Tagesevangelium

Dienstag, 31. Januar : ps 22(21),26-27.28.30ab.30c-32.

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten. Die Armen sollen essen und sich sättigen; den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer. Alle Enden der Erde sollen daran denken und werden umkehren zum Herrn: Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder. Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen. Meine Seele, sie lebt für ihn; mein Stamm wird ihm dienen. Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; denn er hat das Werk getan.

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Dienstag, 31. Januar : Brief an die Hebräer 12,1-4.

Brüder! Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren. Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet.

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Montag, 30. Januar : Hl. Charles de Foucauld

Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn er uns dies nicht sofort erlaubt oder wenn er es uns sogar nie erlaubt – mag dieses Verlangen auch völlig berechtigt, ganz seinen Ratschlägen entsprechend, seinem Herzen sehr wohlgefällig, von ihm selbst inspiriert sein! Sein Blick reicht nämlich weiter als der unsrige; und er will nicht nur unser Wohl, sondern das Wohl aller. Würden wir ihm tatsächlich Schritt für Schritt nachfolgen, dann würden wir damit vielleicht nur für unser eigenes Wohl oder für das Wohl einiger weniger sorgen; gehen wir aber dorthin, wohin er uns sendet, um seinen Willen zu tun – wenn wir dabei auch nur in der Seele mit ihm vereint sind, ohne den Trost, auch in unserem äußeren Leben so nahe bei ihm sein zu können –, so fördern wir womöglich das Wohl vieler. Der Herr zieht das allgemeine Wohl dem Wohl des Einzelnen vor, umso mehr, als das Wohl des Einzelnen auf diese Weise nicht nur ebenso gut, sondern sogar noch besser verwirklicht wird, als wenn man ihm buchstäblich nachfolgen würde. Denn dieses Wohl des Einzelnen kommt ja doch nur aus seiner Gnade, und er kann dem Gerasener, der fern von ihm predigt, doppelt so viele Gnaden schenken und ihn doppelt so heilig machen in diesem und im nächsten Leben, als wenn derselbe Gerasener an seiner Seite wandern und sein Leben teilen würde … […] Außerdem müssen wir nicht unbedingt annehmen, dass er uns für immer die Nachfolge verweigert … Vielleicht erlaubt Jesus dem Gerasener einige Monate oder ein paar Jahre später, sich den Aposteln anzuschließen … Hoffen wir immer – sofern es möglich ist –, das vollkommenste Leben schlechthin verwirklichen zu können; doch für den Moment lasst uns das Leben so, wie Jesus es uns beschert, das Leben, in dem er uns haben will, auf vollkommene Weise leben; lasst uns darin so leben, wie er selbst darin leben würde, wenn der Wille seines Vaters ihn dazu bewegen würde; lasst uns darin alles so tun, wie er es tun würde, wenn der Vater ihn an diesen Platz stellen würde, so wie er uns dorthin gestellt hat. Die wahre Vollkommenheit besteht nämlich darin, den Willen Gottes zu tun …

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Montag, 30. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 5,1-20.

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger an das andere Ufer des Sees, in das Gebiet von Gerasa. Als er aus dem Boot stieg, lief ihm ein Mann entgegen, der von einem unreinen Geist besessen war. Er kam von den Grabhöhlen, in denen er lebte. Man konnte ihn nicht bändigen, nicht einmal mit Fesseln. Schon oft hatte man ihn an Händen und Füßen gefesselt, aber er hatte die Ketten gesprengt und die Fesseln zerrissen; niemand konnte ihn bezwingen. Bei Tag und Nacht schrie er unaufhörlich in den Grabhöhlen und auf den Bergen und schlug sich mit Steinen. Als er Jesus von weitem sah, lief er zu ihm hin, warf sich vor ihm nieder und schrie laut: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! Jesus hatte nämlich zu ihm gesagt: Verlass diesen Mann, du unreiner Geist! Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Mein Name ist Legion; denn wir sind viele. Und er flehte Jesus an, sie nicht aus dieser Gegend zu verbannen. Nun weidete dort an einem Berghang gerade eine große Schweineherde. Da baten ihn die Dämonen: Lass uns doch in die Schweine hineinfahren! Jesus erlaubte es ihnen. Darauf verließen die unreinen Geister den Menschen und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See. Es waren etwa zweitausend Tiere, und alle ertranken. Die Hirten flohen und erzählten alles in der Stadt und in den Dörfern. Darauf eilten die Leute herbei, um zu sehen, was geschehen war. Sie kamen zu Jesus und sahen bei ihm den Mann, der von der Legion Dämonen besessen gewesen war. Er saß ordentlich gekleidet da und war wieder bei Verstand. Da fürchteten sie sich. Die, die alles gesehen hatten, berichteten ihnen, was mit dem Besessenen und mit den Schweinen geschehen war. Darauf baten die Leute Jesus, ihr Gebiet zu verlassen. Als er ins Boot stieg, bat ihn der Mann, der zuvor von den Dämonen besessen war, bei ihm bleiben zu dürfen. Aber Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte: Geh nach Hause, und berichte deiner Familie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt hat. Da ging der Mann weg und verkündete in der ganzen Dekapolis, was Jesus für ihn getan hatte, und alle staunten.

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Montag, 30. Januar : ps 31(30),20.21.22-23ab.23cd-24.

Wie groß ist deine Güte, Herr, die du bereithältst für alle, die dich fürchten und ehren; du erweist sie allen, die sich vor den Menschen zu dir flüchten. Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts vor dem Toben der Menschen. Wie unter einem Dach bewahrst du sie vor dem Gezänk der Zungen. Gepriesen sei der Herr, der wunderbar an mir gehandelt und mir seine Güte erwiesen hat zur Zeit der Bedrängnis. Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Liebt den Herrn, all seine Frommen! Seine Getreuen behütet der Herr, doch den Hochmütigen vergilt er ihr Tun mit vollem Maß.

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Montag, 30. Januar : Brief an die Hebräer 11,32-40.

Brüder! Was soll ich noch aufzählen? Die Zeit würde mir nicht reichen, wollte ich von Gideon reden, von Barak, Simson, Jiftach, David und von Samuel und den Propheten; sie haben aufgrund des Glaubens Königreiche besiegt, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft, Feuersglut gelöscht; sie sind scharfen Schwertern entgangen; sie sind stark geworden, als sie schwach waren; sie sind im Krieg zu Helden geworden und haben feindliche Heere in die Flucht geschlagen. Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung zurückerhalten. Einige nahmen die Freilassung nicht an und ließen sich foltern, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. Andere haben Spott und Schläge erduldet, ja sogar Ketten und Kerker. Gesteinigt wurden sie, verbrannt, zersägt, mit dem Schwert umgebracht; sie zogen in Schafspelzen und Ziegenfellen umher, Not leidend, bedrängt, misshandelt. Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in den Höhlen und Schluchten des Landes. Doch sie alle, die aufgrund des Glaubens von Gott besonders anerkannt wurden, haben das Verheißene nicht erlangt, weil Gott erst für uns etwas Besseres vorgesehen hatte; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.

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Sonntag, 29. Januar : Sel. Columba Marmion

Wer sind jene, die unser Heiland „arm im Geiste“ nennt? Diejenigen, welche nicht Besitzer sind weder im Geiste noch im Herzen noch im Willen, die nichts wollen außer von Gott. Jeden Tag legen sie zu Christi Füßen ihr Urteil, ihre Anschauungsweise, ihren Willen, kurz alles nieder; sie sagen ihm: Ich will von mir aus nichts haben, ich will nur besitzen, was von dir kommt, nur das tun, was von Ewigkeit her du, das Wort Gottes, für mich beschlossen hast, nämlich das göttliche Ideal für mich zu verwirklichen, das ich in dir finde. […] [Wir] sollten versuchen, durch das Gebet und einen immer auf unser Vorbild gerichteten Blick all unsere Tätigkeit vom Übernatürlichen leiten zu lassen, auf dass der Name des Vaters geheiligt werde, sein Reich komme, sein Wille geschehe. Und so wird unser ganzes Leben vergöttlicht sein. So wird unser ganzes Leben in der Rückkehr zu Gott ein fortdauernder Lobgesang und unserm himmlischen Vater höchst wohlgefällig sein. Erleuchtet, beraten, geeint durch sein Wort und seinen Geist, kurz „vom Geiste Gottes geleitet“ (Röm 8,14) können wir in Wahrheit sagen: „Gott leitet mich“ und mit dem Psalmisten hinzufügen: „Nichts wird mir mangeln“ (Ps 22,1). Wenn der Vater alsdann in uns nur erblickt, was von ihm, von der Gnade seines Sohnes und von der Eingebung des Heiligen Geistes kommt, wenn er uns seinem Wunsche gemäß in allem mit seinem Sohne vereint sieht, so umfängt er uns mit demselben Wohlgefallen, das er seinem eigenen Sohne entgegenbringt, und überhäuft uns mit den unerschöpflichen Gnadenschätzen seines Reiches. Unsere Aufgabe war es, uns von uns selbst loszulösen, um uns durch Christus zu Gott führen zu lassen. […] Alle Segnungen, mit welchen der Sohn überreich bedacht ist, werden auch unser Anteil und unser Erbe […]. Gott überlässt dem Nichts ihres angeblichen Reichtums diejenigen, welche wähnen zu besitzen und satt in sich selbst ruhen; die Armut aber, die nur auf ihn hofft, überhäuft seine unendliche Barmherzigkeit mit Gütern von oben.

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Sonntag, 29. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,1-12a.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

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Sonntag, 29. Januar : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,26-31.

Seht auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

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Sonntag, 29. Januar : ps 146(145),5.7.8-9ab.9cd-10.

Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist und der seine Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, setzt. Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht. Der Herr liebt die Gerechten, doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre. Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.

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