Der Tod Christi steht am Anfang vieler Bekehrungen zum Glauben. Durch die Macht eben dieses Herrn Jesus und dank seiner Güte brachte der kostbare Tod seiner Märtyrer und Heiligen eine große Schar von Christen hervor. Die christliche Religion konnte in der Tat niemals ausgelöscht werden, weder durch brutale Verfolgung noch durch die durch nichts zu rechtfertigende Ermordung Unschuldiger. Jedes Mal war die Folge ein umso größeres Wachstum.
Der heilige Johannes, der Christus taufte und dessen heiliges Martyrium wir heute feiern, ist dafür ein Beispiel. Herodes, dieser treulose König, wollte, um seinem Schwur treu zu bleiben, das Andenken an Johannes völlig aus der Erinnerung der Menschen löschen. Nun wurde aber Johannes nicht nur nicht vernichtet, sondern Tausende von Menschen ließen sich von seinem Beispiel entflammen und nahmen freudig um der Gerechtigkeit und der Wahrheit willen den Tod auf sich. […] Welcher Christ, der dieses Namens würdig ist, verehrt heute nicht Johannes, der den Herrn getauft hat? Überall auf der Welt feiern die Christen sein Andenken, alle Generationen preisen ihn selig, und seine Tugenden erfüllen die Kirche mit Wohlgeruch. Johannes hat nicht für sich selbst gelebt und ist nicht für sich selbst gestorben.
Quelle: Evangelizo