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In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel! Denn Furcht gebietend ist der HERR, der Höchste, ein großer König über die ganze Erde. Gott stieg empor unter Jubel, der HERR beim Schall der Hörner. Singt unserm Gott, ja singt ihm! Singt unserm König, singt ihm! Denn König der ganzen Erde ist Gott. Singt ihm ein Weisheitslied! Gott wurde König über die Völker, Gott hat sich auf seinen heiligen Thron gesetzt.
Brüder! Es wurde ein erstes Zelt errichtet, in dem sich der Leuchter, der Tisch und die heiligen Brote befanden; dieses Zelt wurde das Heilige genannt. Hinter dem zweiten Vorhang aber war ein Zelt, das sogenannte Allerheiligste, Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der künftigen Güter; und durch das erhabenere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Welt ist, ist er ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden, wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen.
Ich will ja nur eines tun: Mit Singen anheben, was ich in Ewigkeit immer neu singen soll – „Die Erbarmungen des Herrn!!!“ (vgl. Ps 88,1) […] Als ich dann das Heilige Evangelium aufschlug, fielen meine Augen auf die Worte: „Als Jesus auf einen Berg gestiegen war, rief er zu Sich, die er wollte, und sie kamen zu Ihm (Markus Kp. III. v. 13). Hier ist es, das Geheimnis meiner Berufung, meines ganzen Lebens und vor allem das Geheimnis der Vorrechte Jesu auf meine Seele … Er beruft nicht die, die würdig sind, sondern die er berufen will oder wie der Hl. Paulus es sagt: „Gott erbarmt sich wessen er will und Er beweist Barmherzigkeit, wem er Barmherzigkeit erweisen will. Also ist es nicht das Werk dessen, der will, noch dessen, der läuft, sondern Gottes, der Erbarmen erweist“ (Röm Kp. IX, v. 15 und 16). Lange habe ich mich gefragt, warum der liebe Gott einzelne bevorzugt, warum nicht alle Seelen das gleiche Maß an Gnaden empfangen, ich wunderte mich darüber, dass Er Heilige, die Ihn zuvor beleidigt hatten wie der Hl. Paulus, der Hl. Augustinus, mit außergewöhnlichen Gunsterweisen überschüttete, und dass Er sie sozusagen zwang, seine Gnade anzunehmen; oder aber beim Lesen der Lebensbeschreibung von Heiligen, wo es unserem Herrn gefiel, sie von der Wiege bis zum Grabe mit Liebe zu umhegen, ohne auch nur ein Hemmnis auf ihrem Wege zu lassen, das sie gehindert hätte, sich zu Ihm aufzuschwingen […] Jesus würdigte sich, mich über dieses Geheimnis zu belehren. Er stellte mir das Buch der Natur vor Augen und ich begriff, dass alle Blumen, die Er geschaffen hat, schön sind […] Er wollte die großen Heiligen schaffen, vergleichbar den Lilien und den Rosen; aber er hat auch kleinere geschaffen, und diese sollen sich begnügen, Maßliebchen oder Veilchen zu sein, dazu bestimmt, die Blicke des Lieben Gottes zu erfreuen, wenn Er sie zu seinen Füßen erniedrigt. Die Vollkommenheit besteht darin, seinen Willen zu tun, das zu sein, was Er will, dass wir seien …
In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben. Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus - diesen Beinamen gab er dem Simon -, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus - ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne -, dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.
Erweise uns, Herr deine Huld, und gewähre uns dein Heil! Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.
Brüder! Jetzt ist unserem Hohenpriester ein um so erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Wäre nämlich jener erste Bund ohne Tadel, so würde man nicht einen zweiten an seine Stelle zu setzen suchen. Denn er tadelt sie, wenn er sagt: Seht, es werden Tage kommen - spricht der Herr -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Sie sind nicht bei meinem Bund geblieben, und darum habe ich mich auch nicht mehr um sie gekümmert - spricht der Herr. Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Inneres hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr seinen Mitbürger und keiner seinen Bruder belehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, klein und groß, werden mich erkennen. Denn ich verzeihe ihnen ihre Schuld, und an ihre Sünden denke ich nicht mehr. Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.
„Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden“ (Ps 51(50),17). […] Wenn man bedenkt, dass diese Worte jeden Tag beim Morgengebet wiederholt werden, und zwar im Namen der heiligen Kirche, die für sich selbst und für die ganze Welt betet; dass sie von Tausenden und Abertausenden wiederholt werden, deren Lippen sich durch die so erflehten Gnade öffnen – wenn man all das bedenkt, dann weitet sich unsere Sicht und wird umfassend. So stellt sich die Kirche dar, nicht als ein historisches Denkmal aus der Vergangenheit, sondern als lebendige Institution. Die heilige Kirche ist nicht wie ein Palast, der in einem Jahr gebaut wird. Sie ist eine sehr große Stadt, die das ganze Universum fassen soll. „Sein heiliger Berg ragt herrlich empor; er ist die Freude der ganzen Welt. Der Berg Zion liegt weit im Norden; er ist die Stadt des großen Königs“ (Ps 48(47),3). Die Gründung hat vor zwanzig Jahrhunderten begonnen, wird aber immer noch fortgesetzt und breitet sich über die ganze Erde aus, bis der Name Christi überall angebetet wird. In dem Maße, wie die Gründung fortschreitet, jubeln die neuen Völker, denen Christus verkündet wird, vor Freude: „Die Heiden freuten sich, als sie das hörten“ (vgl. Apg 13,48). Und schön ist auch dieser Gedanke […], erbaulich für jeden Priester, der sein Brevier betet: Es soll sich jeder an der Gründung dieser heiligen Kirche beteiligen. Jeder, der sich durch Predigen um dieses schöne Werk bemüht, der spreche zum Herrn als Bote seines Evangeliums: „Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden“. Und wer kein Missionar ist, der sehne sich danach, ebenfalls an der großen Aufgabe der Mission teilzunehmen. Und wenn er ganz allein in seiner Zelle für sich die Psalmen betet, dann sage auch er: „Herr, öffne mir die Lippen“. Denn durch die Gemeinschaft der Liebe darf er jede Stimme, die gerade zu dieser Stunde das Evangelium – das höchste Lob Gottes – verkündet, als die seine betrachten.
In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat. Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde. Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren. Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.
Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien. Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag’ ich im Herzen. Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.