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Warum plagst du dich und gibst dir solche Mühe, deinen Reichtum hinter Mörtel und Ziegelsteinen in Sicherheit zu bringen? „Guter Ruf ist kostbarer als großer Reichtum“ (Spr 22,1). Wenn du das Geld liebst, weil es dir Ansehen verschafft, dann bedenke, um wie viel besser dein Ruf sein wird, wenn man dich Vater, Beschützer tausender Kinder nennen kann, als wenn du Tausende von Silbermünzen in deinen Geldsäcken verwahrst! Ob du es willst oder nicht: Eines Tages wirst du dein Geld zurücklassen müssen; den Ruhm aller deiner guten Taten dagegen nimmst du mit dir zum Herrn, und viele werden sich um den Richterstuhl des gemeinsamen Richters drängen und sagen, dass du sie ernährt hast, dass du ihnen beigestanden hast, dass du gütig gewesen bist. […] Verteile dein Vermögen mit offenen Händen, sei großzügig und großherzig in deinen Gaben für die Bedürftigen. Auch von dir soll man sagen können: „Reichlich gibt er den Armen, sein Heil hat Bestand für immer“ (Ps 112(111),9). […] Du betrachtest dein Geld, hast aber keinen Blick für deine Brüder? […] Wie dankbar, glücklich und stolz solltest du auf die Ehre sein, die dir zuteilwird: Nicht du musst an die Tür eines anderen klopfen, sondern die anderen sind es, die sich an die deine drängen! Aber just da setzt du eine finstere Miene auf, lässt niemanden an dich heran und meidest Begegnungen aus Angst, eine kleine Münze loslassen zu müssen. Und nur den einen Spruch hast du auf den Lippen: „Ich hab’ nichts, ich kann nichts geben, ich bin selber arm.“ Arm bist du tatsächlich, arm an allem Guten: Du bist arm an Liebe und Güte, arm an Gottvertrauen und arm an Hoffnung auf die Ewigkeit.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!
Der Herr hat David geschworen, einen Eid, den er niemals brechen wird: „Einen Spross aus deinem Geschlecht will ich setzen auf den Thron. Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, mein Zeugnis, das ich sie lehre, dann sollen auch ihre Söhne auf deinem Thron sitzen für immer.» Denn der Herr hat den Zion erwählt, ihn zu seinem Wohnsitz erkoren. Das ist für immer der Ort meiner Ruhe; hier will ich wohnen, ich hab’ ihn erkoren. Dort lasse ich Davids Macht erstarken und stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf. Ich bedecke seine Feinde mit Schande; doch auf ihm erglänzt seine Krone.
In jenen Tagen als Atalja, die Mutter des Königs Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, ging sie daran, die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie auszurotten. Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, aus dem Kreis der Königssöhne, die ermordet werden sollten, weg und brachte ihn heimlich mit seiner Amme in die Bettenkammer. Dort versteckte sie ihn vor Atalja, so dass er nicht getötet wurde. Er blieb sechs Jahre bei ihr im Haus des Herrn verborgen, während Atalja das Land regierte. Im siebten Jahr bestellte der Priester Jojada die Hundertschaftsführer der Karer und Läufer zu sich. Er führte sie in das Haus des Herrn, schloss mit ihnen ein Abkommen, ließ sie im Haus des Herrn schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs. Die Führer der Hundertschaften befolgten alle Weisungen des Priesters Jojada. Jeder holte seine Leute, sowohl jene, die am Sabbat aufzogen, als auch jene, die am Sabbat abzogen. Sie kamen zum Priester Jojada und dieser gab den Anführern der Hundertschaften die Lanzen und Schilde, die dem König David gehört hatten und sich jetzt im Haus des Herrn befanden. Die Läufer stellten sich mit der Waffe in der Hand von der Südseite des Tempels bis zur Nordseite vor dem Altar und dem Tempel rings um den König auf. Dann führte Jojada den Königssohn heraus und überreichte ihm den Stirnreif und das Königsgesetz. So machten sie ihn zum König, salbten ihn, klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König! Als Atalja das Geschrei des Volkes hörte, kam sie zu den Leuten in das Haus des Herrn. Da sah sie den König am gewohnten Platz bei der Säule stehen; die Obersten und die Trompeter waren bei ihm und alle Bürger des Landes waren voller Freude und bliesen die Trompeten. Atalja zerriss ihre Kleider und schrie: Verrat, Verrat! Doch der Priester Jojada befahl den Hundertschaftsführern, die das Kommando über die Truppen hatten: Führt sie durch die Reihen hinaus und schlagt jeden mit dem Schwert nieder, der ihr folgen will; denn - so sagte der Priester - sie soll nicht im Haus des Herrn getötet werden. Da legte man Hand an sie, und als sie an den Weg kam, auf dem man die Pferde zum Palast des Königs führt, wurde sie dort getötet. Jojada schloss nun den Bund des Herrn mit König und Volk. Sie versprachen, dass sie das Volk des Herrn sein wollten. Auch König und Volk ließ er einen Bund schließen. Darauf zogen alle Bürger des Landes zum Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zertrümmerten seine Altäre und Bilder vollständig und erschlugen den Baalspriester Mattan vor den Altären. Auch stellte Jojada Posten vor das Haus des Herrn Alle Bürger des Landes waren voll Freude und die Stadt blieb ruhig. Atalja aber hatte man vor dem Palast des Königs mit dem Schwert umgebracht.
„Gib uns unser tägliches Brot“. Diese Worte lassen sich im geistlichen wie im wörtlichen Sinn verstehen: Nach Gottes Plan sollen beide Auslegungen beitragen zu unserem Heil. Unser Brot des Lebens ist Christus, und dieses Brot gehört nicht aller Welt, sondern es gehört uns. Ebenso wie wir „Vater unser“ sagen, weil er der Vater derer ist, die den Glauben haben, so nennen wir Christus „unser Brot“, weil er das Brot derer ist, die seinen Leib bilden. Um dieses Brot beten wir jeden Tag. Wir wollen uns nicht […] durch eine schwere Sünde […] dieses Himmelsbrotes berauben und uns abtrennen vom Leib Christi, der verkündet hat: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch […] für das Leben der Welt“ (Joh 6,51). […] Der Herr hat uns gewarnt: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch“ (Joh 6,53). Wir beten also täglich darum, unser Brot, das heißt Christus, zu empfangen, um in Christus zu bleiben und zu leben und uns ja nicht von seiner Gnade und seinem Leib zu trennen. Wir können diese Bitte auch so verstehen, dass wir ganz einfach um Nahrung bitten. […] Wir haben der Welt entsagt; durch die Gnade des Glaubens haben wir auf ihre Reichtümer und ihre Verlockungen verzichtet; nun bitten wir schlicht um Nahrung. […] Wer ein Jünger Christi sein will und gemäß dem Wort des Meisters auf alles verzichtet (vgl. Lk 14,33), der soll jeden Tag um die notwendige Nahrung bitten und sich nicht darüber hinaus Sorgen machen. Der Herr hat gesagt: „Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage“ (Mt 6,34). Der Jünger bittet also zu Recht um seine tägliche Nahrung, da es ihm untersagt ist, sich um den morgigen Tag zu sorgen.
In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten. Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort. Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen. Es waren nämlich etwa fünftausend Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern! Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten. Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Und alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.
Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
So spricht der Herr zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße. Das Zepter deiner Macht streckt der HERR aus vom Zion her: Herrsche inmitten deiner Feinde! Dich umgibt Herrschaft am Tag deiner Macht, im Glanz des Heiligtums. Ich habe dich aus dem Schoß gezeugt vor dem Morgenstern. Der HERR hat geschworen und nie wird es ihn reuen: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks. Der HERR steht dir zur Rechten; er zerschmettert Könige am Tag seines Zornes.
In jenen Tagen brachte Melchisedek, der König von Salem, Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.