Home | Tagesevangelium
Glaube auch an den Heiligen Geist! Bewahre dir die rechte Meinung über ihn! Denn es gibt viele, welche dem Heiligen Geist ferne stehen und schlimme Lehren über ihn aufstellen. Merke dir: dieser Geist ist einer, ungeteilt, kraftvoll. Vieles wirkt er, ohne selbst geteilt zu werden. Er kennt die Geheimnisse, erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. In Gestalt einer Taube ist er auf den Herrn Jesus Christus herabgekommen. Er wirkte im Gesetze und in den Propheten. Und jetzt, zur Zeit der Taufe, besiegelt er deine Seele. Jedes vernünftige Wesen bedarf der Heiligung durch ihn. Wenn einer sich erkühnt, gegen den Heiligen Geist zu lästern, erhält er keine Verzeihung, weder in diesem noch im zukünftigen Leben. Dem Geiste kommt zugleich mit dem Vater und dem Sohne Ehre und Würde zu. Seiner bedürfen auch die Throne und Herrschaften, die Mächte und Gewalten. Denn einer ist Gott, der Vater Christi, und einer ist der Herr Jesus Christus, der eingeborene Sohn des einen Gottes, und einer ist der Heilige Geist, der alles heiligt und der im Gesetze und in den Propheten, im Alten und Neuen Bunde gesprochen hat. Bewahre in deinem Geiste stets dieses Siegel.
In jener Zeit sagten die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern. Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.
Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Geholfen hat ihm seine Rechte und sein heiliger Arm. Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er gedachte seiner Huld und seiner Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzet dem Herrn, alle Lande, freut euch, jubelt und singt! Spielt dem Herrn auf der Harfe, auf der Harfe zu lautem Gesang! Zum Schall der Trompeten und Hörner jauchzt vor dem Herrn, dem König!
Brüder! Christus ist er der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten. Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen; auch nicht, um sich selbst viele Male zu opfern, wie der Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht; sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden müssen. Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde zu tilgen. Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.
Ein neuer Tag beginnt. Jesus in mir will ihn leben. Er hat sich nicht eingeschlossen. Er hielt sich unter den Menschen auf. Mit mir ist er unter den Menschen von heute. Er wird jedem begegnen, der das Haus betritt, jeden, den ich auf der Straße treffe, es sind andere Reiche als zu seiner Zeit, andere Arme, andere Gelehrte und andere Ungebildete, andere Junge und andere Alte, andere Heilige und andere Sünder, andere Gesunde und andere Kranke. Es sind all jene, die zu suchen er gekommen ist; jeder ist einer, den zu retten er gekommen ist. […] Alles wird erlaubt sein an dem Tag, der gerade anbricht, alles wird erlaubt sein und verlangt, dass ich ja sage. Die Welt, in der er mich haben will, um mit mir zu sein, kann mich nicht davon abhalten, mit Gott zu sein; so wie ein Kind, das seine Mutter auf den Armen trägt, nicht weniger bei ihr ist, wenn diese durch eine Menschenmenge geht. Jesus hat nicht aufgehört, überall ausgesandt zu werden. Wir können nicht aufhören, das zu sein was wir in jedem Augenblick sind: Gottes Gesandte in der Welt. Jesus in uns hört nicht auf, ausgesandt zu werden, diesen ganzen Tag lang, der nun beginnt, zu allen Menschen unserer Zeit und aller Zeiten, in meiner Stadt und in der ganzen Welt. Er bewegt uns dazu, unseren Nächsten zu dienen, sie zu lieben und zu retten; dadurch werden sich Wellen seiner Liebe bis an die Enden der Erde ausbreiten, bis zum Ende der Zeiten.
Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
Ich ermahne euch, Brüder, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn: Seid alle einmütig, und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung. Es wurde mir nämlich, meine Brüder, von den Leuten der Chloe berichtet, dass es Zank und Streit unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus - ich zu Apollos - ich zu Kephas - ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. Hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!
Einst hat der Herr das Land Sebulon und das Land Naftali verachtet, aber später bringt er die Straße am Meer wieder zu Ehren, das Land jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.
Weil der einzige Sohn Gottes uns an seiner Gottheit teilhaben lassen wollte, nahm er unsere Natur an, um die Menschen zu vergöttlichen – er, der Mensch wurde. Darüber hinaus hat er das, was er von uns genommen hat, gänzlich hingegeben zu unserem Heil. Denn auf dem Altar des Kreuzes brachte er seinen Leib Gott, dem Vater, als Opfer dar, um uns mit ihm zu versöhnen; und er vergoss sein Blut, damit es zugleich unser Lösegeld und unsere Taufe sei: Losgekauft aus einer beklagenswerten Sklaverei, sollten wir von all unseren Sünden gereinigt werden. Und damit wir das Andenken an eine so große Wohltat immer bewahren, hat er den Gläubigen seinen Leib zur Speise und sein Blut zum Trank hinterlassen, unter den Gestalten von Brot und Wein. […] Kann es etwas Kostbareres geben als dieses Festmahl, bei dem uns nicht mehr, wie im Alten Bund, das Fleisch von Kälbern und Böcken zur Speise gereicht wird, sondern Christus, der wahre Gott? Kann es etwas Wunderbareres geben als dieses Sakrament? […] Niemand ist in der Lage, die Wonnen dieses Sakraments auszudrücken, da man hier die geistliche Süße an ihrer Quelle kostet; und man feiert hier das Gedächtnis jener unübertrefflichen Liebe, die Christus in seiner Passion gezeigt hat. Er wollte, dass sich die Unermesslichkeit dieser Liebe noch tiefer in die Herzen der Gläubigen einbrenne. Deshalb setzte er beim letzten Abendmahl, nachdem er mit seinen Jüngern das Pascha gefeiert hatte, da er aus dieser Welt zu seinem Vater gehen sollte, dieses Sakrament ein als immerwährendes Gedächtnis seines Leidens, als die Erfüllung der alten Vorausbilder, als das größte aller seiner Wunder; und denen, die seine Abwesenheit mit Trauer erfüllen würde, hinterließ er dieses Sakrament als unvergleichlichen Trost.