Tagesevangelium

Freitag, 11. November : ps 119(118),1-2.10-11.17-18.

Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist, die leben nach der Weisung des Herrn. Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen und ihn suchen von ganzem Herzen. Ich suche dich von ganzem Herzen. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten! Ich berge deinen Spruch im Herzen, damit ich gegen dich nicht sündige. Herr, tu deinem Knecht Gutes, erhalt mich am Leben! Dann will ich dein Wort befolgen. Öffne mir die Augen für das Wunderbare an deiner Weisung!

weiterlesen

Donnerstag, 10. November : Nachfolge Christi

„Das Reich Gottes ist in euch“, spricht der Herr (Lk 17,20f.). Kehre dich aus ganzem Herzen zum Herrn, lasse diese elende Welt, und deine Seele wird Ruhe finden. Verschmähe, was äußerlich ist, gib dich dem Inneren hin, und du wirst sehen, das Reich Gottes wächst in dir. „Das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geiste“ (Röm 14,17) und kein Geschenk an die Gottlosen. Christus kommt zu dir und reicht dir seinen Trost, wenn du ihm dein Inneres zu einer würdigen Wohnung bereitest. All sein Ruhm und Glanz stammt von innen, das Innere ist seine Lust. Er weilt gern bei unserem inneren Menschen, Zwiesprache zu pflegen, zu trösten, zu befriedigen und wundersam vertraut zu sein. Eia, gläubige Seele, richte diesem Gemahl dein Herz, so oft er zu dir kommen und in dir wohnen will. Er spricht: „Wenn einer mich liebt, wird er mein Wort halten. Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ (Joh 14,23).

weiterlesen

Donnerstag, 10. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 17,20-25.

In jener Zeit als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch. Er sagte zu den Jüngern: Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben. Und wenn man zu euch sagt: Dort ist er! Hier ist er!, so geht nicht hin, und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen. Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.

weiterlesen

Donnerstag, 10. November : ps 146(145),6-7.8-9ab.9cd-10.

Der Herr hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alle Geschöpfe; er hält ewig die Treue. Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht. Der Herr liebt die Gerechten, doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre. Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.

weiterlesen

Mittwoch, 9. November : Hl. Aelred von Rievaulx

Wir haben oft gehört, dass Mose, nachdem er das Volk Israel aus Ägypten herausgeführt hatte, in der Wüste – dank der Gaben der Söhne Jakobs – einen Tabernakel baute, ein Zeltheiligtum. […] Man muss genau hinschauen, denn all das geschah, wie der Apostel Paulus sagt, als ein Beispiel für uns (vgl. 1 Kor 10,6). […] Ihr, meine Brüder, seid jetzt der Tabernakel Gottes, der Tempel Gottes, wie der Apostel erklärt: „Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr“ (1 Kor 3,17). Ihr seid der Tempel, in dem Gott ewig herrschen wird, ihr seid sein Zelt, weil er mit euch auf dem Weg ist; in euch dürstet er, in euch hungert er. Dieses Zelt wird jetzt noch […] durch die Wüste dieses Lebens getragen, bis wir das Land der Verheißung erreichen. Dann wird das Zelt zum Tempel und der wahre Salomo wird es „sieben Tage lang und nochmals sieben Tage“ (vgl. 1 Kön 8,65) einweihen. Diese zwei mal sieben Tage bedeuten die doppelte Ruhe […]: die Unsterblichkeit des Leibes und die Glückseligkeit der Seele. In der Zwischenzeit aber muss jeder, müssen wir alle – wenn wir wahre Kinder Israels im Geiste sind, wenn wir geistigerweise aus Ägypten ausgezogen sind –, Gaben zum Aufbau des Tabernakels darbringen […], denn „jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so“ (vgl. 1 Kor 7,7). […] Alles sei also allen gemeinsam. […] Keiner soll das Charisma, das er von Gott erhalten hat, als sein Eigentum betrachten; keiner soll seinen Bruder um ein Charisma beneiden, das jener erhalten hat. Jeder betrachte vielmehr das, was sein ist, als das, was allen seinen Brüdern gehört, und zögere nicht, das, was seinem Bruder gehört, als das Seine zu betrachten. Nach seinem barmherzigen Ratschluss handelt Gott mit uns so, dass jeder den anderen braucht: Was der eine nicht hat, kann er in seinem Bruder finden. […] „So sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören“ (Röm 12,5).

weiterlesen

Mittwoch, 9. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 2,13-22.

Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

weiterlesen

Mittwoch, 9. November : ps 46(45),2-3.5-6.8-9.

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten. Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres. Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung. Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken; Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg. Kommt und schaut die Taten des Herrn, der Furchtbares vollbringt auf der Erde.

weiterlesen

Dienstag, 8. November : Hl. Augustinus

Bevor der Herr Jesus kam, setzten die Menschen die Ehre in sich selbst; da kam jener Mensch, damit die Ehre des Menschen gemindert und die Ehre Gottes vermehrt würde. Denn er kam ohne Sünde und fand alle in der Sünde. Wenn er so kam, um die Sünden zu vergeben, so muss Gott Gnade üben, der Mensch bekennen. Denn das Bekenntnis des Menschen ist die Niedrigkeit des Menschen, die Erbarmung Gottes ist die Erhabenheit Gottes. Wenn er also kam, dem Menschen die Sünden zu erlassen, so muss der Mensch seine Niedrigkeit anerkennen und Gott sein Erbarmen zeigen. „Er muss wachsen, ich aber abnehmen“, d. h. er muss geben, ich aber empfangen; er muss verherrlicht werden, ich aber bekennen. Es erkenne der Mensch seine Stellung und bekenne Gott und höre den Apostel, wie er zu dem hochfahrenden und übermütigen Menschen, der sich erheben möchte, sagt: „Was hast du denn, was du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen“ (1 Kor 4,7). Es erkenne also der Mensch, dass er empfangen hat, er, der sein nennen wollte, was ihm nicht gehört, und verdemütige sich; denn es ist gut für ihn, dass Gott in ihm verherrlicht wird. Er soll in sich selbst abnehmen, damit er in Gott zunehme.

weiterlesen

Dienstag, 8. November : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 17,7-10.

In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

weiterlesen

Dienstag, 8. November : ps 37(36),3-4.18.23.27.29.

Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, bleib wohnen im Land und bewahre Treue! Freu dich innig am Herrn! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt. Der Herr kennt die Tage der Bewährten, ihr Erbe hat ewig Bestand. Der Herr festigt die Schritte des Mannes, er hat Gefallen an seinem Weg. Meide das Böse und tu das Gute, so bleibst du wohnen für immer. Die Gerechten werden das Land besitzen und darin wohnen für alle Zeiten.

weiterlesen