Home | Tagesevangelium
Brüder! Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Belehrt und ermahnt einander in aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade. Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater!
Kommt, ihr Völker alle! Kommt, ihr Menschen aller Rassen, aller Sprachen, jeden Alters und jeden Standes! Lasst uns mit Freude die Geburt der Freude der ganzen Welt feiern! Wenn sogar die Heiden den Geburtstag ihres Königs festlich begehen […], was sollen da erst wir tun, um den Geburtstag der Gottesmutter würdig zu feiern, durch die das ganze Menschengeschlecht umgestaltet wurde, durch die der Kummer Evas, unserer ersten Mutter, in Freude verwandelt wurde? Eva nämlich hörte den Ausspruch Gottes: „Unter Schmerzen gebierst du Kinder“ (Gen 3,16), Maria aber: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“ (Lk 1,28). […] Die ganze Schöpfung soll die heilige Geburt einer heiligen Frau feiern und besingen, denn sie hat einen unvergänglichen Schatz zur Welt gebracht. […] Durch sie hat sich das schöpferische Wort Gottes selbst mit der ganzen Schöpfung vereinigt, und so feiern wir das Ende der menschlichen Unfruchtbarkeit, das Ende der Schwachheit, die uns daran hinderte, in den Besitz des Guten zu gelangen. […] Die Natur musste der Gnade weichen. […] Wie die jungfräuliche Mutter Gottes von der unfruchtbaren Anna geboren werden musste, so blieb die Natur unfruchtbar, bis die Gnade das Ihre hervorbrachte. Sie musste den Schoß der Mutter öffnen, die „den Erstgeborenen der ganzen Schöpfung“ zur Welt bringen sollte, in dem „alles Bestand hat“ (vgl. Kol 1,15.17). Joachim und Anna, gesegnetes Paar! Die ganze Schöpfung schuldet euch Dank. Durch euch hat sie dem Schöpfer die beste ihrer Gaben dargebracht: eine verehrungswürdige Mutter, die einzige Mutter, die dessen würdig ist, der sie geschaffen hat.
Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern. Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram, Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai, Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war. Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija. Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija. Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiel, Schealtiel von Serubbabel, Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor. Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob. Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Ich aber baue auf deine Huld, mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken. Singen will ich dem Herrn, weil er mir Gutes getan hat. Ich aber baue auf deine Huld, mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken. Singen will ich dem Herrn, weil er mir Gutes getan hat.
So spricht der Herr: Du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. Darum gibt der Herr sie preis, bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Söhnen Israels. Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des Herrn, im hohen Namen Jahwes, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit leben; denn nun reicht seine Macht bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein. [Wenn Assur in unser Land einfällt und in unsere Paläste eindringt, stellen wir ihm sieben Hirten entgegen und acht fürstliche Männer.
Die Apostel haben uns das Evangelium verkündet, (das sie) vom Herrn Jesus Christus (bekommen haben), Jesus Christus aber ist gesandt von Gott. Christus ist also von Gott und die Apostel von Christus (gesandt); beides ist demnach geschehen in aller Ordnung nach dem Willen Gottes. Sie empfingen also ihre Aufträge, wurden durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus mit Gewissheit erfüllt, wurden im Glauben an das Wort Gottes gefestigt, und dann zogen sie voll des Heiligen Geistes hinaus zur Predigt, dass das Reich Gottes nahe sei. Indem sie nun in Ländern und Städten predigten, setzten sie die Erstlingsfrüchte ihrer (Predigt), nach vorhergegangener Prüfung im Geist, zu Bischöfen und Diakonen der zukünftigen Gläubigen ein […] Und ist es zu verwundern, wenn die von Christus mit einem solchen Werke Betrauten die oben Genannten eingesetzt haben? […] Auch unsere Apostel wussten durch unseren Herrn Jesus Christus, dass Streit entstehen werde um die Bischofswürde. Aus diesem Grunde setzten sie auch, da sie eine genaue Kenntnis hiervon im Voraus erhalten hatten, die oben Genannten ein und gaben ihnen dazu Auftrag, dass, wenn sie entschlafen wären, andere erprobte Männer ihren Dienst übernähmen.
In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.
Ich will dich rühmen, mein Gott und König, und deinen Namen preisen immer und ewig; ich will dich preisen Tag für Tag und deinen Namen loben immer und ewig. Der Herr ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Gnade. Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. Danken sollen dir, Herr, all deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, sollen sprechen von deiner Macht.
Brüder! Ihr habt Christus Jesus als Herrn angenommen. Darum lebt auch in ihm! Bleibt in ihm verwurzelt und auf ihn gegründet und haltet an dem Glauben fest, in dem ihr unterrichtet wurdet. Hört nicht auf zu danken! Gebt acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen. Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes. Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten. In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Körper. Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. Ihr wart tot infolge eurer Sünden, und euer Leib war unbeschnitten; Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben. Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat. Die Fürsten und Gewalten hat er entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt; durch Christus hat er über sie triumphiert.
Der allheilige und über jede geschaffene Substanz hocherhabene Vater Christi lenkt einem trefflichsten Steuermann gleich mit seiner eigenen Weisheit und seinem eigenen Logos, unserem Herrn und Heiland Christus, alles zum Heil, ordnet an und tut, so wie er es immer für gut findet. Gut aber ist es so, wie es geschehen ist und wie wir es geschehen sehen, da er ja auch das will. Das wird wohl niemand bezweifeln. Wäre nämlich die Bewegung der Schöpfung eine unvernünftige und würde die Welt nur so dahingetrieben, so würde man mit gutem Grund unseren Worten keinen Glauben schenken. Ist sie aber aus Vernunft, Weisheit und Einsicht hervorgegangen und mit voller Harmonie geschaffen, so kann ihr Regent und Ordner kein anderer sein als der Logos Gottes […] Als der gütige Logos des gütigen Vaters hat er die Einrichtung der Welt angeordnet, indem er die Gegensätze mit den Gegensätzen ausglich und aus ihnen eine Harmonie herstellte. Er, „Gottes Kraft und Weisheit“ (1 Kor 1,24), gibt dem Himmel seinen Kreislauf, hält die Erde in der Schwebe und befestigt sie, obschon sie auf nichts ruht, durch seinen Wink. Von ihm beleuchtet, gibt die Sonne der Erde das Licht und erhält der Mond sein Licht zugemessen. Dank ihm hängt auch das Wasser in den Wolken, befeuchten die Regen die Erde, bleibt das Meer in seinen Grenzen eingeschlossen und sprosst üppig die Erde allerlei Gewächs […] Der Grund aber, weshalb der Logos, der Logos Gottes, sich zu den Dingen herabgelassen hat, ist wahrhaft wunderbar […] Denn weil aus dem Nichts hervorgegangen, ist die Natur der geschaffenen Welt, für sich betrachtet, hinfällig, ohnmächtig und sterblich; der Gott des Weltalls aber ist gut von Natur und erhaben schön. Deshalb ist er auch menschenfreundlich […] Nun sah er, dass die ganze geschaffene Natur nach ihrer (eigenen) Anlage hinfällig und auflösbar wäre. Um dies zu verhüten und einer Wiederauflösung der Welt in das Nichts vorzubeugen, hat er, der ja eben deshalb die Welt durch seinen eigenen und ewigen Logos geschaffen und der Kreatur das Dasein gegeben hatte, sie nicht dem Drängen und Stürmen ihrer eigenen Natur überantwortet, damit sie nicht riskieren muss, ins Nichts zurückzusinken. Nein, in seiner Güte lenkt und erhält er durch seinen Logos und Gott die ganze Schöpfung […] So sollte ihr fernbleiben, was ihr sonst widerfahren wäre, ich meine das Nichtsein, wenn nicht der Logos sie erhielt, „der da ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung; denn durch ihn und in ihm besteht alles, das Sichtbare und Unsichtbare, und er ist das Haupt der Kirche“ (Kol 1,15–18).