Wer ein Freund Gottes ist und ihn liebt, wer ihn als unantastbaren Schatz alles Guten in sich trägt, der nimmt Beleidigungen und Demütigungen mit unsagbarer Freude und Glückseligkeit auf (vgl. Mt 5,10-12). Er verdoppelt seine Liebe, und zwar seine aufrichtige Liebe, denen gegenüber, [.<!--more-->..] die ihm all das angetan haben, als wären sie seine Wohltäter. [...] Jesus, unser Herr und Gott, dem jegliche Sünde fremd war, ließ sich schlagen, damit die Sünder, die ihm nacheifern, nicht nur Vergebung empfangen, sondern durch ihren Gehorsam an seiner Göttlichkeit teilhaben. Wer nicht mit demütigem Herzen Beleidigungen hinnimmt, wer sich schämt, den Herrn in seinen Leiden nachzuahmen, dessen wird sich auch Christus schämen vor den Engeln (vgl. Lk 9,26). [...] Er wurde geohrfeigt, bespuckt, gekreuzigt [...]: Zittert, ihr Menschen, erbebt und ertragt auch ihr freudig die Schmähungen, die Gott zu unserem Heil auf sich genommen hat. Gott wird vom geringsten Knecht geohrfeigt (vgl. Joh 18,22), um dir ein Beispiel des Sieges zu geben; und du akzeptierst eine solche Behandlung nicht einmal von einem, der dir gleichgestellt ist? Wenn du dich schämst, Gott darin nachzuahmen – wie willst du dann mit ihm herrschen? Wenn du, während du auf ihn wartest, in den Heimsuchungen nicht geduldig bist – wie willst du dann mit ihm im Himmelreich verherrlicht werden?