Home | Tagesevangelium
Warum sollte das Fasten Christi nicht für alle Christen gelten? Warum sollten die Glieder nicht ihrem Haupt folgen? (vgl. Kol 1,18). Wenn wir von diesem Haupt Wohltaten empfangen haben, sollten wir dann nicht auch teilhaben an seiner Not? Wollen wir uns seiner Traurigkeit verweigern und nur seine Freuden mit ihm teilen? Wenn dem so ist, erweisen wir uns als unwürdig, ein Leib mit diesem Haupt zu bilden.
In jener Zeit kamen die Jünger Johannes’ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde!
Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt,
ich habe getan, was böse ist in deinen Augen.
So spricht Gott, der Herr: Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Widderhorn! Halt meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden!
Sie suchen mich Tag für Tag und haben daran Gefallen, meine Wege zu erkennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und vom Recht ihres Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir gerechte Entscheide und haben an Gottes Nähe Gefallen.
Für viele Ohren ist es ein hartes Wort: „Verleugne dich selbst, nimm dein Kreuz auf dich und folge Jesus nach.“ […] Warum fürchtest du dich, das Kreuz auf dich zu nehmen, wenn man dadurch doch ins Reich Gottes gelangt? Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Schutz vor dem Feind, Eingießungen von himmlischer Süße, Freude des Geistes, höchste Tugend, vollendete Heiligkeit.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Selig der Mann, der nicht nach dem Rat der Frevler geht, nicht auf dem Weg der Sünder steht, nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern sein Gefallen hat an der Weisung des HERRN, bei Tag und bei Nacht über seine Weisung nachsinnt.
Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Bächen voll Wasser, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken.