Home | Tagesevangelium
Liebster Vater in Christus, dem süßen Jesus, ich, Katharina, die Sklavin der Diener Jesu Christi, schreibe Euch in seinem kostbaren Blut, mit dem Wunsch, Euch in echter und vollkommener Nächstenliebe gegründet zu sehen. […]
Dies ist eines der besonderen Zeichen, die erkennen lassen, ob die Seele in der Nächstenliebe ist oder nicht: Sie verachtet niemanden, sondern erträgt geduldig die Fehler der anderen; sie wird nicht zornig, sondern ist voller Sanftmut; sie macht den Menschen nicht ungerecht, sondern gerecht, indem sie ihn dazu bringt, jedem das zu geben, was ihm zusteht, ob er nun einer ist, der zu gehorchen oder einer, der zu befehlen hat.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen!
Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen!
Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd!
Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück!
Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen!
Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.
Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du kennst es.
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen.
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Du selbst hast mein Innerstes geschaffen,
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Schwestern und Brüder! Die Erkenntnis macht aufgeblasen, die Liebe dagegen baut auf.
Wenn einer meint, er sei zur Erkenntnis gelangt, hat er noch nicht so erkannt, wie man erkennen muss.
Wer aber Gott liebt, der ist von ihm erkannt worden.
Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen wir, dass es keine Götzen gibt in der Welt und keinen Gott außer dem einen.
Selig, die arm sind im Geiste; die Armen, die nicht nur die materiellen Güter verachten – das ist der erste Schritt – sondern jene, die weitaus höher gelangen und ihre Seele von jeder Anhänglichkeit befreien, von jeder Lust, von jedem Verlangen, von jedem Streben nach etwas anderem als Mir… Diese Armut im Geiste macht die Seele vollständig leer, sowohl von der Liebe zu den materiellen Gütern, als auch von der Liebe zu nahen Menschen und von der Liebe zu sich selbst.
In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.