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Unser Erlöser ist in seiner Menschennatur zum Christus oder Messias geworden und er bleibt der wahre König und wahre Priester. […] Bei den Israeliten empfingen die Priester und Könige eine Salbung mit Öl […]; man nannte sie „Gesalbte“ oder „christói“ [altgriech., Septuaginta]. Der Erlöser hingegen, der der wahre Christus ist, wurde geweiht durch die Salbung des Heiligen Geistes.
In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen,
reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt.
Wie sehr liebe ich deine Weisung, den ganzen Tag bestimmt sie mein Sinnen.
Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde, denn es ist mein auf ewig.
Ich wurde klüger als all meine Lehrer, denn deine Zeugnisse bestimmen mein Sinnen.
Mehr Einsicht habe ich gewonnen als die Alten, denn deine Befehle bewahrte ich.
Ich kam nicht zu euch, Schwestern und Brüder, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Geheimnis Gottes zu verkünden.
Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten.
Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch.
Durch die Sünde hatte der Mensch seinen Weg mit Hindernissen übersät; doch er wurde geebnet, als Christus auferstand, seinen Fuß auf den Weg setzte und aus dem schmalen Pfad eine Allee machte, die eines Königs würdig ist. Demut und Nächstenliebe sind die beiden Beine, auf denen wir rasch auf diesem Weg vorankommen können.
In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden.
Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Gott, mein Gott bist du, dich suche ich, es dürstet nach dir meine Seele. Nach dir schmachtet mein Fleisch wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.
Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, zu sehen deine Macht und Herrlichkeit.
Denn deine Huld ist besser als das Leben. Meine Lippen werden dich rühmen.
Du hast mich betört, o HERR, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich.
Ja, sooft ich rede, muss ich schreien, „Gewalt und Unterdrückung“ muss ich rufen. Denn das Wort des HERRN bringt mir den ganzen Tag nur Hohn und Spott.
Der Tod Christi steht am Anfang vieler Bekehrungen zum Glauben. Durch die Macht eben dieses Herrn Jesus und dank seiner Güte brachte der kostbare Tod seiner Märtyrer und Heiligen eine große Schar von Christen hervor. Die christliche Religion konnte in der Tat niemals ausgelöscht werden, weder durch brutale Verfolgung noch durch die durch nichts zu rechtfertigende Ermordung Unschuldiger.