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Brüder! Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so dass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.
Denen, die es wünschen, bin ich der Hirte und Meister; anderen dagegen, die nicht ihr Kreuz auf sich genommen haben, um mir nachzufolgen, bin ich zwar naturgemäß der Schöpfer und Gott, aber ich bin nicht ihr König, ich bin nicht ihr Führer, ganz und gar nicht. Sie sind in Wahrheit Kinder, Sklaven und Werkzeuge des Widersachers. Begreife diese furchtbaren Geheimnisse, sieh an ihre Gedankenlosigkeit, sieh und beklage sie, wenn du kannst, zu jeder Stunde. Wahrhaftig, wenn sie aus der Finsternis zum unvergänglichen Licht gerufen werden, vom Tod zum Leben, von der Hölle zum Himmel, vom Vorläufigen und Vergänglichen zur ewigen Herrlichkeit, dann werden sie zornig und wütend auf die, die sie unterweisen, und schmieden Ränke gegen sie. Lieber wollen sie sterben, als die Finsternis und die Werke der Finsternis zu verlassen, um mir zu folgen. […] Zwinge sie nicht, das zu tun, was du sie lehrst: Wiederhole ihnen einfach meine Worte und ermahne sie, sie zu befolgen als das, was ihnen das ewige Leben schenkt, und eben diese Worte werden aufstehen, wenn ich zum Gericht komme, und alle richten, jeden einzelnen nach seinem Verdienst, während du keine Verantwortung dafür trägst und nicht im geringsten dafür verurteilt wirst, denn du hast die Silbermünzen meiner Worte nicht verheimlicht, sondern alles, was du erhalten hast, an alle weitergegeben. Das ist es, was mir gefällt, das ist das Werk meiner Apostel und meiner Jünger, die nach meinen Geboten gehandelt haben: mich als Gott in der ganzen Welt zu verkünden, meinen Willen und meine Gebote zu lehren und sie den Menschen schriftlich zu hinterlassen. Bemühe also auch du dich, wie sie zu handeln und zu lehren. […] Strebe danach, dich selbst und diejenigen, die dir zuhören, zu retten, falls du auf der Erde einen Menschen findest, der Ohren hat zu hören, und deinen Worten zuhört!
In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.
Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Er hat mit seiner Rechten geholfen und mit seinem heiligen Arm. Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, freut euch, jubelt und singt!
Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen, das er durch seine Propheten im voraus verheißen hat in den heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Betrachten wir den Heiland, der in allem unser Vorbild ist, und dem wir aus Liebe folgen wollen. Was lehrt uns sein Leben? Er hat sich sozusagen mit der Armut vermählt. Er war Gott […] Dieser Gott nun wird Mensch, um uns zu sich zurückzuführen. Welchen Weg wählt er dazu? Den der Armut! Als das ewige Wort in diese Welt kam, wollte er, der König des Himmels und der Erde, in seiner göttlichen Weisheit alle einzelnen Umstände seiner Geburt, seines Leidens und Todes so anordnen, dass die Armut, die Verachtung der Güter dieser Welt dabei am meisten hervortritt. Selbst die ärmsten Menschenkinder werden sonst wenigstens unter einem Dach geboren. Er aber erblickte das Licht der Welt in einem Stall auf Stroh, „in einer Krippe“; denn für seine Mutter „war kein Platz in einer Herberge“ (Lk 2,7). In Nazareth führt er das verborgene Leben eines armen Handwerkers. „Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn?“ (Mt 13,55). Später im öffentlichen Leben hat er nichts, wohin er sein Haupt hinlegen konnte, wo „doch selbst die Füchse ihre Höhlen haben“ (Lk 9,58). Zur Stunde seines Todes wollte er seiner Kleider beraubt und nackt an das Kreuz geheftet werden. Er lässt die Schergen sich seines von seiner Mutter gewebten Gewandes bemächtigen; seine Freunde haben ihn verlassen; von seinen Jüngern sieht er nur den hl. Johannes bei sich. Doch seine Mutter wenigstens bleibt ihm? Nein, er übergibt sie seinem Jünger! „Siehe da, deine Mutter!“ Ist dies nicht die vollständigste Entblößung? Und doch findet er Mittel, auch diesen äußersten Grad der Entblößung noch zu übersteigen, bleiben ihm ja noch die himmlischen Freuden, die sein Vater in seine allerheiligste Menschheit überströmen lässt. Er verzichtet auch darauf, und nun verlässt ihn sozusagen auch der Vater: „Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verlassen!“ (Joh 19,27). Er bleibt ganz allein hängen zwischen Himmel und Erde! […] Wenn man Jesus betrachtet arm in der Krippe, in Nazareth, am Kreuze, wie er uns die Hände entgegenstreckt und sagt: „Es geschah für euch“, dann versteht man die „Torheiten“ aller Liebhaber der Armut. Wir sollten darum die Augen auf den göttlichen Armen von Bethlehem, Nazareth und Golgotha gerichtet halten!
In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz. Herr, wende dich uns doch endlich zu! Hab Mitleid mit deinen Knechten! Sättige uns am Morgen mit deiner Huld! Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage. Erfreue uns so viele Tage, wie du uns gebeugt hast, so viele Jahre, wie wir Unglück erlitten. Zeig deinen Knechten deine Taten und ihren Kindern deine erhabene Macht! Es komme über uns die Güte des Herrn, unsres Gottes. Lass das Werk unsrer Hände gedeihen, ja, lass gedeihen das Werk unsrer Hände!
Ich betete, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber soviel wie Lehm. Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. Zugleich mit ihr kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.
Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.