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Beim Ausspruch des Propheten Jesaja: „Du ehrst den HERRN, wenn du deinen Fuß zurückhältst, deine Geschäfte […] zu machen“ (vgl. Jes 58,13) erkannte Gertrud, dass ein Mensch, der zuvor darüber nachdenkt, was er tun oder sagen wird, und seinen Drang zügelt, wenn er sieht, dass es keinen Nutzen bringt, einen dreifachen Gewinn daraus zieht.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt.
Denn jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben.
Meine Geliebten, meidet den Götzendienst!
Ich rede doch zu verständigen Menschen; urteilt selbst über das, was ich sage!
Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?
E i n Brot ist es.
„Ein Jünger steht nicht über dem Meister. Jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein“ (Lk 6,40). Die glücklichen Jünger waren dazu bestimmt, die geistlichen Führer und Lehrer der ganzen Welt zu sein. Sie mussten also mehr als die anderen einen beachtlichen Eifer an den Tag legen, vertrauter sein mit einer Lebensweise nach dem Evangelium und daran gewöhnt, jede Art guter Werke zu tun.
In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.