Tagesevangelium

Samstag, 9 Oktober 2021 : Kommentar Papst Franziskus

Jungfrau und Mutter Maria, vom Heiligen Geist geführt nahmst du das Wort des Lebens auf, in der Tiefe deines demütigen Glaubens ganz dem ewigen Gott hingegeben. Hilf uns, unser „Ja“ zu sagen angesichts der Notwendigkeit, die dringlicher ist denn je, die Frohe Botschaft Jesu erklingen zu lassen. Du, von der Gegenwart Christi erfüllt, brachtest die Freude zu Johannes dem Täufer und ließest ihn im Schoß seiner Mutter frohlocken. Du hast, bebend vor Freude, den Lobpreis der Wundertaten Gottes gesungen. Du verharrtest standhaft unter dem Kreuz in unerschütterlichem Glauben und empfingst den freudigen Trost der Auferstehung, du versammeltest die Jünger in der Erwartung des Heiligen Geistes, damit die missionarische Kirche entstehen konnte. Erwirke uns nun einen neuen Eifer als Auferstandene, um allen das Evangelium des Lebens zu bringen, das den Tod besiegt. Gib uns den heiligen Wagemut, neue Wege zu suchen, damit das Geschenk der Schönheit, die nie erlischt, zu allen gelange. Du, Jungfrau des hörenden Herzens und des Betrachtens, Mutter der Liebe, Braut der ewigen Hochzeit, tritt für die Kirche ein, deren reinstes Urbild du bist, damit sie sich niemals verschließt oder still steht in ihrer Leidenschaft, das Reich Gottes aufzubauen. Stern der neuen Evangelisierung, hilf uns, dass wir leuchten im Zeugnis der Gemeinschaft, des Dienstes, des brennenden und hochherzigen Glaubens, der Gerechtigkeit und der Liebe zu den Armen, damit die Freude aus dem Evangelium bis an die Grenzen der Erde gelange und keiner Peripherie sein Licht vorenthalten werde. Mutter des lebendigen Evangeliums, Quelle der Freude für die Kleinen, bitte für uns. Amen. Halleluja!

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Samstag, 9 Oktober 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,27-28.

In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat. Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.

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Samstag, 9 Oktober 2021 : Psalm 97(96),1-2.5-6.11-12.

Der Herr ist König. Die Erde frohlocke. Freuen sollen sich die vielen Inseln. Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns. Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt. Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, seine Herrlichkeit schauen alle Völker. Ein Licht erstrahlt den Gerechten und Freude den Menschen mit redlichem Herzen. Ihr Gerechten, freut euch am Herrn, und lobt seinen heiligen Namen!

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Samstag, 9 Oktober 2021 : Buch Joel 4,12-21.

So spricht der Herr: Die Völker sollen aufbrechen und heraufziehen zum Tal Joschafat. Denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Völker ringsum. Schwingt die Sichel, denn die Ernte ist reif. Kommt, tretet die Kelter, denn sie ist voll, die Tröge fließen über. Denn ihre Bosheit ist groß. Getöse und Getümmel herrscht im Tal der Entscheidung; denn der Tag des Herrn ist nahe im Tal der Entscheidung. Sonne und Mond verfinstern sich, die Sterne halten ihr Licht zurück. Der Herr brüllt vom Zion her, aus Jerusalem dröhnt seine Stimme, so dass Himmel und Erde erbeben. Doch für sein Volk ist der Herr eine Zuflucht, er ist eine Burg für Israels Söhne. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin und dass ich auf dem Zion wohne, meinem heiligen Berg. Jerusalem wird heilig sein, Fremde werden nie mehr hindurchziehen. An jenem Tag triefen die Berge von Wein, die Hügel fließen über von Milch und in allen Bächen Judas strömt Wasser. Eine Quelle entspringt im Haus des Herrn und tränkt das Schittim-Tal. Ägypten wird zur Wüste, Edom wird zur verödeten Steppe, wegen der Gewalttat an Judas Söhnen, in deren Land sie unschuldiges Blut vergossen. Juda aber bleibt für immer bewohnt und Jerusalem besteht von Geschlecht zu Geschlecht, ich erkläre ihr Blut für unschuldig, das ich vorher nicht für unschuldig erklärte, und der Herr wohnt auf dem Zion.

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Freitag, 8 Oktober 2021 : Kommentar Theodor von Studion

Meine Väter, Brüder und Kinder, ohne Unterlass stürzt sich der Feind in seiner Wut auf uns, aber ohne Unterlass wird er zurückgedrängt durch göttliche Macht. […] Wenn jemand dem Feind Raum schafft, nachdem er den Heiligen Geist zurückgewiesen hat, und den Fremden hereinlässt, der ihn lehrt, zu tun und zu sagen, wozu immer er Lust hat, dann wird er zu dessen Beute. Also sehen wir uns die Besonderheiten beider Kräfte in ihrer jeweiligen Tätigkeit an, und achten wir sorgfältig auf das, was folgt […]. Wer den Heiligen Geist hat, besitzt Freude, Friede, Langmut und Nächstenliebe. Er spricht Worte, süßer als Honig und milder als Bienenwachs, denn „aus der Fülle des Herzens“ wie unser Herr gesagt hat, „sprudeln sie hervor“ (vgl. Mt 12,34; Gal 5,22) und werden zur Erleuchtung und zum Trost für diejenigen, die sie empfangen. […] Wollt ihr wissen, was dem Widersacher eigen ist? […] Was bringt solch ein Herz anderes hervor als Wut, Bitterkeit, Verleumdung, Vorwürfe, Untreue, Feindseligkeit, Hass und Selbstgerechtigkeit, Widerspenstigkeit, Streitigkeit und Ungehorsam? Von einer solchen Seele sind Erleuchtung, Heiligung und Frömmigkeit geflohen; Demut, Reue und Geduld haben sie verlassen; Seufzer, Tränen und Klagen sind in ihr vertrocknet (vgl. Jes 35,10; 51,11 LXX) […]; vergessen ist die Freude an jenen Gütern, die man weder aussprechen, noch sehen, noch sich ausdenken kann: jene Güter, die für uns aufbewahrt sind im Himmelreich. […] Möge alles, was verabscheuungswürdig ist, von euch weichen, und alles, was wünschenswert ist, möge sich erfüllen und euch widerfahren in Christus Jesus, unserem Herrn, dem die Herrlichkeit und die Macht gehört mit dem Vater und dem Heiligen Geist, jetzt und immer und in Ewigkeit. Amen.

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Freitag, 8 Oktober 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,14-26.

In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

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Freitag, 8 Oktober 2021 : Psalm 9(9A),2-3.6.16.8-9.

Ich will dir danken, Herr, aus ganzem Herzen, verkünden will ich all deine Wunder. Ich will jauchzen und an dir mich freuen, für dich, du Höchster, will ich singen und spielen. Du hast die Völker bedroht, die Frevler vernichtet, ihren Namen gelöscht für immer und ewig. Völker versanken in der Grube, die sie selber gegraben; im Netz, das sie heimlich gelegt, hat ihr Fuß sich verfangen. Der Herr aber thront für ewig; er stellt seinen Thron auf zum Gericht. Er richtet den Erdkreis gerecht, er spricht den Völkern das Urteil, das sie verdienen.

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Freitag, 8 Oktober 2021 : Buch Joel 1,13-15.2,1-2.

Legt Trauer an und klagt, ihr Priester! Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer bleiben dem Haus eures Gottes versagt. Ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten und alle Bewohner des Landes beim Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn: Weh, was für ein Tag! Denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen. Auf dem Zion stoßt in das Horn, schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; denn es kommt der Tag des Herrn, ja, er ist nahe, der Tag des Dunkels und der Finsternis, der Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, kommt ein Volk, groß und gewaltig, wie es vor ihm noch nie eines gab und nach ihm keines mehr geben wird bis zu den fernsten Geschlechtern.

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Donnerstag, 7 Oktober 2021 : Kommentar Symeon der Neue Theologe

Der Schöpfer – achte gut darauf, was ich dir jetzt erklären werde! – wird den göttlichen Geist senden, ich sage nicht eine andere Seele als die, die du hast, sondern den Geist. Ich meine den, der von Gott kommt, der in dir atmen, in dir wohnen wird, der seinen Wohnsitz wesenhaft in dir errichten wird, der dich erleuchten und zum Leuchten bringen und dich ganz neu erschaffen wird, der dich aus Vergänglichem zu Unvergänglichem wandeln und das verfallene Haus – ich meine das Haus deiner Seele – wieder neu aufbauen wird: Und mit ihr wird er auch deinen ganzen Leib unvergänglich machen und dich vergöttlichen durch Gnade, deinem Vorbild ähnlich. O Wunder! O allen unbekanntes Geheimnis […], – unbekannt denen, die sich nicht um ein reines Herz bemüht haben, unbekannt denen, die nicht mit glühendem Herzen darum bitten, den göttlichen Geist zu empfangen, unbekannt denen, die nicht glauben, dass Gott auch jetzt noch denen den Heiligen Geist gewährt, die ihn suchen. Denn der Unglaube verdrängt und verscheucht den göttlichen Geist: Wer nicht glaubt, der bittet nicht; und wer nicht bittet, der empfängt auch nicht […] [Der Meister aller himmlischen und irdischen Wesen] hat uns den göttlichen Geist geschenkt, […] und dieser Geist, der Gott ist, gibt uns alle Güter.

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Donnerstag, 7 Oktober 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,5-13.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

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