Tagesevangelium

Hl. Theodor von Studion

Niemand war Gott jemals so nahe wie die selige und wunderbare Jungfrau Maria. Wer könnte reiner sein? Wer könnte untadeliger sein? Sie wurde von Gott, dem höchsten und unendlich reinen Licht, so innig geliebt, dass er sich durch das Wirken des Heiligen Geistes wesentlich mit ihr verband und aus ihr als vollkommener Mensch geboren wurde, wobei er seine eigene unveränderliche und unvermischte Natur bewahrte.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 1,1-16.18-23

Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder. Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar. Perez zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram, Aram zeugte den Amminadab, Amminadab zeugte den Nachschon, Nachschon zeugte den Salmon.

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Psalmen 13(12),6ab.6cd

Herr, ich habe auf deine Güte vertraut, mein Herz soll über deine Hilfe jubeln.

Singen will ich dem HERRN, weil er mir Gutes getan hat. Halleluja. Halleluja. Selig bist du, Jungfrau Maria, und allen Lobes überaus würdig. Denn aus dir ging hervor die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott.

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Buch Micha 5,1-4a

So spricht der HERR: Du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. Darum gibt der HERR sie preis, bis zu der Zeit, da die Gebärende geboren hat.

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Johannes Cassianus

Einige, die, um Christus nachzufolgen, ein beträchtliches Vermögen, enorme Gold- und Silbermengen und herrliche Landgüter verachtet hatten, haben sich später von einem Radiermesser, von einer Ahle, von einer Nadel, von einer Schreibfeder anziehen lassen. […] Nachdem sie alle ihre Reichtümer um der Liebe Christi willen verteilt haben, halten sie an ihrer alten Leidenschaft fest und richten sie auf Nichtigkeiten, schnell zum Zorn bereit, wenn es darum geht, sie zu verteidigen.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 14,25-33

In jener Zeit begleiteten viele Menschen Jesus; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.

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Brief des Apostels Paulus an Philemon 1,9b-10.12-17

Lieber Bruder! Ich, Paulus, ein alter Mann, der jetzt für Christus Jesus im Kerker liegt, ich bitte dich für mein Kind Onesimus, dem ich im Gefängnis zum Vater geworden bin. Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein Innerstes. Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle dient in den Fesseln des Evangeliums.

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Psalmen 90(89),3-4.5-6.12-13.14.17

Zum Staub zurückkehren lässt du den Menschen, du sprichst: „Ihr Menschenkinder, kehrt zurück!“ Denn tausend Jahre sind in deinen Augen

wie der Tag, der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht. Du raffst sie dahin, sie werden wie Schlafende.

Sie gleichen dem Gras, das am Morgen wächst: Am Morgen blüht es auf und wächst empor,

am Abend wird es welk und verdorrt.

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Buch der Weisheit 9,13-19

Welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen oder wer begreift, was der Herr will? Unsicher sind die Überlegungen der Sterblichen und einfältig unsere Gedanken; denn ein vergänglicher Leib beschwert die Seele und das irdische Zelt belastet den um vieles besorgten Verstand. Wir erraten kaum, was auf der Erde vorgeht, und finden nur mit Mühe, was auf der Hand liegt; wer ergründet, was im Himmel ist? Wer hat je deinen Plan erkannt, wenn du ihm nicht Weisheit gegeben und deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt hast? So wurden die Pfade der Erdenbewohner gerade gemacht und die Menschen lernten, was dir gefällt; durch die Weisheit wurden sie gerettet.

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Hl. Aelred von Rievaulx

Jeder Schöpfungstag ist großartig und wunderbar, doch keiner ist mit dem siebten Tag vergleichbar. Mit ihm wird uns nicht die Erschaffung des einen oder anderen Naturelements zur Betrachtung dargeboten, sondern die Ruhe Gottes und die Vollendung aller Geschöpfe. Denn wir lesen: „Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk gemacht hatte“ (Gen 2,2).

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