Tagesevangelium

Buch Jona 3,10b.4,1-11

Gott reute das Unheil, das er den Einwohnern angedroht hatte, und er tat es nicht. Das missfiel Jona ganz und gar und er wurde zornig. Er betete zum HERRN und sagte: Ach HERR, habe ich das nicht schon gesagt, als ich noch daheim war? Eben darum wollte ich ja nach Tarschisch fliehen; denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und reich an Huld und dass deine Drohungen dich reuen.

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Johannes Tauler

   Unser Herr sagte, dass seine Jünger selig seien aufgrund dessen, was ihre Augen sahen (vgl. Lk 10,23). Näher besehen, sollten wir genauso selig sein; denn wir sehen unseren Herrn Jesus Christus vollkommener als die Jünger damals, sei es der heilige Petrus oder der heilige Johannes.
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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,38-42

In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.

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Psalmen 130(129),1-2.3-4.5-6ab.6c.7a.8

Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir: Mein Herr, höre doch meine Stimme! Lass deine Ohren achten auf mein Flehen um Gnade. Würdest du, HERR, die Sünden beachten, mein Herr, wer könnte bestehen? Doch bei dir ist Vergebung, damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den HERRN, es hofft meine Seele, ich warte auf sein Wort.

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Buch Jona 3,1-10

Das Wort des HERRN erging zum zweiten Mal an Jona: Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, der großen Stadt, und rufe ihr all das zu, was ich dir sagen werde! Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der HERR es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.

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Hl. Gregor der Große

„Er wird nicht bewohnt sein, sein Wohlstand wird nicht von Dauer sein, und er wird keine Wurzeln schlagen in der Erde“ (Ijob 15,29 Vulg.). […] Der Mensch wird nur dann reich an Tugenden, wenn seine Seele vom allmächtigen Gott bewohnt ist. Da aber der Geist des Stolzen nicht von der Gnade seines Schöpfers bewohnt ist, kann er sich nicht mit Tugenden bereichern.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,25-37

In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.

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Buch Jona 2,3.4.5-6.8.10

In meiner Not rief ich zum HERRN und er erhörte mich. Aus dem Leib der Unterwelt schrie ich um Hilfe und du hörtest meine Stimme. Du hast mich in die Tiefe geworfen, in das Herz der Meere; mich umschlossen die Fluten, all deine Wellen und Wogen schlugen über mir zusammen. Ich sagte: Ich bin verstoßen aus deiner Nähe.

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Buch Jona 1,1-16.2,1.11

Das Wort des HERRN erging an Jona, den Sohn Amittais: Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, der großen Stadt, und rufe über sie aus, dass ihre Schlechtigkeit zu mir heraufgedrungen ist. Jona machte sich auf den Weg; doch er wollte nach Tarschisch fliehen, weit weg vom HERRN. Er ging also nach Jafo hinab und fand dort ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr.

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Benedikt XVI.

Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem andern gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten Platz in der Welt – das Kreuz – eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend.

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