Tagesevangelium

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Wilhelm von Saint-Thierry

Ich bin unverschämt und tollkühn, du meine Hilfe und meine Stütze von jeher, du, der du niemals darin ermüdest! Doch es ist die Liebe zu deiner Liebe, die mich antreibt, dein Angesicht zu suchen. Du siehst mich, und ich kann dich nicht sehen, doch du hast mir die Sehnsucht nach dir ins Herz gelegt; du hast mir alles gegeben, was dir an mir gefallen kann.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,19-21

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.

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Psalmen 119(118),1.27.30.34.35.44

Selig, deren Weg ohne Tadel ist, die gehen nach der Weisung des HERRN. Den Weg deiner Befehle lass mich begreifen, ich will nachsinnen über deine Wunder! Ich wähle den Weg der Treue, deine Entscheide stelle ich mir vor Augen. Gib mir Einsicht, damit ich deine Weisung bewahre, ich will sie beachten mit ganzem Herzen!

Führe mich auf dem Pfad deiner Gebote, denn an ihm hab ich Gefallen! Ich will deine Weisung beständig beachten, auf immer und ewig.

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Buch der Sprüche 21,1-6.10-13

Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er lenkt es, wohin er will. Jeder meint, sein Verhalten sei richtig, doch der HERR prüft die Herzen. Gerechtigkeit üben und Recht ist dem HERRN lieber als Schlachtopfer. Hoffart der Augen, Übermut des Herzens – die Leuchte der Frevler ist Sünde.

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Johannes Tauler

Unser Herr sprach zum hl. Matthäus: „Folge mir nach!“ Dieser liebenswerte Heilige wurde zum Vorbild für alle Menschen. Nach dem Bericht des Evangeliums war er zuerst ein großer Sünder und ist dann in der Schar aller Gottesfreunde zu einem der Großen geworden. Denn unser Herr hat ihn im tiefsten Inneren seines Wesens angesprochen, und so hat er alles verlassen, um dem Meister nachzufolgen.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,9-13

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.

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