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Schwestern und Brüder! Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.
Der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist. Denn er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.
Hätte Jesus zur Verkündigung seiner Lehre Männer erwählt, die nach Meinung der Allgemeinheit gelehrt und fähig gewesen wären, zu denken und zu reden, wie es der breiten Masse gefällt, dann hätte man ihn wohl verdächtigen können, nach Art der Gründer einer Philosophenschule zu lehren, und der göttliche Charakter seiner Lehre wäre nicht mit der nötigen Klarheit zum Vorschein gekommen.
In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel:
Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus,
Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Simon, genannt der Zelot,
Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und das Firmament kündet das Werk seiner Hände.
Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund.
Ohne Rede und ohne Worte, ungehört bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.
Die Woche umfasst, wie jeder weiß, sieben Tage: Sechs davon hat uns Gott zum Arbeiten gegeben und einen zum Beten, zum Ausruhen und zur Befreiung von unseren Sünden. […] Ich will dir nun die Gründe darlegen, warum uns die Tradition überliefert wurde, den Sonntag zu halten und an ihm keine Arbeit zu verrichten.
In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Gott steht auf, seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht.
Die Gerechten aber freuen sich, sie jubeln vor Gott und jauchzen in Freude.
Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Gott bringt Verlassene heim,
führt Gefangene hinaus in das Glück.
Wir sind nicht dem Fleisch verpflichtet, Schwestern und Brüder, sodass wir nach dem Fleisch leben müssten.
Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.
Schwestern und Brüder! Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes.
Der gesetzestreue Pharisäer
Hob bei seinem Gebet im Tempel
Das Gute hervor, das er
Vor Deinen allsehenden Augen vollbracht hatte.
Jene törichte Seele voll Hochmut
Verglich sich mit dem fernen Menschengeschlecht
Und mit dem nahen Zöllner,
Der zur gleichen Zeit betete.
Nicht nur erhielt er nicht, worum er bat,
Wegen seiner hochtrabenden Worte,
Sondern auch seine früheren Werke der Gerechtigkeit
Verlor er wegen seiner prahlerischen Rede.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.