt Petrus den Schatz, den dieser noch nicht kannte: „Wir haben den Messias gefunden (Joh 1,41), ihn, den wir ersehnten. Wir haben auf sein Kommen gewartet: Komm jetzt und erfreu dich an seiner Gegenwart.“ […] Andreas führt seinen Bruder zu Christus […]: Das war sein erstes Wunder.

weiterlesen

Mittwoch, 30. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 4,18-22.

In jener Zeit als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

weiterlesen