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Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit euer Herz gefestigt wird und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt. Im übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener! Ihr wisst ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben.
Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit.
Wir werden nicht ewig leben, und in Kürze, in dem Moment, den Gott bestimmt hat, werdet ihr wie ich aus diesem Leben hier scheiden. Aber es kommt darauf an, bei diesem Scheiden gut ausgestattet zu sein: mit dem Einhalten der Gebote und dem Wohlgefallen unseres Herrn Jesus Christus. […] Jawohl, ich bitte euch meine Kinder, seid standhaft, geht weiter voran, strebt nach allem, was wirklich schön und tugendhaft ist, und „gewinnt das Leben durch eure Standhaftigkeit“ (vgl. Lk 21,19), wie unser Herr sagt. Den Tod am Ende vor Augen, erneuert euch täglich und haltet alles für zweitrangig um der Liebe des Herrn willen, indem ihr euch selbst im rechten Maß, in der Einsicht und in der geistlichen Liebe bewahrt […], ordnet euch auch einander unter, ohne Murren, ohne Eifersucht, ohne Neid, ohne Streit. Wenn wir uns nicht beeilen, uns unseren heiligen Vätern im Himmel anzunähern, haben wir keine Chance, sie einst zu sehen, mit ihnen zu sprechen und bei ihnen zu weilen. Und wir hoffen auch, dass Unsere Liebe Frau selbst vor unseren Augen erscheinen wird, unser aller Königin und unsere Herrin, die Mutter Gottes. Wir wollen uns ihr zu Füßen werfen und – lasst uns so kühn sein – auch hoffen, den Meister aller Dinge, unseren Herrn selbst zu sehen; denn wahrlich, der heilige Paulus hat es gesagt: „Wenn die Welt neu geschaffen wird (vgl. Mt 19,28), dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein“ (1 Thess 4,17). Wenn uns also solche Herrlichkeiten, solche Freuden und solch ein Leben in Aussicht gestellt werden, wer würde da nicht aufspringen, begeistert sein, entflammt werden, der Liebe Gottes entgegenfliegen und seine Pflichten erfüllen?
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, so wie man in eine Falle gerät; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.
Ich, Daniel, war im Geist bekümmert, und was mir vor Augen stand, erschreckte mich. Ich wandte mich an einen der Umstehenden und bat ihn, mir das alles genau zu erklären. Er deutete mir die Vorgänge und sagte: Diese großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten vier Könige, die sich auf der Erde erheben werden. Das Königtum aber werden die Heiligen des Höchsten erhalten und sie werden es behalten für immer und ewig. Dann wollte ich noch Genaueres über das vierte Tier erfahren, das Tier, das anders war als alle anderen, ganz furchtbar anzusehen, mit Zähnen aus Eisen und mit Klauen aus Bronze, das alles fraß und zermalmte, und was übrig blieb, mit den Füßen zertrat. Auch wollte ich Genaueres erfahren über die zehn Hörner an seinem Kopf und über das andere Horn, das emporgewachsen war und vor dem die drei Hörner abgefallen waren, das Horn, das Augen und einen Mund hatte, der anmaßend redete, und das schließlich größer als die anderen zu sein schien. Ich sah dieses Horn gegen die Heiligen kämpfen. Es überwältigte sie, bis der Hochbetagte kam. Da wurde den Heiligen des Höchsten Recht verschafft und es kam die Zeit, in der die Heiligen das Königtum erhielten. Der Engel antwortete mir: Das vierte Tier bedeutet: Ein viertes Reich wird sich auf der Erde erheben, ganz anders als alle anderen Reiche. Es wird die ganze Erde verschlingen, sie zertreten und zermalmen. Die zehn Hörner bedeuten: In jenem Reich werden zehn Könige regieren; doch nach ihnen kommt ein anderer. Dieser ist ganz anders als die früheren. Er stürzt drei Könige, er lästert über den Höchsten und unterdrückt die Heiligen des Höchsten. Die Festzeiten und das Gesetz will er ändern. Ihm werden die Heiligen für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit ausgeliefert. Dann aber wird Gericht gehalten. Jenem König wird seine Macht genommen; er wird endgültig ausgetilgt und vernichtet. Die Herrschaft und Macht und die Herrlichkeit aller Reiche unter dem ganzen Himmel werden dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.
Preist den Herrn, ihr Menschen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Israeliten; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr seine Priester; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr seine Knechte; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Geister und Seelen der Gerechten; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Demütigen und Frommen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Nur Gott allein ist unsterblich (vgl. 1 Tim 6,16). Alle anderen sterben: Könige, Eltern, Freunde; diejenigen, die uns schätzen oder denen wir zu Dank verpflichtet sind, trennen sich von uns, entweder durch den Tod oder durch ihre Abwesenheit; wir trennen uns von ihnen; ihre Erinnerung an unsere Wohltaten, ihre Wertschätzung, ihre Freundschaft, ihre Anerkennung sterben mit ihnen. Die Menschen, die wir lieben, sterben, oder zumindest sterben in ihnen die Schönheit, die Unschuld, die Jugend, die Klugheit, die Stimme, die Sehkraft usw. Die Sinnesfreuden dauern sozusagen nur einen Augenblick des Lebens. Gott allein ist in jeder Hinsicht unsterblich. Da er höchst „einfach“ ist, kann er nicht [wie Wesen, die aus mehreren Teilen bestehen,] durch Trennung der Teile sterben; da er höchst unabhängig ist, kann er nicht [wie Wesen, die auf fremde Einwirkungen angewiesen sind, um ihr Leben zu bewahren] durch Wegfall fremder Einwirkung zugrunde gehen. Außerdem kann er weder verschwinden noch sich verändern; er wird nicht nur immer sein, sondern auch immer gut sein, immer treu, immer vernünftig, immer schön, großzügig, liebenswürdig, mächtig, weise und in jeder Hinsicht vollkommen. Die Freude, die man verspürt, wenn man ihn besitzt, ist eine Freude, die niemals vergeht, sie ist unveränderlich, unabhängig von Zeit und Ort; sie ruft niemals Überdruss hervor – im Gegenteil: Sie wird umso liebreizender, je mehr man sie verkostet.
In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Ich, Daniel, hatte während der Nacht eine Vision: Die vier Winde des Himmels wühlten das große Meer auf. Dann stiegen aus dem Meer vier große Tiere herauf; jedes hatte eine andere Gestalt. Das erste war einem Löwen ähnlich, hatte jedoch Adlerflügel. Während ich es betrachtete, wurden ihm die Flügel ausgerissen; es wurde vom Boden emporgehoben und wie ein Mensch auf zwei Füße gestellt und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben. Dann erschien ein zweites Tier; es glich einem Bären und war nach einer Seite hin aufgerichtet. Es hielt drei Rippen zwischen den Zähnen in seinem Maul und man ermunterte es: Auf, friss noch viel mehr Fleisch! Danach sah ich ein anderes Tier; es glich einem Panther, hatte aber auf dem Rücken vier Flügel, wie die Flügel eines Vogels; auch hatte das Tier vier Köpfe; ihm wurde die Macht eines Herrschers verliehen. Danach sah ich in meinen nächtlichen Visionen ein viertes Tier; es war furchtbar und schrecklich anzusehen und sehr stark; es hatte große Zähne aus Eisen. Es fraß und zermalmte alles, und was übrig blieb, zertrat es mit den Füßen. Von den anderen Tieren war es völlig verschieden. Auch hatte es zehn Hörner. Als ich die Hörner betrachtete, da wuchs zwischen ihnen ein anderes, kleineres Horn empor und vor ihm wurden drei von den früheren Hörnern ausgerissen; und an diesem Horn waren Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das anmaßend redete. Ich sah immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz und es wurden Bücher aufgeschlagen. Ich sah immer noch hin, bis das Tier - wegen der anmaßenden Worte, die das Horn redete - getötet wurde. Sein Körper wurde dem Feuer übergeben und vernichtet. Auch den anderen Tieren wurde die Herrschaft genommen. Doch ließ man ihnen das Leben bis zu einer bestimmten Frist. Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.
Preist den Herrn, ihr Berge und Hügel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Gewächse auf Erden; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Quellen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Meere und Flüsse; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Tiere des Meeres. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Vögel am Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Tiere, wilde und zahme; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!