Tagesevangelium

Donnerstag, 26. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,1-9.

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

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Donnerstag, 26. Januar : ps 96(95),1-2.3.7-8.10.

Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Länder der Erde! singt dem HERRN, preist seinen Namen! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag! Erzählt bei den Nationen von seiner Herrlichkeit, bei allen Völkern von seinen Wundern! Bringt dar dem HERRN, ihr Stämme der Völker, bringt dar dem HERRN Ehre und Macht! Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, spendet Opfergaben, und tretet ein in sein Heiligtum! Verkündet bei den Nationen: Der HERR ist König! Fest ist der Erdkreis gegründet, er wird nicht wanken. Er richtet die Völker so, wie es recht ist.

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Donnerstag, 26. Januar : Brief des Apostels Paulus an Titus 1,1-5.

Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, berufen, um die Auserwählten Gottes zum Glauben und zur Erkenntnis der wahren Gottesverehrung zu führen, in der Hoffnung auf das ewige Leben, das der wahrhaftige Gott schon vor ewigen Zeiten verheißen hat; jetzt aber hat er zur vorherbestimmten Zeit sein Wort offenbart in der Verkündigung, die mir durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, anvertraut ist. An Titus, seinen echten Sohn aufgrund des gemeinsamen Glaubens: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Retter. Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende führst und in den einzelnen Städten Älteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen habe.

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Mittwoch, 25. Januar : Hl. Gregor der Große

Ich ist mir nicht unangenehm, das Beispiel des Paulus zu nehmen: Bewaffnet mit Briefen, die er erbeten hatte, um gegen Christus vorzugehen, war er auf dem Weg nach Damaskus, als ihn plötzlich die Gnade des Heiligen Geistes überflutete. Die Grausamkeit, die ihm früher zu eigen war, war verschwunden, er war verwandelt, und jetzt bot er sich sogar um Christi willen den Schlägen dar, die er den Christen zufügen wollte. Er, der gestern noch nach dem Fleische lebte und sich dafür einsetzte, die Heiligen des Herrn dem Tode auszuliefern, findet nun Gefallen daran, das Leben der Heiligen zu retten, indem er sein eigenes Leben im Fleisch opfert. Die eiskalten Machenschaften seiner Grausamkeit werden in glühende Nächstenliebe verwandelt, und jener, der ein Lästerer und Verfolger war, hat nun die Demut und die Frömmigkeit eines Predigers erlangt. Jener, der es für einen unvergleichlichen Gewinn hielt, Christus in seinen Jüngern umzubringen, betrachtet nun Christus als sein Leben und den Tod als seinen Gewinn. So wurden die Wasser losgelassen und die Erde wurde umgewendet (vgl. Ijob 12,15 Vulg.), denn kaum hatte die Seele des Paulus die Gnade des Heiligen Geistes empfangen, da wurde ihre starre und grausame Verfassung verwandelt. Im Gegensatz dazu beklagt der Herr durch den Mund des Propheten den Zustand Ephraims: „Ephraim ist hart geworden wie Brot, das in der Asche gebacken wird und das man nicht umwendet“ (vgl. Hos 7,8). Das Brot, das in der Asche gebacken wird, ist beladen mit einer Schicht aus Asche; die Unterseite ist rein, doch die Oberseite ist umso schmutziger, je größer die Last der Asche ist. Wenn also eine Seele an nichts als an irdische Dinge denkt, welche Last liegt dann auf ihr? Ist es nicht eine Masse von Asche? Aber wenn sie den Willen hat, sich umzuwenden, so wird – sobald die Asche abgeschüttelt ist, mit der sie beladen war – die reine Seite, die sie nach unten gedrückt hatte, wieder nach oben gewendet.

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Mittwoch, 25. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 16,15-18.

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

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Mittwoch, 25. Januar : ps 117(116),1.2.

Lobet den Herrn, alle Völker, preist ihn, alle Nationen! Denn mächtig waltet über uns seine Huld, die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

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Mittwoch, 25. Januar : Apostelgeschichte 1,1a.3-16.

Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat, Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen. Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden. Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde. Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. Dann kehrten sie vom Ölberg, der nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück. Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder - etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen - und sagte: Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen, das der Heilige Geist durch den Mund Davids im voraus über Judas gesprochen hat. Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus gefangennahmen.

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Dienstag, 24. Januar : Sel. Columba Marmion

Wenn wir trotz aller Hindernisse Gott suchen und ihm täglich, ja stündlich die ihm so wohlgefällige Huldigung darbringen, dass wir in ihm und nur in ihm allein unsere ganze Seligkeit suchen; wenn wir nur seinen heiligsten Willen erfüllen wollen und sein göttliches Wohlgefallen zum einzigen Beweggrund all unseres Tuns erwählen, dann dürfen wir versichert sein, dass Gott uns niemals fehlen wird; denn „Gott ist getreu“ (1 Thess 5,24), „du verlässt keinen, o Herr, der dich sucht“ (vgl. Ps 9,11). Je mehr wir uns in Glaube, Hoffnung und Liebe an Gott anschließen, desto mehr wachsen wir in der Vollkommenheit. […] Mit dem Psalmisten wollen wir beten: „Ich will dein heiliges Antlitz suchen, o Herr“ (Ps 26,8). „Was habe ich im Himmel und was begehre ich auf Erden? Meines Herzens Glück und mein Anteil ist Gott in Ewigkeit“ (Ps 72,25f.). […] Wenn wir so handeln, werden wir Gott finden und mit ihm alles Gute. „Suche mich“, sagt er selbst zur Seele, „suche mich in jener Einfalt des Herzens, wie sie der Wahrheit entspricht; ich lasse mich von jenen finden, die mich nicht versuchen, und offenbare mich denen, die ihr Vertrauen in mich setzen“ (Weish 1,1f.). Und wenn wir Gott finden, dann ist auch die Freude unser Anteil. Wir sind geschaffen für das Glück, wir sollen glücklich sein; aber unser Herz hat unendliche Tiefen, nur Gott allein kann es voll und ganz befriedigen. „Für dich, o Gott, hast du uns erschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis es ruhet in dir“ (St. Augustinus, Confess. 1. I, c. 1). Wenn wir darum außer Gott oder gegen seinen Willen etwas suchen, können wir kein dauerndes, kein vollkommenes Glück finden.

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Dienstag, 24. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,31-35.

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

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Dienstag, 24. Januar : ps 40(39),2.4ab.7-8.9-10.

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien. Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag’ ich im Herzen. Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

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