Tagesevangelium

Donnerstag, 25. August : Hl. Bernhard von Clairvaux

Wann kam der Erlöser? Nicht am Anfang, auch nicht in der Mitte, sondern am Ende der Zeit. Und das geschah nicht ohne Grund. Die göttliche Weisheit, die ja wusste, dass die Kinder Adams zur Undankbarkeit neigen, verfügte sehr weise, dass sie ihnen erst dann Rettung bringen würde, wenn ihre Not am allergrößten wäre. Wahrhaftig, „schon wurde es Abend, und der Tag neigte sich“, die „Sonne der Gerechtigkeit“ war fast untergegangen (vgl. Lk 24,29; Mal 3,20); sie verbreitete nur noch einen schwachen Schein und wenig Wärme auf der Erde. In der Tat war das Licht der Gotteserkenntnis viel schwächer geworden und die Liebe war erkaltet, da die Gesetzlosigkeit überhandgenommen hatte (vgl. Mt 24,12). Erscheinungen von Engeln gab es nicht mehr, auch keine Weissagungen von Propheten: Sie hatten aufgehört, gleichsam überwältigt von Hoffnungslosigkeit angesichts der extremen Halsstarrigkeit und Verstocktheit der Menschen. In diesem Moment nun sprach der Sohn: „Darum sage ich: Ja, ich komme“ (Ps 40(39),8). Ja, zu der Stunde, da tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab (vgl. Weish 18,14–15). Der Apostel Paulus drückt es so aus: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn“ (Gal 4,4).

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Donnerstag, 25. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 24,42-51.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zu essen brauchen? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Amen, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht!, und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

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Donnerstag, 25. August : ps 145(144),2-3.4-5.6-7.

Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben auf immer und ewig. Groß ist der HERR und hoch zu loben, unerforschlich ist seine Größe. Geschlecht um Geschlecht rühme deine Werke, deine machtvollen Taten sollen sie künden. Den herrlichen Glanz deiner Hoheit und deine Wundertaten will ich besingen. Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten; ich will von deinen großen Taten berichten. Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken und über deine Gerechtigkeit jubeln.

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Donnerstag, 25. August : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,1-9.

Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, - an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige mit allen, die den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, überall anrufen, bei ihnen und bei uns. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Ich danke Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, so dass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn, wartet. Er wird euch auch festigen bis ans Ende, so dass ihr schuldlos dasteht am Tag Jesu, unseres Herrn. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

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Mittwoch, 24. August : Hl. Petrus Damiani

Die kostbaren Perlen, die der heilige Johannes betrachtete, wie er uns in der Offenbarung berichtet, sind die Apostel, und aus ihnen sind die Tore des himmlischen Jerusalem erbaut (vgl. Offb 21,21). […] Wenn nämlich die Apostel durch Zeichen oder Wunder das Licht Gottes aufstrahlen lassen, öffnen sie dadurch den zum christlichen Glauben bekehrten Völkern tatsächlich den Zugang zur himmlischen Herrlichkeit Jerusalems. Und jeder, der durch sie gerettet wird, tritt ins Leben ein wie ein Reisender, der ein Tor durchschreitet. […] Von ihnen spricht auch der Prophet, wenn er fragt: „Wer sind die, die heranfliegen wie Wolken?“ (vgl. Jes 60,8). Diese Wolken verdichten sich zu Wasser, wenn sie das Erdreich unseres Herzens mit dem Regen ihrer Lehre tränken, um es fruchtbar zu machen und gute Werke darin keimen zu lassen. Bartholomäus, dessen Fest wir heute feiern, bedeutet im Aramäischen wörtlich: Sohn dessen, der Wasser trägt. Er ist ein Sohn jenes Gottes, der den Geist seiner Verkünder zur Betrachtung der himmlischen Wahrheiten erhebt, so dass sie Gottes Wort wie Regen in unsere Herzen eingießen können, wirksam und überreich. Sie trinken also das Wasser aus der Quelle, um es dann auch uns zu trinken zu geben.

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Mittwoch, 24. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,45-51.

In jener Zeit traf Philippus Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

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Mittwoch, 24. August : ps 145(144),10-11.12-13ab.17-18.

Danken sollen dir, HERR, all deine Werke, deine Frommen sollen dich preisen. Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden, von deiner Macht sollen sie sprechen. Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden und den herrlichen Glanz deines Königtums. Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht. Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, voll Huld in all seinen Werken. Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

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Dienstag, 23. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 23,23-26.

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen. Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt. Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.

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Dienstag, 23. August : ps 96(95),10.11-12.13ab.

Verkündet bei den Nationen: Der HERR ist König! Fest ist der Erdkreis gegründet, er wird nicht wanken. Er richtet die Völker so, wie es recht ist. Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke, es brause das Meer und alles, was es erfüllt. Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst. Jubeln sollen alle Bäume des Waldes. vor dem Herrn, wenn er kommt, wenn er kommt, um die Erde zu richten. wenn er kommt, um die Erde zu richten.

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Dienstag, 23. August : Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 2,1-3a.14-17.

Brüder, wir schreiben euch über die Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, und unsere Vereinigung mit ihm und bitten euch: Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da. Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Dazu hat er euch durch unser Evangelium berufen; ihr sollt nämlich die Herrlichkeit Jesu Christi, unseres Herrn, erlangen. Seid also standhaft, Brüder, und haltet an den Überlieferungen fest, in denen wir euch unterwiesen haben, sei es mündlich, sei es durch einen Brief. Jesus Christus aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns seine Liebe zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat, tröste euch und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort.

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