Tagesevangelium

Donnerstag, 4. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 16,13-23.

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei. Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

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Donnerstag, 4. August : ps 51(50),12-13.14-15.18-19.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und einen festen Geist erneuere in meinem Innern! Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht, deinen heiligen Geist nimm nicht von mir! Gib mir wieder die Freude deines Heiles, rüste mich aus mit dem Geist der Großmut! Ich will die Frevler deine Wege lehren und die Sünder kehren um zu dir. Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie geben, an Brandopfern hast du kein Gefallen. Schlachtopfer für Gott ist ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

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Donnerstag, 4. August : Buch Jeremia 31,31-34.

Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war - Spruch des Herrn. Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, klein und groß, werden mich erkennen - Spruch des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.

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Mittwoch, 3. August : Hl. Johannes Chrysostomus

Eigentlich hätte sich die Kanaanäerin entmutigt zurückziehen müssen, doch sie kommt näher heran, fällt vor Jesus nieder und sagt zu ihm: „Herr, hilf mir!“ – Ja, Frau, hast du ihn denn nicht sagen hören: „Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt“? – Doch, ich habe es gehört, entgegnet sie; aber ich weiß, dass er der Herr ist über alle Dinge. […] Weil er ihre Antwort voraussah, verzögerte Christus die Erhörung ihres Gebets. Er lehnte ihre Bitte zunächst ab, um ihren Glauben noch stärker werden zu lassen. Wenn er sie gar nicht hätte erhören wollen, dann würde er ihre Bitte am Ende auch nicht erfüllt haben. […] Seine Antworten waren nicht dazu gedacht, ihr weh zu tun, sondern vielmehr dazu, sie näher an sich zu ziehen und diesen verborgenen Schatz zu enthüllen. Aber bedenke bitte neben ihrem Glauben auch ihre tiefe Demut. Jesus nannte die Juden Kinder; die Kanaanäerin überbietet diese Anrede noch und nennt sie Herren, so weit war sie davon entfernt, auf das Lob anderer neidisch zu sein: „[…] selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“ […] Und deshalb wurde sie zu den Kindern gezählt. Christus sagte ihr daraufhin: „Frau, dein Glaube ist groß.“ Er sehnte sich danach, dieses Wort auszusprechen und die Frau zu belohnen: „Was du willst, soll geschehen.“ […] Wie du siehst, hat die Kanaanäerin großen Anteil an der Heilung ihrer Tochter. Denn Christus sagt nicht: Deine Tochter möge gesundwerden, sondern: „Dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen.“ Und beachte auch noch dies: Wo die Apostel versagt und nichts erreicht hatten, hatte sie Erfolg. Das ist die Macht des beharrlichen Gebets.

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Mittwoch, 3. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 15,21-28.

In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

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Mittwoch, 3. August : Buch Jeremia 31,10.11-12ab.13.

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn, verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt: Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln und hüten wie ein Hirt seine Herde. Denn der Herr wird Jakob erlösen und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren. Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe, sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn. Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, Jung und Alt sind fröhlich. Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer.

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Mittwoch, 3. August : Buch Jeremia 31,1-7.

In jener Zeit - Spruch des Herrn - werde ich der Gott aller Stämme Israels sein, und sie werden mein Volk sein. So spricht der Herr: Gnade fand in der Wüste das Volk, das vom Schwert verschont blieb; Israel zieht zum Ort seiner Ruhe. Aus der Ferne ist ihm der Herr erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir so lange die Treue bewahrt. Ich baue dich wieder auf, du sollst neu gebaut werden, Jungfrau Israel. Du sollst dich wieder schmücken mit deinen Pauken, sollst ausziehen im Reigen der Fröhlichen. Wieder sollst du Weingärten pflanzen auf Samarias Bergen. Wer Pflanzungen anlegt, darf ihre Früchte genießen. Denn es kommt der Tag, da rufen die Wächter auf Efraims Bergland: Auf, lasst uns hinaufpilgern nach Zion zum Herrn, unserem Gott. Ja, so spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels.

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Dienstag, 2. August : Hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit

„Und sie warfen sich nieder, und sie beteten an, und sie legten ihre Kränze vor dem Thron nieder und sprachen: Würdig bist Du, Herr, Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht…“ (vgl. Offb 4,10–11). Wie kann ich im Himmel meiner Seele diesen in Ewigkeit dauernden Dienst der Seligen in der Herrlichkeit des Himmels nachahmen? Wie kann ich diesen Lobpreis, diese Anbetung ohne Unterlass weiterverfolgen? Der heilige Paulus gibt mir darüber Aufschluss, wenn er den Seinen schreibt, dass „der Vater sie durch die Kraft Seines Geistes in ihrem Inneren stärkt, sodass Jesus Christus durch den Glauben in ihren Herzen wohnt und sie in der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet sind“ (vgl. Eph 3,16–17). In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet: mir kommt vor, dass ist die Bedingung, um würdig seine Aufgabe als laudem gloriae zu erfüllen. Die Seele, die in diese „Tiefen Gottes“ […] vordringt und darin bleibt, die also alles „in Ihm, mit Ihm, durch Ihn und für Ihn“ vollbringt, […] diese Seele „verwurzelt“ sich durch jede ihrer Regungen, jedes Streben, durch all ihre Taten, wie gewöhnlich sie auch sein mögen, immer tiefer in Ihm, den sie liebt. Alles in ihr gibt dem dreimal heiligen Gott die Ehre: sie ist sozusagen ein fortwährendes Sanctus, ein immerwährender Lobpreis der Herrlichkeit!… „Sie werfen sich nieder, sie beten an, sie legen ihre Kränze nieder“… Und zunächst muss die Seele „sich niederwerfen“, sich in den Abgrund ihres Nichts versenken, so darin untertauchen, dass sie nach dem bezaubernden Ausdruck eines Mystikers „den wahren, unwandelbaren und vollkommenen Frieden findet, den nichts zu stören vermag, denn sie hat sich in einen so tiefen Abgrund gestürzt, dass niemand sie dort suchen würde“ (Ruisbroec 98). Dann wird sie „anbeten“ können.

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Dienstag, 2. August : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 14,22-36.

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret. Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

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Dienstag, 2. August : ps 102(101),16-17.18-19.20-21.29.22.

Die Völker fürchten den Namen des Herrn und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. Denn der Herr baut Zion wieder auf und erscheint in all seiner Herrlichkeit. Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu, ihre Bitten verschmäht er nicht. Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise. Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe, vom Himmel blickt er auf die Erde nieder; er will auf das Seufzen der Gefangenen hören und alle befreien, die dem Tod geweiht sind, Die Kinder deiner Knechte werden in Sicherheit wohnen, ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen, damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden und sein Lob in Jerusalem.

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