Tagesevangelium

Dienstag, 6. Dezember : ps 96(95),1-2.3.10ac.11-12.13.

Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Länder der Erde! singt dem HERRN, preist seinen Namen! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag! Erzählt bei den Nationen von seiner Herrlichkeit, bei allen Völkern von seinen Wundern! Verkündet bei den Völkern: Er richtet die Nationen so, wie es recht ist. Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke, es brause das Meer und alles, was es erfüllt. Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst. Jubeln sollen alle Bäume des Waldes. Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt, wenn er kommt, um die Erde zu richten. Er richtet den Erdkreis gerecht. und die Nationen nach seiner Treue.

weiterlesen

Montag, 5. Dezember : Gregor von Agrigento

„Süß ist das Licht, und es tut den Augen wohl, die Sonne zu sehen“ (vgl. Koh 11,7) […]; deshalb sagte schon Mose: „Gott sah, dass das Licht gut war“ (Gen 1,4). […] Wie gut tut es uns, an das große, wahre und unzerstörbare Licht zu denken, „das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt“ (vgl. Joh 1,9), an Christus also, den Erlöser und Befreier der Welt. Nachdem er sich vor den Augen der Propheten enthüllt hatte, wurde er Mensch und drang bis in die letzten Tiefen menschlichen Daseins vor. Von ihm spricht der Prophet David: „Lobsinget Gott, bringt seinem Namen ein Loblied; bereitet dem Bahn, der heraufzieht über den Sonnenuntergang! Herr ist sein Name! Frohlocket vor seinem Angesicht“ (vgl. Ps 67,5 Vulg.). Und dann noch Jesaja mit seiner großen Stimme: „Ihr Völker, die ihr in der Finsternis sitzt, schaut dieses Licht! Für euch, die ihr im Land des Todesschattens wohnt, wird ein Licht aufleuchten“ (vgl. Jes 9,2 Vulg.). […] So kündigt also das Licht der Sonne, das wir mit unseren leiblichen Augen sehen, die geistliche Sonne der Gerechtigkeit an (vgl. Mal 3,20); die süßeste Sonne, die denen aufgegangen ist, die das Glück hatten, von ihr, nämlich von Christus, belehrt zu werden und ihn mit ihren leiblichen Augen zu sehen, während er als gewöhnlicher Mensch unter den Menschen weilte. Und doch war er nicht bloß ein gewöhnlicher Mensch, denn da er als wahrer Gott geboren war, konnte er machen, dass Blinde sehen, Lahme gehen, Taube hören, Aussätzige rein werden und Tote durch ein Wort zum Leben erwachen (vgl. Lk 7,22).

weiterlesen

Montag, 5. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 5,17-26.

Eines Tages, als Jesus lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drängte ihn dazu, zu heilen. Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen. Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin. Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wer ist das, dass er eine solche Gotteslästerung wagt? Wer außer Gott kann Sünden vergeben? Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr für Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen.

weiterlesen

Montag, 5. Dezember : ps 85(84),9-10.11-12.13-14.

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

weiterlesen

Sonntag, 4. Dezember : Hl. Gregor der Große

Jedem Leser ist klar, dass Johannes nicht nur gepredigt, sondern auch eine Bußtaufe gespendet hat. Allerdings konnte er keine Taufe spenden, die Sündenvergebung erwirkt, denn die Vergebung der Sünden wird uns einzig durch die Taufe Christi gewährt. Deshalb sagt der Evangelist, dass er „Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden“ verkündete (Lk 3,3). Weil er selbst nicht die Taufe spenden konnte, die Sünden vergibt, kündete er die zukünftige an. So wie das Wort seiner Verkündigung der Vorläufer des fleischgewordenen Wortes des Vaters war, so ging auch seine Taufe […] der des Herrn wie ein Schatten der Wahrheit voraus (vgl. Kol 2,17). Derselbe Johannes antwortete auf die Frage, wer er sei: „Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft“ (Joh 1,23; vgl. Jes 40,3). Der Prophet Jesaja hatte ihn als „Stimme“ bezeichnet, da er dem Wort voranging. Was er rief, erfahren wir im Folgenden: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“ Wer den rechten Glauben und die guten Werke predigt, was macht der anderes, als in den Herzen der Hörer den Weg für den Herrn zu bereiten, der kommen wird? So kann die allmächtige Gnade in diese Herzen eindringen und das Licht der Wahrheit sie erleuchten. […] Der hl. Lukas fügt hinzu: „Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken.“ Was bedeuten hier die Schluchten, wenn nicht die Demütigen? Und wer sind die Berge und Hügel, wenn nicht die Stolzen? Bei der Ankunft des Erlösers […] wird nach seinem eigenen Wort „erniedrigt, wer sich selbst erhöht, und erhöht, wer sich selbst erniedrigt“ (vgl. Lk 14,11). […] Durch ihren Glauben an den Mittler zwischen Gott und den Menschen, den menschgewordenen Jesus Christus (vgl. 1 Tim 2,5), haben diejenigen, die an ihn glauben, die Fülle der Gnade empfangen, während jene, die sich weigern zu glauben, in ihrem Stolz erniedrigt worden sind. Jede Schlucht wird aufgefüllt, denn die demütigen Herzen, die das Wort der heiligen Lehre aufnehmen, werden mit der Gnade der Tugenden erfüllt, wie geschrieben steht: „Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern“ (Ps 104(103),10).

weiterlesen

Sonntag, 4. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 3,1-12.

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

weiterlesen

Sonntag, 4. Dezember : Brief des Apostels Paulus an die Römer 15,4-9.

Brüder! Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist. Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes. Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen Diener der Beschnittenen geworden, damit die Verheißungen an die Väter bestätigt werden. Die Heiden aber rühmen Gott um seines Erbarmens willen; es steht ja in der Schrift: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.

weiterlesen

Sonntag, 4. Dezember : ps 72(71),1-2.7-8.12-13.17.

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten! Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit und deine Armen durch rechtes Urteil. Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist. Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde. Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit, den Armen und den, der keinen Helfer hat. Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen, er rettet das Leben der Armen. Sein Name soll ewig bestehen; solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name. Glücklich preisen sollen ihn alle Völker und in ihm sich segnen.

weiterlesen

Samstag, 3. Dezember : Hl. Cyprian

„Dein Reich komme“ (Mt 6,10). Wir bitten darum, dass Gott in uns zur Herrschaft kommen möge, so wie wir in ähnlicher Weise erflehen, dass sein Name in uns geheiligt werde. Und wirklich: Wann herrscht Gott denn nicht?! Und wann hat denn das begonnen, was schon immer in ihm bestanden hat und nie aufhören wird? Wir bitten also darum, dass unsere Herrschaft kommen möge, die Gott uns versprochen hat, die Christus uns erwirkt hat durch sein Leiden und sein Blut. So werden wir, nachdem wir Sklaven dieser Welt waren, zu Königen, wenn Christus Herrscher sein wird. Er selbst verspricht uns das, wenn er sagt: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist“ (Mt 25,34). Doch es ist auch möglich, geliebte Brüder, dass Christus selbst dieses Reich Gottes ist, dessen Kommen wir jeden Tag ersehnen und von dem wir wünschen, dass es bald erscheinen möge. Denn so wie er „die Auferstehung“ ist (Joh 11,25), da wir in ihm auferstehen, so kann man in gleicher Weise verstehen, dass er das Reich Gottes ist, da wir in ihm herrschen.

weiterlesen

Samstag, 3. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,35-38.10,1.6-8.

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

weiterlesen