Tagesevangelium

Johannes Cassianus

Niemand kann Vater der Geister genannt werden als Gott allein, der sie aus Nichts macht, wie er will; die Menschen aber dürfen nur Väter unseres Leibes heißen. – So hatte denn auch der Teufel, insofern er als Geist oder guter Engel erschaffen wurde, niemanden zum Vater als Gott seinen Schöpfer.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 4,31-37

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren außer sich vor Staunen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht. In der Synagoge war ein Mensch, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der schrie mit lauter Stimme: He, du, was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann in ihre Mitte und verließ ihn, ohne ihm zu schaden.

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Psalmen 145(144),8-9.10-11.12-13ab.13cd-14

Der HERR ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld. Der HERR ist gut zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, HERR, all deine Werke, deine Frommen sollen dich preisen. Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden, von deiner Macht sollen sie sprechen.

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Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 2,10b-16

Schwestern und Brüder! Der Geist ergründet alles, auch die Tiefen Gottes. Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.

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Faustinus von Rom

Unser Erlöser ist in seiner Menschennatur zum Christus oder Messias geworden und er bleibt der wahre König und wahre Priester. […] Bei den Israeliten empfingen die Priester und Könige eine Salbung mit Öl […]; man nannte sie „Gesalbte“ oder „christói“ [altgriech., Septuaginta]. Der Erlöser hingegen, der der wahre Christus ist, wurde geweiht durch die Salbung des Heiligen Geistes.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 4,16-30

In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt.

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Psalmen 119(118),97.98.99.100.101.102

Wie sehr liebe ich deine Weisung, den ganzen Tag bestimmt sie mein Sinnen. Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde, denn es ist mein auf ewig. Ich wurde klüger als all meine Lehrer, denn deine Zeugnisse bestimmen mein Sinnen. Mehr Einsicht habe ich gewonnen als die Alten, denn deine Befehle bewahrte ich.

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Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 2,1-5

Ich kam nicht zu euch, Schwestern und Brüder, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Geheimnis Gottes zu verkünden. Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten. Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch.

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Hl. Cäsarius von Arles

Durch die Sünde hatte der Mensch seinen Weg mit Hindernissen übersät; doch er wurde geebnet, als Christus auferstand, seinen Fuß auf den Weg setzte und aus dem schmalen Pfad eine Allee machte, die eines Königs würdig ist. Demut und Nächstenliebe sind die beiden Beine, auf denen wir rasch auf diesem Weg vorankommen können.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 16,21-27

In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

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