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In jenen Tagen hörte die Königin von Saba vom Ruf Salomos und kam, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge, mit Kamelen, die Balsam, eine gewaltige Menge Gold und Edelsteine trugen, trat bei Salomo ein und redete mit ihm über alles, was sie sich vorgenommen hatte. Salomo gab ihr Antwort auf alle Fragen. Es gab nichts, was dem König verborgen war und was er ihr nicht hätte sagen können. Als nun die Königin von Saba die ganze Weisheit Salomos erkannte, als sie den Palast sah, den er gebaut hatte, die Speisen auf seiner Tafel, die Sitzplätze seiner Beamten, das Aufwarten der Diener und ihre Gewänder, seine Getränke und sein Opfer, das er im Haus des Herrn darbrachte, da stockte ihr der Atem. Sie sagte zum König: Was ich in meinem Land über dich und deine Weisheit gehört habe, ist wirklich wahr. Ich wollte es nicht glauben, bis ich nun selbst gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und wahrlich, nicht einmal die Hälfte hat man mir berichtet; deine Weisheit und deine Vorzüge übertreffen alles, was ich gehört habe. Glücklich sind deine Männer, glücklich diese deine Diener, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören. Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der an dir Gefallen fand und dich auf den Thron Israels setzte. Weil Jahwe Israel ewig liebt, hat er dich zum König bestellt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst. Sie gab dem König hundertzwanzig Talente Gold, dazu eine sehr große Menge Balsam und Edelsteine. Niemals mehr kam so viel Balsam in das Land, wie die Königin von Saba dem König Salomo schenkte.
„Das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2). […] Paulus sagt, dass das Gesetz des Mose gegeben wurde, um unsere Schwachheit aufzuzeigen, und nicht nur um sie aufzuzeigen, sondern um sie zu vergrößern und uns dadurch zu zwingen, den Arzt zu suchen […]: „Wo jedoch die Sünde übermächtig wurde, ist die Gnade übergroß geworden“ (vgl. Röm 3,20, 5,20). […] Warum hat das erste Gesetz, das doch vom Finger Gottes geschrieben wurde (vgl. Ex 31,18), nicht diese so notwendige Gnadenhilfe gebracht? Weil es auf Tafeln von Stein geschrieben war und nicht auf Tafeln von Fleisch, welche unsere Herzen sind (2 Kor 3,3). […] Der Heilige Geist ist es, der nicht auf Stein, sondern ins Herz schreibt. „Das Gesetz des Geistes und des Lebens“ (Röm 8,2), das in das Herz und nicht auf Stein geschrieben ist, dieses Gesetz des Geistes und des Lebens, das in Jesus Christus ist, in dem das Pascha in aller Wahrheit gefeiert worden ist (vgl. 1 Kor 5,7–8), hat euch vom Gesetz der Sünde und des Todes befreit. Wollt ihr einen Beweis für den klaren und deutlichen Unterschied, der das Alte Testament vom Neuen scheidet? […] So hört, was der Herr durch den Mund eines Propheten gesprochen hat […]: „Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz“ (Jer 31,33). Wenn also das Gesetz Gottes in dein Herz eingeschrieben ist, erzeugt es keine Angst [wie am Sinai], sondern breitet in deiner Seele eine geheime Süße aus.
In jener Zeit hielten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung. Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbán, das heißt: eine Opfergabe. Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun. So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.
Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach dem Tempel des Herrn. Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu, ihm, dem lebendigen Gott. Auch der Sperling findet ein Haus und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen - deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein Gott und mein König. Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, die dich allezeit loben. Gott, sieh her auf unsern Schild, schau auf das Antlitz deines Gesalbten! Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums ist besser als tausend andere. Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes als wohnen in den Zelten der Frevler.
In jenen Tagen trat Salomo in Gegenwart der ganzen Versammlung Israels vor den Altar des Herrn, breitete seine Hände zum Himmel aus und betete: Herr, Gott Israels, im Himmel oben und auf der Erde unten gibt es keinen Gott, der so wie du Bund und Huld seinen Knechten bewahrt, die mit ungeteiltem Herzen vor ihm leben. Wohnt denn Gott wirklich auf der Erde? Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe. Wende dich, Herr, mein Gott, dem Beten und Flehen deines Knechtes zu! Höre auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir verrichtet. Halte deine Augen offen über diesem Haus bei Nacht und bei Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast, dass dein Name hier wohnen soll. Höre auf das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte verrichtet. Achte auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, wenn sie an dieser Stätte beten. Höre sie im Himmel, dem Ort, wo du wohnst. Höre sie und verzeih!
Indem unser Herr Jesus Christus als wahrer Mensch geboren wurde, er, der nie aufgehört hat, wahrer Gott zu sein, hat er in sich den Anbruch der neuen Schöpfung verwirklicht, und in seiner Geburt hat er der Menschheit einen geistlichen Neubeginn geschenkt. Welcher Verstand könnte ein solches Geheimnis verstehen, wer könnte eine solche Gnade beschreiben? Ungerechtigkeit wird wieder zu Unschuld, Altes wird zu Neuem; Fremde werden an Kindes statt angenommen und Menschen, die von außerhalb kommen, treten den Besitz des Erbes an. Frevler werden zu Gerechten, Habgierige zu Großzügigen, Unzüchtige zu Keuschen; irdisch gesinnte zu geistlich gesinnten Menschen. Woher kommt eine solche Veränderung, wenn nicht von „der Rechten des Höchsten“ (vgl. Ps 77(76),11)? Das ist der Sohn Gottes, der gekommen ist, um die Werke des Teufels zu zerstören; er hat sich uns eingegliedert und uns sich, sodass der Herabstieg Gottes in die Welt des Menschen zu einer Erhebung des Menschen in die Welt Gottes wurde. […] Lass deine Augen das sinnenhafte Licht empfangen, aber umfasse mit deinem ganzen Geist jenes wahre Licht, das „jeden Menschen erleuchtet und in die Welt kam“ (vgl. Joh 1,9), und von dem der Prophet sagt: „Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten, und ihr braucht nicht zu erröten“ (Ps 34(33),6). Wenn wir wirklich der Tempel Gottes sind und der Geist Gottes in uns wohnt (vgl. 1 Kor 3,16), dann ist das, was jeder Gläubige in seiner Seele trägt, wertvoller als das, was man im Himmel bewundern kann.
In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Genesaret und legten dort an. Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort. Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war. Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Wir hörten von seiner Lade in Efrata, fanden sie im Gefilde von Jaar. Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße! Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe, du und deine machtvolle Lade! Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit, und deine Frommen sollen jubeln. Weil David dein Knecht ist, weise deinen Gesalbten nicht ab! Denn der Herr hat den Zion erwählt, ihn zu seinem Wohnsitz erkoren.
In jenen Tagen versammelte Salomo die Ältesten Israels, alle Stammesführer und die Häupter der israelitischen Großfamilien bei sich in Jerusalem, um die Bundeslade des Herrn aus der Stadt Davids, das ist Zion, heraufzuholen. Am Fest im Monat Etanim, das ist der siebte Monat, kamen alle Männer Israels bei König Salomo zusammen. In Gegenwart aller Ältesten Israels nahmen die Priester die Lade und brachten sie zugleich mit dem Offenbarungszelt und den heiligen Geräten, die im Zelt waren, hinauf. Die Priester und die Leviten übernahmen den Trägerdienst. König Salomo aber und die ganze Gemeinde Israels, die bei ihm vor der Lade versammelt war, schlachteten Schafe und Rinder, die man wegen ihrer Menge nicht zählen und nicht berechnen konnte. Darauf stellten die Priester die Bundeslade des Herrn an ihren Platz, in die Gotteswohnung des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Kerubim. Denn die Kerubim breiteten ihre Flügel über den Ort, wo die Lade stand, und bedeckten sie und ihre Stangen von oben her. In der Lade befanden sich nur die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit den Israeliten beim Auszug aus Ägypten geschlossen hatte. Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des Herrn. Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn. Damals sagte Salomo: Der Herr hat die Sonne an den Himmel gesetzt; er selbst wollte im Dunkel wohnen. Ich habe ein fürstliches Haus für dich gebaut, eine Wohnstätte für ewige Zeiten.
Heute habe ich meinen Zuhörer nicht überzeugt, aber vielleicht wird es mir morgen gelingen, vielleicht in drei oder vier Tagen oder eine Weile später. Der Fischer, der einen ganzen Tag lang seine Netze umsonst ausgeworfen hat, fängt manchmal den Fisch, den er den ganzen Tag lang nicht fangen konnte, am Abend, wenn er gerade zurückfahren will. Der Bauer hört nicht auf, seine Felder zu bebauen, auch wenn er einige Jahre hindurch keine gute Ernte hatte; und am Ende macht häufig ein einziges Jahr alle vorhergehenden Verluste wieder reichlich gut. Gott verlangt von uns nicht, erfolgreich zu sein, sondern zu arbeiten; nun wird unsere Arbeit aber nicht weniger belohnt werden, weil man uns nicht zugehört hat. Und mehr noch: Hört denn der Teufel auf, jeden einzelnen Gläubigen in Versuchung zu führen, weil er voraussieht, dass viele gerettet werden? Seht, mit welcher Sorgfalt, mit welch höllischer Beharrlichkeit, mit welcher abscheulichen Beflissenheit er die Seele verfolgt, bis sie ihren letzten Seufzer getan hat; bis zu diesem Augenblick verzweifelt er nicht; und ihr glaubt, euer Bischof würde weniger tun, um eure Seele zu retten, als was der Teufel tut, um sie zu verderben?! Christus wusste sehr wohl, dass Judas sich nicht bekehren würde, und doch wollte er sich bis zum Schluss um seine Bekehrung bemühen und warf ihm seine Schuld mit den ergreifenden Worten vor: „Freund, dazu bist du gekommen?“ (Mt 26,50). Wenn nun Christus, das Vorbild der Hirten, bis zum Ende an der Bekehrung eines hoffnungslosen Menschen gearbeitet hat, was müssen wir dann nicht für jene tun, für die wir Hoffnung haben dürfen?