Tagesevangelium

Hl. Franz Xaver

Zahlreiche Erlasse verbieten die Einreise nach China. [...] Doch abgesehen von der Gefahr, ins Gefängnis geworfen und übel behandelt zu werden, gibt es noch andere, weitaus größere Gefahren, von denen die Einheimischen hier gar keine Ahnung haben. [...]

Zuerst ist da der Verlust von Hoffnung und Vertrauen auf Gott, während wir doch – aus Liebe zu ihm und in seinem Dienst – seine Gebote und seinen Sohn Jesus Christus, unseren Erlöser und Herrn, bekannt machen wollen, wie er sehr wohl weiß. Da er uns in seiner großen Barmherzigkeit diese Sehnsucht eingegeben hat, wäre jetzt ein Mangel an Vertrauen in seine Barmherzigkeit und Macht, angesichts der Gefahren, denen wir in seinem Dienst ausgesetzt sein werden, eine unvergleichlich größere Gefahr als all das Böse, das uns sämtliche Feinde Gottes antun können. Wenn es für seinen höchsten Dienst von Bedeutung ist, wird Gott uns vor allen Gefahren dieser Welt bewahren. […] Das Wort des Herrn ist unsere Sicherheit: „Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben“ (Joh 12,25). Und auch das andere, ähnliche Wort: „Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes“.

Wenn wir die Gefahren für die Seele bedenken, die weitaus größer sind als die für den Leib, erscheint es uns besser und sicherer, uns den körperlichen Gefahren zu stellen. […] So sind wir – was auch immer geschehen mag – entschlossen, nach China zu gehen.

Quelle: Evangelizo

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