Tagesevangelium

Hl. Pater Pio von Pietrelcina

Ertrag dein Exil, denn Gott will es so. Wieviel gewinnst Du daran! Ich werde dieses Leben weiterleben, o mein Jesus, die Hoffnung und die Stille werden meine Kraft sein, solange dieses elende Leben dauert. Und du, o mein Schöpfer und mein Gott, lass inzwischen diese schöne Flamme deiner Liebe in meinem Herzen brennen... Du alleinige Mitte meines ganzen Glücks, o mein Gott, wie lange muss ich noch warten?… Du siehst, o Herr, dass mein Leiden unheilbar ist… Wann denn, o Herr, wann denn? Wie lange noch?… O heilige Seelen, die ihr frei von aller Qual bereits glücklich im Himmel seid, in diesem Strom höchster Wonnen, wie sehr beneide ich euch um euer Glück! Ach, habt Mitleid, und da ihr so nahe an der Quelle des Lebens seid und mich in dieser Welt vor Durst sterben seht, schenkt mir ein wenig von diesem ganz frischen Wasser. Ach, ihr glücklichen Seelen, ich gestehe, ich habe meinen Anteil, schlechter geht es nicht, verschwendet, ich habe ein so kostbares Kleinod allzu schlecht gehütet. Aber Gott sei Dank! Ich spüre, dass es für diese Schuld dennoch Heilung gibt. Nun denn, o selige Seelen, tut mir den Gefallen und helft mir ein wenig. Auch ich, da ich in der Ruhe und der Nacht nicht finden konnte, was meine Seele brauchte, auch ich werde mich erheben wie die Braut im Hohelied und den suchen, den meine Seele liebt: „Aufstehen will ich, (…) ihn suchen, den meine Seele liebt“ (Hld 3,2), und ich werde ihn immer suchen, ich werde ihn in allen Dingen suchen, ich werde erst aufhören, wenn ich ihn wiedergefunden habe an der Schwelle seines Reiches …

Quelle: Evangelizo

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