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Mein Herz ist voll Freude über den Herrn, große Kraft gibt mir der Herr. Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde; denn ich freue mich über deine Hilfe. Der Bogen der Helden wird zerbrochen, die Wankenden aber gürten sich mit Kraft. Die Satten verdingen sich um Brot, doch die Hungrigen können feiern für immer. Die Unfruchtbare bekommt sieben Kinder, doch die Kinderreiche welkt dahin. Der Herr macht tot und lebendig, er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf. Der Herr macht arm und macht reich, er erniedrigt, und er erhöht. Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, einen Ehrenplatz weist er ihm zu.
In dem Maß, in dem unsere Welt mit Gott brechen will und meint, ohne ihn auszukommen, sich ohne ihn einrichten zu können, in dem Maß wird Gott für sie zu einer Neuheit und der Gott des Evangeliums wird wieder zu einer neuen Botschaft. Angesichts der Entchristlichung kämpft der Christ oft gegen neue Fakten und Ereignisse, damit der Glaube dort, wo er noch vorhanden ist, nicht schwindet. So wirkt der Christ wie ein Mensch der Vergangenheit. Im Gegensatz dazu stellt der gläubige Christ im Angesicht des Atheismus – eben weil er gläubig ist – durch sein Leben eine Hypothese über Gott auf, selbst dort, wo es keine Hypothese über Gott mehr gibt. Sein Glaube an Gott ist für diese neue Welt ein Phänomen, das sie an Neuheit noch übertrifft. Der Christ ist für seine Brüder ein Mensch, der die Dinge der Welt ihrem Wert und in ihrer Realität entsprechend liebt, aber er ist auch ein Mensch, der Gott, an den er glaubt, all diesen Dingen vorzieht. Dieser Vorzug führt ihn zu bestimmten Entscheidungen. Und die anderen können sehen, wie er sich für den unsichtbaren Gott entscheidet. Diese Entscheidungen stellen die Welt erneut vor die Frage nach dem, was die Welt übersteigt. Wenn Menschen nicht erkennen, dass Gott ihr höchstes Gut ist, dürfen wir uns nicht an ihrer Unkenntnis, ihrem Elend orientieren. Wir sollen nicht nur glauben, sondern auch begreifen und damit rechnen, dass der lebendige Gott des Evangeliums für sie nicht nur eine neue Botschaft, sondern eine gute neue Botschaft werden kann.
Nachdem man Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat? Ich will den Kelch des Heils erheben und anrufen den Namen des Herrn. Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen offen vor seinem ganzen Volk. Kostbar ist in den Augen des Herrn das Sterben seiner Frommen. Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen offen vor seinem ganzen Volk. in den Vorhöfen am Haus des Herrn, in deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja!
Einst lebte ein Mann aus Ramatajim, ein Zufiter vom Gebirge Efraim. Er hieß Elkana und war ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Efraimiter. Er hatte zwei Frauen. Die eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna hatte Kinder, Hanna aber hatte keine Kinder. Dieser Mann zog Jahr für Jahr von seiner Stadt nach Schilo hinauf, um den Herrn der Heere anzubeten und ihm zu opfern. Dort waren Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis, Priester des Herrn. An dem Tag, an dem Elkana das Opfer darbrachte, gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern ihre Anteile. Hanna aber gab er einen doppelten Anteil; denn er hatte Hanna lieb, obwohl der Herr ihren Schoß verschlossen hatte. Ihre Rivalin aber kränkte und demütigte sie sehr, weil der Herr ihren Schoß verschlossen hatte. So machte es Elkana Jahr für Jahr. Sooft sie zum Haus des Herrn hinaufzogen, kränkte Peninna sie; und Hanna weinte und aß nichts. Ihr Mann Elkana fragte sie: Hanna, warum weinst du, warum isst du nichts, warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht viel mehr wert als zehn Söhne?
Christus leuchtet auf durch die Taufe, erstrahlen wir mit ihm; er wird ins Wasser eingetaucht, steigen wir mit ihm hinab, um mit ihm auch wieder aufzusteigen. […] Johannes spendet die Taufe und Jesus naht: vielleicht auch, um denjenigen zu heiligen, der ihn taufen wird; sicherlich aber, um den alten Adam gänzlich in den Tiefen des Wassers zu begraben. Doch vorher und im Hinblick darauf heiligt er den Jordan. Und da er Geist und Fleisch ist, will er durch Wasser und Geist die Einweihung vollziehen. […] Seht hier Jesus, der aus dem Wasser heraufsteigt. In Wirklichkeit trägt er die Welt; er lässt sie zusammen mit sich aufsteigen. „Er sieht, dass der Himmel sich öffnet“ (vgl. Mk 1,10), während Adam ihn für sich und seine Nachkommen verschlossen hatte, als er aus dem Paradies vertrieben wurde, das vom Flammenschwert bewacht wurde. Dann bezeugt der Geist seine Göttlichkeit, denn er eilt hernieder zu dem, der von gleicher Natur ist. Eine Stimme kommt vom Himmel herab, um Zeugnis zu geben für den, der von dort stammt; und in der Gestalt einer Taube ehrt sie den Leib, da Gott, indem er sich in einer körperlichen Erscheinung zeigt, auch den Leib vergöttlicht. So kam viele Jahrhunderte zuvor eine Taube, um die frohe Botschaft vom Ende der Sintflut zu verkünden (vgl. Gen 8,11). […] Wir aber wollen heute die Taufe Christi ehren und dieses Fest in rechter Weise begehen. […] Lasst euch gänzlich reinigen und reinigt euch immer wieder. Denn nichts erfreut Gott so sehr wie die Besserung und Erlösung des Menschen: Dazu dient diese ganze Rede und dieses Geheimnis. Seid „wie Lichter in der Welt“ (vgl. Phil 2,15), wie eine Lebenskraft für andere Menschen. Als vollkommene Lichter, die das große Licht unterstützen, werdet ihr eingeweiht in das Leben des Lichts, das im Himmel ist; ihr werdet mit noch größerer Klarheit und noch größerem Glanz erleuchtet durch die heilige Dreieinheit.
In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Bringt dar dem Herrn, ihr Himmlischen, bringt dar dem Herrn Lob und Ehre! Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, werft euch nieder vor dem Herrn in heiligem Schmuck! Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern. Der Gott der Herrlichkeit donnert, der Herr über gewaltigen Wassern. Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern. Der Gott der Herrlichkeit donnert, der Herr über gewaltigen Wassern. Die Stimme des Herrn ertönt mit Macht, die Stimme des Herrn voll Majestät. Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern. Der Gott der Herrlichkeit donnert, der Herr über gewaltigen Wassern. Die Stimme des Herrn wirbelt Eichen empor, sie reißt ganze Wälder kahl. In seinem Palast rufen alle: O herrlicher Gott! Der Herr thront über der Flut, der Herr thront als König in Ewigkeit.
So spricht Gott, der Herr, der den Himmel erschaffen und ausgespannt hat, der die Erde gemacht hat und alles, was auf ihr wächst, der den Menschen auf der Erde den Atem verleiht und allen, die auf ihr leben, den Geist: Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln. Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.
In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller. Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.