Brüder, wir müssen darauf achten, dass das Wort aus dem Mund des Vaters, das durch die Jungfrau Maria zu uns gekommen ist, nicht leer zu ihm zurückkehrt (vgl. Jes 55,11), sondern dass wir ihm durch dieselbe Jungfrau immer wieder Dank sagen. Lasst uns also ohne Unterlass unseren Geist zum Vater erheben, solange wir uns darauf beschränken müssen, uns nach seiner Gegenwart zu sehnen. Lassen wir die Gnadenströme zu ihrer Quelle zurückfließen, damit sie noch reicher wieder von dort zurückkommen. […]
Ihr bewahrt den Herrn in eurem Geist: Seid also nicht stumm, schweigt nicht ihm gegenüber! Wer bereits in seiner Gegenwart lebt, braucht diese Ermahnung nicht […]; wer aber noch im Glauben lebt, muss dazu ermuntert werden, Gott nicht durch Schweigen zu antworten. Denn „Gott redet, Frieden verkündet der Herr seinem Volk“ (Ps 85,9), seinen Heiligen, die bei sich selbst Einkehr halten. Er hört auf alle, die auf ihn hören; er wird zu denen sprechen, die mit ihm sprechen. Sonst – wenn ihr schweigt und ihn nicht verherrlicht – wird auch er schweigen. Darum „schweigt nicht, und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem festigt und zum Lobpreis mache auf Erden“ (Jes 62,6-7 Vulg.). Denn der Lobpreis Jerusalems ist süß und schön. […]
Aber welche Gabe ihr auch immer Gott darbringt, denkt daran, sie Maria anzuvertrauen, damit die Gnade durch denselben Kanal, der sie uns gebracht hat, zu ihrer Quelle zurückfließt. […] Achtet gut darauf, dass ihr das Wenige, das ihr Gott anbieten könnt, durch die Hände Mariens darbringt, durch diese Hände, die so rein und würdig sind, dass Gott aus ihnen eure Gabe gern entgegennimmt.
Quelle: Evangelizo