O Maria, Maria, du Tempel der Dreifaltigkeit, o Maria, Trägerin des Feuers, Maria, Spenderin der Barmherzigkeit, Maria, die du die göttliche Frucht hast keimen lassen! Maria, in gewissem Sinn Erlöserin der Menschheit! (Hat nicht das Leiden deines Fleisches im ewigen Wort die Welt erlöst?) Christus war Erlöser durch seine Passion; du durch den Schmerz des Leibes und der Seele.
O Maria! Ruhiges Meer, Spenderin des Friedens, Maria, fruchtbare Erde! Du bist der neue Baum, der die wohlriechende Blüte des göttlichen Wortes, den eingeborenen Sohn Gottes, getragen hat. In dich hinein, fruchtbare Erde, wurde das göttliche Wort gesät. Du bist zugleich Erde und Baum. O Maria, feuriger Wagen, du hast das verborgene, unter der Asche deiner Menschheit verhüllte Feuer getragen. […]
O Maria, süße Liebe, in dich hinein wurde das göttliche Wort geschrieben, das uns die Lehre des Lebens gibt; du bist die Tafel, auf der diese Lehre eingraviert ist. Sobald es in dir eingeprägt war, trug dieses Wort das Kreuz des heiligen Verlangens, als sei es ihm aufgepfropft. Kaum empfangen, war es von dem Verlangen erfüllt, für die Menschen zu sterben, um deren Heiles willen es Fleisch annahm. Und es war ein großes Kreuz, so lange ein Verlangen zu tragen, das es am liebsten sofort verwirklicht hätte.
Quelle: Evangelizo