Tagesevangelium

Sonntag, 28. August : ps 68(67),4-5ab.6-7.10-11.

Die Gerechten freuen sich, sie jubeln vor Gott und jauchzen in Freude. Singt für Gott, spielt seinem Namen; Erhebt ihn, der durch die Steppen einherfährt! Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Gott bringt Verlassene heim, führt Gefangene hinaus in das Glück; doch Aufsässige müssen wohnen im dürren Land. Gott, du ließest Regen strömen in Fülle über dein verschmachtendes Erbland, das du selbst gegründet. Dein Geschöpf fand dort Wohnung; Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen.

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Sonntag, 28. August : Buch Jesus Sirach 3,17-18.20.28-29.

Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst geliebt werden von anerkannten Menschen! Je größer du bist, umso mehr demütige dich und du wirst vor dem Herrn Gnade finden! Denn groß ist die Macht des Herrn, von den Demütigen wird er gerühmt. Es gibt keine Heilung für das Unglück des Hochmütigen, denn eine Pflanze der Bosheit hat in ihm Wurzel geschlagen. Das Herz eines Verständigen wird einen Sinnspruch überdenken und das Ohr des Zuhörers ist die Sehnsucht des Weisen.

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Samstag, 27. August : Hl. Pater Pio von Pietrelcina

„Meine Brüder, lasst uns endlich anfangen, denn bis jetzt haben wir nichts fertiggebracht.“ An sich selbst richtete der heilige Franziskus diese Ermahnung; machen wir sie uns demütig zu eigen. Es ist wahr: Wir haben noch nichts oder nur sehr wenig getan! Die Jahre sind vergangen, ohne dass wir uns gefragt hätten, was wir daraus hätten machen können; gab es denn in unserer Lebensführung nichts zu ändern, zu ergänzen oder auszumerzen? Wir haben unbekümmert dahingelebt, als ob der Tag niemals kommen würde, an dem der ewige Richter uns zu sich rufen wird und wir Rechenschaft ablegen müssen über unsere Taten und darüber, was wir mit unserer Zeit angefangen haben. Vergeuden wir nicht unsere Zeit! Was wir heute tun können, sollten wir nicht auf morgen verschieben: Die Gräber quellen über von guten Vorsätzen. Und überhaupt: Wer kann denn sagen, ob wir morgen noch am Leben sein werden? Hören wir auf die Stimme unseres Gewissens; es ist die Stimme des Propheten: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht euer Herz“ (vgl. Ps 95(94),7–8 LXX). Wir besitzen nur den gegenwärtigen Augenblick: Seien wir also wachsam und leben wir ihn wie einen Schatz, der uns anvertraut wurde. Die Zeit gehört uns nicht; vergeuden wir sie nicht.

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Samstag, 27. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 25,14-30.

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

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Samstag, 27. August : ps 33(32),12-13.14-15.20-21.

Selig die Nation, deren Gott der HERR ist, das Volk, das er sich zum Erbteil erwählt hat. Der HERR blickt herab vom Himmel, er sieht alle Menschen. Von seinem Thronsitz schaut er nieder auf alle Bewohner der Erde. Der ihre Herzen gebildet hat, er achtet auf all ihre Taten. Unsre Seele hofft auf den HERRN; er ist unsre Hilfe und unser Schild. Ja, an ihm freut sich unser Herz, wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.

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Samstag, 27. August : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,26-31.

Seht auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

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Freitag, 26. August : Hl. Ephräm

Der Herr hat uns gesagt: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn“, um damit jede Frage nach dem Zeitpunkt seiner Wiederkehr abzuwehren: „Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren“ (Mt 24,36; Apg 1,7). Er hat uns dies verborgen, damit wir wachen und ein jeder von uns denken kann, diese Wiederkunft würde während seiner Lebenszeit geschehen. […] Wacht also, denn wenn der Leib schläft, beherrscht uns die Natur, und unser Tun wird dann nicht durch unseren Willen geleitet, sondern durch die Kraft der Natur. Und wenn auf der Seele eine schwere Benommenheit aus Schwäche und Traurigkeit lastet, dann ist es der Feind, der sie beherrscht und sie gegen ihren Willen führt. […] Deshalb hat unser Herr von der Wachsamkeit der Seele und des Leibes gesprochen, damit weder der Leib in bleiernem Schlaf, noch die Seele in Abgestumpftheit dahindämmere. Wie auch die Schrift sagt: „Werdet nüchtern, wie es sich gehört“ (1 Kor 15,34) und „Ich wachte auf und bin noch immer bei dir“ (vgl. Ps 138(139),18 LXX) und „Verzagt nicht“ (vgl. Eph 3,13). […] „Fünf von ihnen“, sagt der Herr, „waren töricht, und fünf waren klug.“ Nicht ihre Jungfräulichkeit ist es, die er als klug bezeichnet, denn sie alle waren Jungfrauen, sondern ihre guten Werke. Wenn deine Keuschheit der Heiligkeit der Engel gleichen sollte, so beachte, dass die Heiligkeit der Engel auch frei von Neid und jedem anderen Übel ist. Wenn du also nicht der Unreinheit wegen getadelt wirst, dann sei wachsam, dass du nicht der Unbeherrschtheit oder des Zornes wegen getadelt werden musst. […] „Legt euren Gürtel nicht ab“, damit die Keuschheit uns entlaste. „Lasst eure Lampen brennen“ (Lk 12,35), denn die Welt ist wie die Nacht: Sie bedarf des Lichtes der Gerechten. „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Mt 5,16).

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Freitag, 26. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 25,1-13.

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

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Freitag, 26. August : ps 33(32),1-2.4-5.10-11.

Jubelt im Herrn, ihr Gerechten, den Redlichen ziemt der Lobgesang. Preist den Herrn mit der Zither, spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe! Das Wort des HERRN ist redlich, all sein Tun ist verlässlich. Er liebt Gerechtigkeit und Recht, erfüllt von der Huld des HERRN ist die Erde. Der Herr vereitelt die Beschlüsse der Heiden, er macht die Pläne der Völker zunichte. Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens durch alle Geschlechter.

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Freitag, 26. August : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,17-25.

Brüder! Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird. Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden. Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

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