Tagesevangelium

Montag, 16. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 2,18-22.

Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten. Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

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Montag, 16. Januar : ps 110(109),1-2.3.4-5.

So spricht der Herr zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße. Das Zepter deiner Macht streckt der HERR aus vom Zion her: Herrsche inmitten deiner Feinde! Dich umgibt Herrschaft am Tag deiner Macht, im Glanz des Heiligtums. Ich habe dich aus dem Schoß gezeugt vor dem Morgenstern. Der HERR hat geschworen und nie wird es ihn reuen: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks. Der HERR steht dir zur Rechten; er zerschmettert Könige am Tag seines Zornes.

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Montag, 16. Januar : Brief an die Hebräer 5,1-10.

Jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der Schwachheit unterworfen ist; deshalb muss er für sich selbst ebenso wie für das Volk Sündopfer darbringen. Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks. Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus seiner Angst befreit worden. Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden. Und wurde von Gott angeredet als «Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks».

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Sonntag, 15. Januar : Hl. Faustina Kowalska

O unbegreifliche Güte Gottes, Du beschirmst uns auf jedem Schritt. Deiner Barmherzigkeit möge unaufhörlich Ehre erwiesen werden, denn Du hast Dich nicht mit den Engeln verbrüdert, sondern mit den Menschen. Das ist das geheimnisvolle Wunder Deiner Barmherzigkeit. Unsere ganze Zuversicht ist in Dir, Jesus Christus, unserem erstgeborenen Bruder, dem wahren Gott und wahren Menschen. Mein Herz bebt in Freude, wenn ich sehe, wie gut Gott zu uns elenden, undankbaren Menschen ist; und als Beweis Seiner Liebe gibt Er uns ein unbegreifliches Geschenk – Sich Selbst in der Person Seines Sohnes. Dieses Geheimnis der Liebe werden wir in Ewigkeit nicht ausschöpfen. O Menschheit, weshalb denkst du so wenig daran, dass Gott wahrhaftig unter uns ist. O Lamm Gottes, ich weiß nicht, was ich zuerst in Dir bewundern soll: Deine Sanftmut, Deine Verborgenheit und Abzehrung für den Menschen oder das immerwährende Wunder Deiner Barmherzigkeit, das Seelen umwandelt und zum ewigen Leben erweckt. Obwohl Du so verborgen bist, enthüllt sich Deine Allmacht hier stärker, als bei der Erschaffung des Menschen; die Allmacht Deiner Barmherzigkeit wirkt in der Rechtfertigung des Sünders, aber das Wirken ist still und verborgen.

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Sonntag, 15. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,29-34.

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

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Sonntag, 15. Januar : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,1-3.

Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, - an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige mit allen, die den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, überall anrufen, bei ihnen und bei uns. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

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Sonntag, 15. Januar : ps 40(39),2.4ab.7-8.9-10.

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien. Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag’ ich im Herzen. Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

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Sonntag, 15. Januar : Buch Jesaja 49,3.5-6.

Der Herr sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will. Jetzt aber hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt und mein Gott war meine Stärke. Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

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Samstag, 14. Januar : Hl. Hildegard von Bingen

O Feuer des Heiligen Geistes, Lobpreis sei dir, der du wirkst unter Pauken- und Zitherklang. Wenn Du der Menschen Geist entflammst, Dann wird der Tabernakel ihrer Seele von deiner Kraft erfüllt. Dann erhebt sich der Wille und weckt den Appetit der Seele, Und das Verlangen nach Gott wird ihr Führer. Mit süßen Gesängen ruft dich die Klugheit Und baut dir Tempel der Weisheit, aus denen goldene Werke strömen. Stets trägst du das Schwert, um abzuschneiden, Was geprägt ist vom Frevel der Sündenfrucht. Wenn Wille und Verlangen sich im Nebel verlieren, Und die Seele ziellos umherflattert und wirbelt, Dann bist du, Heiliger Geist, das Band, das Wille und Verlangen zusammenhält. Reckt sich die Seele aber selbst empor, um des Bösen Pupille zu suchen, Und den Rachen der Ausschweifung zu erreichen, so prüfst du sie im Feuer, nach deinem Willen. Gleitet die Vernunft auf dem Abhang des Bösen dahin, Dann drückst und presst du sie und bringst sie durch allerlei Prüfungen zurück, nach deinem Willen. Und wagt es das Böse, sein Schwert gegen dich zu erheben, so wendest du dieses und stößt es ihm mitten ins Herz zurück, Wie du beim ersten gefallenen Engel getan, Dessen Turm des Hochmuts du hinabgeschmettert in die Tiefe der Hölle. Einen anderen Turm aber hast du aufgerichtet für Zöllner und Sünder, Die dir ihre Sünden und Missetaten bekennen. Darum preisen dich alle Geschöpfe, du Leben aller Wesen, Köstlichste Salbe, die du unsere klaffenden und eiternden Wunden In kostbare Edelsteine verwandelst! Und nun versammle uns alle gnädig in dir, Und lenke unsere Schritte auf den rechten Weg. Amen.

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Samstag, 14. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 2,13-17.

In jener Zeit ging Jesus wieder hinaus an den See. Da kamen Scharen von Menschen zu ihm, und er lehrte sie. Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, aßen viele Zöllner und Sünder zusammen mit ihm und seinen Jüngern; denn es folgten ihm schon viele. Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, dass er mit Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

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