Tagesevangelium

Donnerstag, 8. Dezember : Hl. Johannes von Damaskus

Heute hat der Schöpfer aller Dinge, Gott das WORT, ein neues Werk vollbracht. Es ist aus dem Herzen des Vaters hervorgegangen, um – wie mit einer Rohrfeder – vom Heiligen Geist, der die Sprache Gottes ist, geschrieben zu werden. […] Allheilige Tochter Joachims und Annas, die du den Blicken der Mächte und Gewalten und „den feurigen Geschossen des Bösen“ (vgl. Eph 6,16; Kol 1,16) entgangen bist, du hast im Brautgemach des Heiligen Geistes gelebt und wurdest unversehrt bewahrt, um Braut Gottes zu werden und Mutter Gottes der Natur nach! […] Geliebte Tochter Gottes, Zierde deiner Eltern, alle Geschlechter preisen dich selig, wie du wahrheitsgemäß beteuert hast (vgl. Lk 1,48). Würdige Tochter Gottes, Schönheit der menschlichen Natur, Ehrenrettung unserer Stammmutter Eva! Denn durch deine Geburt wird sie, die gefallen war, wieder aufgerichtet. […] Wenn durch die erste Eva „der Tod in die Welt kam“ (vgl. Weish 2,24; Röm 5,12), da sie sich in den Dienst der Schlange stellte, so hat Maria, die sich zur Dienerin des göttlichen Willens machte, die täuschende Schlange getäuscht, und so kam durch sie die Unsterblichkeit in die Welt. […] Du bist kostbarer als die ganze Schöpfung, denn aus dir allein empfing der Schöpfer die Anfänge unseres Menschseins. Sein Fleisch wurde aus deinem Fleisch gebildet, sein Blut aus deinem Blut; Gott hat sich von deiner Milch ernährt, und deine Lippen haben die Lippen Gottes berührt. […] Im Vorauswissen deiner Würde hat der Schöpfer des Universums dich geliebt; weil er dich liebte, hat er dich vorherbestimmt und dich „am Ende der Zeiten“ (1 Petr 1,20) ins Dasein gerufen. […] Der weise Salomo möge schweigen; er soll nicht länger sagen: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ (Koh 1,9).

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Donnerstag, 8. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,26-38.

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

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Donnerstag, 8. Dezember : Brief des Apostels Paulus an die Epheser 1,3-6.11-12.

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt; wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben.

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Donnerstag, 8. Dezember : ps 98(97),1.2-3ab.3cd-4.

Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Geholfen hat ihm seine Rechte und sein heiliger Arm. Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er gedachte seiner Huld und seiner Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzet dem Herrn, alle Lande, freut euch, jubelt und singt!

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Donnerstag, 8. Dezember : Buch Genesis 3,9-15.20.

Nachdem Adam von Baum gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen. Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen. Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse. Adam nannte seine Frau Eva - Leben -, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

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Mittwoch, 7. Dezember : Sel. Jan von Ruusbroec

Von der dritten Ankunft Christi. Die dritte, noch in der Zukunft verborgene, Ankunft Christi findet beim Gerichte oder in der Stunde des Todes statt. […] Die Gerechtigkeit des Richters – denn das Urteil und der Urteilsspruch kommt Christus zu. Er ist der Menschen Sohn und die Weisheit des Vaters. Dieser Weisheit steht alles Urteil zu, denn vor ihr sind alle Herzen im Himmel, auf Erden und in der Hölle offenkundig und offenbar. […] Christus unser Bräutigam und Richter wird bei diesem Gerichte lohnen und strafen nach Gerechtigkeit, denn er vergilt jedem nach Verdienst. Er schenkt dem Gerechten für jedes Werk, das Gott aufgeopfert wurde, einen unermesslichen Lohn, den kein Geschöpf verdienen kann, nämlich sich selbst. Denn indem Gott das Werk mitwirkt in der Kreatur, so verdient das Geschöpf in der Kraft Gottes, Gott selbst zum Lohn. […] Der ersten Ankunft, in der Gott Mensch wurde, in Demut lebte und in Liebe für uns starb, sollen wir entsprechen: äußerlich durch vollkommene, sittliche Tugenden und innerlich durch Liebe und wahrhafte Demut. Die zweite Ankunft, die sich in der Gegenwart vollzieht, indem Gott mit Gnade jedes minnende Herz heimsucht, soll unsere Sehnsucht sein, und wir sollen täglich bitten, dass wir standhaft bleiben und zunehmen in neuen Tugenden. Die dritte Ankunft zum Gerichte oder in unserer Todesstunde, sollen wir mit Verlangen, Vertrauen und mit Ehrfurcht erwarten, auf dass wir aus diesem Elende erlöst werden und eintreten mögen in den Saal der ewigen Herrlichkeit.

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Mittwoch, 7. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,28-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

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Mittwoch, 7. Dezember : ps 103(102),1-2.3-4.8.10.

Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: Der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt. Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte. Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

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Dienstag, 6. Dezember : Basileios von Seleukia

Schauen wir auf Christus, unseren Hirten; erkennen wir, wie lieb er die Menschen hat und wie sanft er sie auf die Weide führt. Er freut sich über die Schafe, die ihn umgeben, und er sucht die, die sich verirrt haben. Berge und Wälder sind kein Hindernis für ihn; er läuft durch das dunkle Tal des [Todes-] Schattens, um zu dem Ort zu gelangen, wo sich das verlorene Schaf befindet. Findet er es krank vor, so verachtet er es nicht, sondern pflegt es; er nimmt es auf seine Schultern und heilt das müde Schaf, indem er selbst müde wird. Seine Müdigkeit erfüllte ihn mit Freude, denn er hat das verlorene Schaf ja wiedergefunden, und so hat sich seine Mühe gelohnt. „Wenn einer von euch“, sagt er, „hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?“ (vgl. Mt 18,12). Der Verlust eines einzigen Schafes trübt die Freude der ganzen Herde, aber die Freude der Wiedervereinigung vertreibt diese Trauer: „Und wenn er es gefunden hat […], ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war“ (Lk 15,5−6). Deshalb sagte Christus, der dieser Hirt ist: „Ich bin der gute Hirt“ (Joh 10,11). „Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen“ (Ez 34,16).

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Dienstag, 6. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 18,12-14.

In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.

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