Tagesevangelium

Hl. Ambrosius

Der Apostel Paulus schreibt, dass die ganze Schöpfung sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes wartet (vgl. Röm 8,19). Diese Schöpfung ist jetzt noch – nicht aus eigenem Willen – der Nichtigkeit unterworfen, doch auf Hoffnung hin. Denn sie hofft, dass Christus ihr durch seine Gnade helfen wird, von der Knechtschaft der unausweichlichen Vergänglichkeit befreit zu werden, um die herrliche Freiheit der Kinder Gottes zu erlangen, so dass es, wenn die zukünftige Herrlichkeit offenbar wird, eine einzige gemeinsame Freiheit für die Schöpfung und die Kinder Gottes geben wird.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,22-27

In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird in die Hände von Menschen ausgeliefert werden und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferweckt werden. Da wurden sie sehr traurig. Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, traten jene, welche die Doppeldrachme einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten? Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei.

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Psalmen 147,12-13.14-15.19-20

Jerusalem, rühme den HERRN! Zion, lobe deinen Gott! Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, die Kinder in deiner Mitte gesegnet. Er verschafft deinen Grenzen Frieden, er sättigt dich mit bestem Weizen. Er sendet seinen Spruch zur Erde, in Eile läuft sein Wort dahin.

Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Gesetze und seine Entscheide.

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Deuteronomium 10,12-22

In jenen Tagen sprach Mose zum Volk; er sagte: Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir außer dem einen: dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, indem du auf allen seinen Wegen gehst, ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienst; dass du ihn fürchtest, indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen bewahrst, auf die ich dich heute verpflichte.

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Hl. Theodor von Studion

Beeilt euch, denn die Zeit drängt (vgl. 1 Kor 7,29). Sät Tugenden in eure Herzen, damit ihr die Frucht der Gerechtigkeit ernten könnt (vgl. Phil 1,11). Niemand soll den Mut sinken lassen, damit er nicht vom Verfasser der Sprichwörter zu hören bekommt: „Geh zur Ameise, du Fauler, oder zur fleißigen Biene!“ (vgl.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,32-48

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben. Verkauft euren Besitz und gebt Almosen! Macht euch Geldbeutel, die nicht alt werden! Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst! Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

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Brief des Apostel Paulus an die Hebräer 11,1-2.8-19

Schwestern und Brüder! Glaube ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht. Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten. Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.

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Psalmen 33(32),1.12.18-19.20.22

Jubelt im HERRN, ihr Gerechten, den Redlichen ziemt der Lobgesang. Selig die Nation, deren Gott der HERR ist, das Volk, das er sich zum Erbteil erwählt hat. Siehe, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten, die seine Huld erwarten, dass er ihre Seele dem Tod entreiße und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte.

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Buch der Weisheit 18,6-9

Die Nacht der Befreiung wurde unseren Vätern vorher angekündigt; denn sie sollten sich freuen in sicherem Wissen, welch eidlichen Zusagen sie vertrauten. So erwartete dein Volk die Rettung der Gerechten und den Untergang der Feinde. Wodurch du die Gegner straftest, dadurch hast du uns zu dir gerufen und verherrlicht.

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Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein]

Die einzelne Menschenseele [ist] ein Tempel Gottes – das eröffnet uns einen ganz neuen großen Ausblick. Das Gebetsleben Jesu sollte der Schlüssel zum Verständnis des Gebetes der Kirche sein. Wir sahen: Christus hat an dem öffentlichen und verordneten Gottesdienst seines Volkes […] teilgenommen, er hat ihn in die engste Verbindung mit seiner Opferhingabe gebracht und ihm so erst seinen vollen und eigentlichen Sinn – den der Dankeshuldigung der Schöpfung an den Schöpfer – gegeben; eben damit hat er die Liturgie des Alten Bundes in die des Neuen Bundes übergeführt.
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