Tagesevangelium

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Wilhelm von Saint-Thierry

Herr, meine elende Seele ist nackt, eiskalt und erstarrt. Sie sehnt sich danach, von der Glut deiner Liebe erwärmt zu werden … In der ungeheuren Weite meiner Wüste, im Ausmaß der Vergeblichkeit meines Herzens lese ich nicht Holz auf wie die Witwe von Sarepta, sondern nur diese Zweiglein hier.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 4,24-30

In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam.

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Psalmen 42(41),2-3.43(42),3.4

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht? Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten; sie sollen mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.

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Zweites Buch der Könige 5,1-15a

Naaman, der Feldherr des Königs von Aram, galt viel bei seinem Herrn und war angesehen; denn durch ihn hatte der HERR den Aramäern den Sieg verliehen. Der Mann war tapfer, aber an Aussatz erkrankt. Nun hatten die Aramäer bei einem Streifzug ein junges Mädchen aus dem Land Israel verschleppt.

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Hl. Gregor von Nyssa

„Komm vom Libanon, Braut, komm vom Libanon! Du wirst kommen und hindurchkommen vom Beginn des Glaubens, vom Gipfel des Sanir und des Hermon, von den Lagern der Löwen, von den Bergen der Leoparden“ (vgl. Hld 4,8 LXX, die G. von Nyssa benutzte). Was bedeutet das? Die Quelle der Gnade zieht immer jene an, die durstig sind, wie die Quelle selbst im Evangelium sagt: „Wer Durst hat, komme zu mir und […] trinke!“ (Joh 7,37).

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 4,5-42

In jener Zeit kam Jesus zu einer Stadt in Samarien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen.

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Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,1-2.5-8

Schwestern und Brüder! Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch im Glauben den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

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