Tagesevangelium

Samstag, 7. Mai : II. Vatikanisches Konzil

Die Liturgie ist der Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt. Denn die apostolische Arbeit ist darauf hingeordnet, dass alle, durch Glauben und Taufe Kinder Gottes geworden, sich versammeln, inmitten der Kirche Gott loben, am Opfer teilnehmen und das Herrenmahl genießen. Andererseits treibt die Liturgie die Gläubigen an, dass sie, mit den „österlichen Geheimnissen“ gesättigt, „in Liebe eines Herzens sind“; sie betet, dass sie „im Leben festhalten, was sie im Glauben empfangen haben“; wenn der Bund Gottes mit den Menschen in der Feier der Eucharistie neu bekräftigt wird, werden die Gläubigen von der drängenden Liebe Christi angezogen und entzündet. Aus der Liturgie, besonders aus der Eucharistie, fließt uns wie aus einer Quelle die Gnade zu; in höchstem Maß werden in Christus die Heiligung der Menschen und die Verherrlichung Gottes verwirklicht, auf die alles Tun der Kirche als auf sein Ziel hinstrebt.

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Freitag, 6. Mai : Hl. Katharina von Siena

Ewige Dreifaltigkeit, ewige Dreifaltigkeit! O Feuer, o Abgrund der Liebe, verrückt nach deinem Geschöpf! Ewige Wahrheit, ewiges Feuer, o ewige Weisheit! War die Weisheit denn allein, als sie in die Welt kam? Nein, denn die Weisheit war nicht getrennt von der Macht, noch jene von der Gnade: O Weisheit, du bist also nicht einsam, sondern von der ganzen Gottheit begleitet. Ewige Dreifaltigkeit, du Narr der Liebe! Welchen Nutzen hast du denn von unserer Erlösung? Keinen, denn du brauchst uns nicht, du, unser Gott! Der Nutzen fiel also allein dem Menschen zu. O unbezahlbare Liebe! Du hast uns ein erstes Mal deine Gottheit und deine ganze Menschheit geschenkt. Dann hast du dich selbst ganz als Nahrung hinterlassen, und du beugst unserem Versagen vor, indem du uns auf unserer Pilgerreise hier auf Erden stärkst. O Mensch, was hat dir also dein Gott vermacht? Sein ganzes Selbst: seine Gottheit und seine ganze Menschheit, verhüllt unter dem weißen Schein dieses Brotes. O Feuer der Liebe, genügte es dir nicht, dass du uns nach deinem Bild und Gleichnis erschaffen und im Blut deines Sohnes auf übernatürliche Weise neu geschaffen hast? Musstest du uns auch noch dein göttliches Wesen zur Nahrung geben? Deine Liebe hat es so gewollt, du Narr der Liebe! Du hast nicht nur dein Wort in der Erlösung und in der Eucharistie hingegeben, sondern du hast dein Geschöpf bis zur Torheit geliebt und ihm dein ganzes Wesen geschenkt.

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Freitag, 6. Mai : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,52-59.

In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

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Freitag, 6. Mai : ps 117(116),1.2.

Lobet den Herrn, alle Völker, preist ihn, alle Nationen! Denn mächtig waltet über uns seine Huld, die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

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Freitag, 6. Mai : Apostelgeschichte 9,1-20.

In jenen Tagen wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen. Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst. Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein. Und er war drei Tage blind, und er aß nicht und trank nicht. In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananias! Er antwortete: Hier bin ich, Herr. Der Herr sagte zu ihm: Steh auf und geh zur sogenannten Geraden Straße, und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er betet gerade und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias hereinkommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht. Hananias antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört, wieviel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen. Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur! Denn dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug: Er soll meinen Namen vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen. Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss. Da ging Hananias hin und trat in das Haus ein; er legte Saulus die Hände auf und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist; du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder; er stand auf und ließ sich taufen. Und nachdem er etwas gegessen hatte, kam er wieder zu Kräften. Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damaskus; und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: Er ist der Sohn Gottes.

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Donnerstag, 5. Mai : Symeon der Neue Theologe

Wie der erste Mensch irdisch war, so sind auch seine Nachfahren irdisch; wie aber Christus, unser Meister, himmlisch ist, so sind auch alle himmlisch, die an ihn glauben, die von neuem geboren und auch im Heiligen Geist getauft wurden (vgl. 1 Kor 15,48; Joh 3,3; Apg 1,5). Wie der Geist, der sie hervorbringt, wahrhaft Gott ist, so sind die, die aus ihm geboren werden, Götter durch göttliche Annahme an Kindes statt und alle Söhne des Allerhöchsten, wie der göttliche Mund sagt. […] Zögere nicht länger: Wenn du Christ bist wie Christus, nämlich himmlisch, sollst auch du so sein wie er; wenn du es aber nicht bist, wie kannst du dich dann Christ nennen? Denn wie der Meister himmlisch ist, so sind nach ihm auch die, die an ihn glauben, himmlisch. Alle dagegen, die weltlich denken, alle, die nach dem Fleisch leben, gehören nicht zu Gott, dem Wort, das von oben gekommen ist, sondern zu dem, der aus Erde gebildet wurde: zum irdischen Menschen. So sollst du denken, so urteilen, so glauben und danach streben, so zu werden: himmlisch, nach dem Wort dessen, der vom Himmel gekommen ist und der Welt das Leben gegeben hat (vgl. Joh 6,33). Er ist auch das Brot, das von oben herabkommt, so dass alle, die es essen, den Tod nie mehr schauen müssen (vgl. Joh 6,50); denn da sie himmlisch sind, werden sie zweifellos für immer der Vergänglichkeit entkleidet und mit Unvergänglichkeit bekleidet, befreit vom Tod und innig dem Leben vereint; denn sie werden unsterblich, unverweslich, und daher „himmlisch“ genannt!

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Donnerstag, 5. Mai : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,44-51.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

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Donnerstag, 5. Mai : ps 66(65),8-9.16-17.19-20.

Preist unseren Gott, ihr Völker; lasst laut sein Lob erschallen! Er erhielt uns am Leben und ließ unseren Fuß nicht wanken. Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört; ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat. Zu ihm hatte ich mit lauter Stimme gerufen, und schon konnte mein Mund ihn preisen. Gott aber hat mich erhört, hat auf mein drängendes Beten geachtet. Gepriesen sei Gott; denn er hat mein Gebet nicht verworfen und mir seine Huld nicht entzogen.

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Donnerstag, 5. Mai : Apostelgeschichte 8,26-40.

In jenen Tagen sagte ein Engel des Herrn zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend. Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten, und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen. Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen. Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete: Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht auf. In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. Seine Nachkommen, wer kann sie zählen? Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen. Der Kämmerer wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen? Da begann Philippus zu reden, und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus. Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg? Er ließ den Wagen halten, und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entführte der Geist des Herrn den Philippus. Der Kämmerer sah ihn nicht mehr, und er zog voll Freude weiter. Den Philippus aber sah man in Aschdod wieder. Und er wanderte durch alle Städte und verkündete das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.

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Mittwoch, 4. Mai : Hl. Faustina Kowalska

O heilige Hostie, für mich bist Du im goldenen Kelch verschlossen, auf dass ich rein, unbefleckt und unangetastet durch den großen Dschungel der Verbannung gehe. Die Macht Deiner Liebe möge dies bewirken. O heilige Hostie, lasse Dich in meiner Seele nieder, du reinste Liebe meines Herzens, und Dein Licht möge die Finsternis verdrängen. Dem demütigen Herzen verweigerst Du Deine Gnade nicht. O heilige Hostie, du Wonne des Himmels, obwohl Du Deine Herrlichkeit verhüllst und vor mir als winziges Brot erscheinst, doch starker Glaube vermag die Verhüllung zu zerreißen.

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