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So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres. Deine Nachkommen wären zahlreich wie der Sand und deine leiblichen Kinder wie seine Körner. Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.
„Ein Mann rang mit Jakob, bis die Morgenröte aufstieg […], und Jakob sprach zu ihm: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest“ (vgl. Gen 32,25.27). Für euch, meine Brüder, die ihr den Himmel erstürmen wollt und den Kampf aufgenommen habt mit dem Engel, der den Zugang zum Baum des Lebens bewachen sollte (vgl. Gen 3,24): Für euch ist es absolut notwendig, ausdauernd und hartnäckig zu kämpfen […], nicht nur, bis euer Hüftgelenk sich ausrenkt […], sondern bis zum Tod eures fleischlichen Seins. Das kann eurer Askese aber nur gelingen, wenn die Kraft Gottes euch berührt und euch diese Gnade gewährt […]. Hast du nicht den Eindruck, als würdest du mit dem Engel oder vielmehr mit Gott selbst kämpfen, wenn er sich tagtäglich deinen glühendsten Wünschen in den Weg stellt? […] Du schreist zu ihm, und er hört dich nicht. Du willst dich ihm nahen, und er weist dich zurück. Du triffst eine Entscheidung, und er lässt zu, dass das Gegenteil geschieht. So bekämpft er dich auf nahezu allen Ebenen in roher Manier. – O du verborgene Güte, mit Härte verkleidet, mit welcher Zärtlichkeit, Herr, bekämpfst du die, für die du kämpfst! Vergeblich „verbirgst du dies in deinem Herzen“: Ich weiß sehr wohl, dass du „alle liebst, die dich lieben“, und dass die Güte „die du bereithältst für alle, die dich fürchten“, grenzenlos ist (Ijob 10,13; vgl. Spr 8,17; Ps 31(30),20). Verzweifle also nicht, Bruder! Der du angetreten bist, mit Gott zu kämpfen, geh’ es mutig an! In Wirklichkeit hat er es gern, wenn du ihm Gewalt antust; er verlangt danach, dass du ihn besiegst. Selbst wenn er zürnt und den Arm erhebt, um zuzuschlagen, sucht er, wie er selbst sagt, einen Mann wie Mose, der ihm die Stirn zu bieten weiß. […] Jeremia versuchte zwar, ihm zu widerstehen, konnte aber seinen unerbittlichen Zorn und sein unbeugsames Urteil nicht zurückhalten. Daher brach er in Tränen aus und rief: „Herr, du hast mich gepackt und überwältigt“ (vgl. Jer 20,7).
Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!
Ich will dich rühmen, mein Gott und König, und deinen Namen preisen immer und ewig; Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. Danken sollen dir, Herr, all deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, sollen sprechen von deiner Macht. Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden und den herrlichen Glanz deines Königtums. Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht. Der Herr ist treu in all seinen Worten, voll Huld in all seinen Taten.
Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel! Ich selber werde dir helfen - Spruch des Herrn. Der Heilige Israels löst dich aus. Zu einem Dreschschlitten mache ich dich, zu einem neuen Schlitten mit vielen Schneiden. Berge wirst du dreschen und sie zermalmen, und Hügel machst du zu Spreu. Du worfelst sie, und es verweht sie der Wind, es zerstreut sie der Sturm. Du aber jubelst über den Herrn, du rühmst dich des Heiligen Israels. Die Elenden und Armen suchen Wasser, doch es ist keines da; ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, will sie erhören, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. Auf den kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen und Quellen inmitten der Täler. Ich mache die Wüste zum Teich und das ausgetrocknete Land zur Oase. In der Wüste pflanze ich Zedern, Akazien, Ölbäume und Myrten. In der Steppe setze ich Zypressen, Platanen und auch Eschen. Dann werden alle sehen und erkennen, begreifen und verstehen, dass die Hand des Herrn das alles gemacht hat, dass der Heilige Israels es erschaffen hat.
Sohn Gottes, verleihe mir deine bewunderungswürdige Gabe, damit ich die wunderbare Schönheit deiner geliebten Mutter preisen kann. Die Jungfrau hat ihren Sohn geboren und ihre Jungfräulichkeit bewahrt; sie hat den gestillt, der die Völker ernährt; in ihrem makellosen Schoß hat sie den getragen, der das Universum in seiner Hand trägt. Sie ist Jungfrau und Mutter: Was also ist sie nicht? Sie, deren Leib heilig, deren Seele ganz schön, deren Geist rein, deren Verstand gesund ist, deren Empfindungen vollkommen sind; sie, die keusch und treu, reinen Herzens und von allen Tugenden erfüllt ist. In Maria sollen sich alle jungfräulichen Herzen freuen, denn aus ihr wurde der geboren, der das Menschengeschlecht aus schrecklicher Sklaverei befreit hat. In Maria soll der alte Adam sich freuen, der von der Schlange verwundet wurde. Maria schenkt Adam einen Nachkommen, durch den er die verfluchte Schlange zertreten kann und der ihn von seiner tödlichen Wunde heilt (vgl. Gen 3,15). Die Priester sollen sich in der gesegneten Jungfrau freuen, denn sie hat den Hohepriester geboren, der selbst zum Opfer wurde und so den Opfern des Alten Bundes ein Ende gesetzt hat. In Maria sollen sich alle Propheten freuen, denn in ihr haben sich ihre Visionen erfüllt, ihre Prophezeiungen verwirklicht und ihre Weissagungen bestätigt. Schließlich sollen sich alle Patriarchen in ihr freuen, denn sie hat den Segen empfangen, der ihnen verheißen wurde. Maria hat sie in ihrem Sohn zur Vollkommenheit geführt. […] Maria ist der neue Baum des Lebens, der den Menschen anstelle der bitteren Frucht, die Eva gepflückt hatte, eine überaus süße Frucht gibt, von der sich die ganze Welt ernährt.
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.
Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Er hat mit seiner Rechten geholfen und mit seinem heiligen Arm. Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, freut euch, jubelt und singt!
Gepriesen sei Gott, der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt; wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben.
Nachdem Adam von Baum gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen. Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen. Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse. Adam nannte seine Frau Eva - Leben -, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.