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Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Länder der Erde! singt dem HERRN, preist seinen Namen! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag! Erzählt bei den Nationen von seiner Herrlichkeit, bei allen Völkern von seinen Wundern! Denn groß ist der HERR und hoch zu loben, mehr zu fürchten als alle Götter. Alle Götter der Heiden sind nichtig, der Herr aber hat den Himmel geschaffen. Hoheit und Pracht sind vor seinem Angesicht, Macht und Glanz in seinem Heiligtum.
Liebe Brüder! Wenn wir die Gebote Jesu Christi halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in ihm. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben, wie er gelebt hat. Liebe Brüder, ich schreibe euch kein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, etwas, das in ihm und in euch verwirklicht ist; denn die Finsternis geht vorüber, und schon leuchtet das wahre Licht. Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht; da gibt es für ihn kein Straucheln. Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis. Er geht in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht; denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht.
„Als König Herodes von der Geburt des Erlösers hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem“ (vgl. Mt 2,3). […] Das Geheimnis der Passion war es, das durch die Myrrhe der Magier schon angedeutet wurde; und erbarmungslos werden Neugeborene umgebracht. […] Was bedeutet dieses Abschlachten von Kindern? Wie kann man es wagen, ein so schreckliches Verbrechen zu begehen? „Aus dem Grund“, so sagen Herodes und seine Ratgeber, „weil ein seltsames Zeichen am Himmel erschienen ist, das den Weisen das Kommen eines anderen Königs ankündigt.“ Verstehst du, was diese Vorzeichen bedeuten, Herodes? […] Wenn Jesus der Herr der Gestirne ist, ist er dann nicht vor deinen Angriffen gefeit? Du glaubst, Macht zu haben über Leben und Tod; aber von einem so sanften Wesen hast du nichts zu befürchten! Gott gibt ihn in deine Hand; warum also eine Verschwörung gegen ihn anzetteln? […] Doch lassen wir die Trauer, „das bittere Klagen der Rahel, die um ihre Kinder weint“ (vgl. Mt 2,18); denn heute vertreibt die Sonne der Gerechtigkeit (vgl. Mal 3,20) die Finsternis des Bösen und ergießt ihr Licht über die ganze Natur: er, der unsere Menschennatur angenommen hat […]. An diesem Fest der Geburt des Herrn werden „die ehernen Tore zerbrochen, die eisernen Riegel zerschlagen“ (Ps 107,16); heute „öffnen sich die Tore zur Gerechtigkeit“ (vgl. Ps 118,19), […] denn durch einen Menschen – Adam – kam der Tod, und heute kommt durch einen Menschen das Heil (vgl. Röm 5,18). […] Nach dem Baum der Sünde erhebt sich der Baum der Güte, das Kreuz. […] Heute beginnt das Geheimnis der Passion.
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig, und er ließ in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte. Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt worden ist: Ein Geschrei war in Rama zu hören, lautes Weinen und Klagen: Rahel weinte um ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn sie waren dahin.
Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, als sich gegen uns Menschen erhoben, sie hätten uns lebendig verschlungen, als gegen uns ihr Zorn entbrannt war. Dann hätten die Wasser uns weggespült, als hätte sich über uns ein Wildbach ergossen. Die Wasser hätten sich über uns ergossen, die wilden und wogenden Wasser. Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; das Netz ist zerrissen, und wir sind frei. Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Brüder! Das ist die Botschaft, die wir von Jesus Christus gehört haben und euch verkünden: Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis leben, lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht leben, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.
„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens“ (1 Joh 1,1). Gibt es jemanden, der das Wort des Lebens mit seinen Händen anfassen kann, wenn es nicht „Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“ (vgl. Joh 1,14)? Nun, dieses Wort, das Fleisch geworden ist, damit wir es mit unseren Händen anfassen können, begann im Schoß der Jungfrau Maria, Fleisch zu werden. Aber es begann damals nicht, das Wort zu sein, denn dieses war schon „von Anfang an“, sagt der heilige Johannes. Seht, wie sein Brief sein Evangelium bestätigt, in dem es heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“. Vielleicht verstehen manche unter „Wort des Lebens“ irgendeine Formel, um Christus zu bezeichnen, und nicht präzise den Leib Christi, den Hände angefasst haben. Aber hört, wie es weitergeht: „In ihm war das Leben.“ Christus ist also das Wort des Lebens. Und wie hat sich dieses Leben offenbart? Denn obwohl es von Anfang an war, hat es sich doch nicht den Menschen offenbart, sondern den Engeln, die es sahen und sich von ihm als von ihrem Brot ernährten. So heißt es in der Schrift: „Brot der Engel aß der Mensch“ (Ps 77(78),25 Vulg.). Das Leben selbst also hat sich im Fleisch offenbart: Es hat sich in seiner ganzen Fülle offenbart, damit eine Wirklichkeit, die nur für das Herz sichtbar ist, auch für die Augen sichtbar werde, um die Herzen zu heilen. Denn nur das Herz sieht das Wort, das Fleisch sieht es nicht. Wir konnten das Fleisch sehen, aber nicht das Wort. Das Wort ist Fleisch geworden […], um in uns das zu heilen, was uns fähig macht, das Wort zu sehen. […] „Wir bezeugen“, schreibt der hl. Johannes, „und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde“ (vgl. 1 Joh 1,2).
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.
Der Herr ist König. Es juble die Erde! Freuen sollen sich die vielen Inseln. Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Thrones. Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Angesicht des Herrn der ganzen Erde. Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, seine Herrlichkeit schauen alle Völker. Ein Licht erstrahlt den Gerechten und Freude den Menschen mit redlichem Herzen. Freut euch am HERRN, ihr Gerechten, dankt seinem heiligen Namen!
Brüder! Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist.