Tagesevangelium

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Johannes Cassianus

Die göttliche Schrift ruft unsere Freiheit je nach dem Zustand und Maß einer jeden Seele zu verschiedenen Graden an Vollkommenheit. Denn es konnte ja nicht allen die gleiche Krone der Vollendung angeboten werden, weil ja auch nicht alle die gleiche Tugend, den gleichen Willen und Eifer haben, und deshalb lehrt das göttliche Wort gleichsam verschiedene Stufen und Maße der Vollkommenheit.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,1-12a

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

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Erster Johannesbrief 3,1-3

Schwestern und Brüder! Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

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Psalmen 24(23),1-2.3-4.5-6

Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. Denn er hat ihn auf Meere gegründet, ihn über Strömen befestigt. Wer darf hinaufziehn zum Berg des HERRN,

wer darf stehn an seiner heiligen Stätte? Der unschuldige Hände hat und ein reines Herz, der seine Seele nicht an Nichtiges hängt und keinen trügerischen Eid geschworen hat.

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Buch der Offenbarung 7,2-4.9-14

Ich, Johannes, sah vom Aufgang der Sonne her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu und sprach: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben! Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren.

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Hl. Gregor der Große

Manchmal strengen wir uns an, in einer Tugend zu wachsen und bestimmte Gnaden zu erlangen. Andere jedoch werden uns verwehrt, und schon befinden wir uns in tiefer Niedergeschlagenheit.

Es gibt in der Tat keinen Menschen, der jede Tugend, die er möchte, erlangt, weil der allmächtige Gott die Herzen prüft und sogar dem geistlichen Fortschritt eine Grenze setzt.

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