Du, o Gott, bist mein Zeuge, dass kein Ding mich trösten, kein Geschöpf mir Ruhe bringen kann außer dir, mein Gott, den ich ewig zu schauen verlange. Doch solange ich in dieser sterblichen Hülle weile, vermag ich das nicht. […] In der Zwischenzeit habe ich ja die heiligen Bücher zum Trost und Spiegel meines Lebens; aber vor allem wird dein heiligster Leib meine Arznei und meine Zuflucht sein.
Zwei Dinge sind es, die mir in diesem Leben äußerst notwendig sind; ohne sie würde mir dieses elende Leben unerträglich sein: Im Kerker dieses Leibes brauche ich Speise und Licht. Darum hast du mir in meiner Schwachheit deinen heiligen Leib zur Erquickung für mein seelisches und leibliches Leben gegeben und „dein Wort als Leuchte für meine Füße“ (vgl. Ps 118 (119),105). Ohne diese beiden Hilfen könnte ich nicht gut leben. Denn das Wort Gottes ist meiner Seele Licht und dein Sakrament das Brot des Lebens.
Sie können auch die zwei Tische genannt werden, die in der Schatzkammer deiner heiligen Kirche bereitstehen. Der eine ist der Tisch des heiligen Altares, auf dem das heilige Brot, das heißt der kostbare Leib Christi, ruht. Der andere ist der Tisch des göttlichen Gesetzes mit der heiligen Lehre, die uns im rechten Glauben unterweist und uns sicher führt „bis hinter den Vorhang, wo das Allerheiligste ist“ (vgl. Hebr 6,19). […]
Dank dir, Schöpfer und Erlöser der Menschen, der du, um der ganzen Welt seine Liebe zu bezeugen, uns das große Festmahl bereitet hast, in dem du nicht das Sinnbild des Lammes, sondern dein heiligstes Fleisch und Blut zur Speise reichst. So erfreust du alle Gläubigen bei deinem heiligen Gastmahl und erquickst sie mit dem Kelch des Heiles, der alle Wonnen des Paradieses enthält.
Quelle: Evangelizo