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Dient dem HERRN mit Freude! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennt: Der HERR allein ist Gott. Er hat uns gemacht, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide. Kommt mit Dank durch seine Tore, mit Lobgesang in seine Höfe! Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der HERR ist gut, ewig währt seine Huld und von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.
Meine Brüder! Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder erschlug. Warum hat er ihn erschlagen? Weil seine Taten böse, die Taten seines Bruders aber gerecht waren. Wundert euch nicht, meine Brüder, wenn die Welt euch hasst. Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben. Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben? Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. Daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und werden unser Herz in seiner Gegenwart beruhigen. Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles. Liebe Brüder, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht.
Nimm mich auf, heiliger Vater, und sei mir ein ganz milder Vater, auf dass ich auf der Bahn dieses heiligen Vorsatzes, auf der ich um deiner Liebe willen zu laufen begonnen habe, dich selbst als Siegespreis und ewiges Erbe erhalte. Nimm mich auf, geliebter Jesus, und sei mir ein ganz gütiger Bruder, auf dass du mit mir die volle Last und Hitze des Tages trägst und ich dich bei all meinen Arbeiten als Trost habe und auf meinem Weg als Begleiter, als Führenden und Freund. Nimm mich auf, Heiliger Geist, göttliche Liebe, in dein völlig gütiges Erbarmen und in deine Liebe, auf dass ich in meinem ganzen Leben dich als Meister habe und als Lehrer und als süßesten liebenden Freund meines Herzens. […] Reiße die Mauer meines alten Wandels ein, die mich fernhält von dir. Ziehe mich so mächtig an dich, dass ich im Glück deiner unauslöschlichen Liebe dir weise liebend folge. Ja, gütiger Jesus, da mir das Wollen nahe liegt, ich aber aus menschlicher Gebrechlichkeit nicht zur Ausführung gelangen kann, so bekehre meine Seele mit Hilfe deiner Gnade durch das makellose Gesetz deiner Liebe so zu dir, dass ich unermüdlich auf dem Weg deiner Gebote voraneile (vgl. Ps 119,32) und dir untrennbar anhänge. Sei du, mein Herr, bei mir. Hilf mir immer und stärke mich bei dem guten Werk, das ich aus Liebe zu deiner Liebe auf mich genommen habe.
In jener Zeit stand Johannes wieder am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte - Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels - Petrus.
Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Geholfen hat ihm seine Rechte und sein heiliger Arm. Es brause das Meer und alles, was es erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. In die Hände klatschen sollen die Ströme, die Berge sollen jubeln im Chor. Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt, um die Erde zu richten. Er richtet den Erdkreis gerecht, die Nationen so, wie es recht ist.
Meine Kinder, lasst euch von niemand in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt. Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.
Jesus Christus war der Sohn Gottes. Gleichwohl verkündete er das Evangelium nicht vor der Taufe. Wenn der Herr selbst ordnungs- und zeitgemäß verfuhr, sollen dann wir, seine Diener, ohne Einhaltung der Ordnung etwas wagen? Erst damals begann Jesus zu predigen, als der Heilige Geist in sichtbarer Gestalt gleich einer Taube auf ihn herabgekommen war. Nicht sollte Jesus ihn zum ersten Mal sehen; denn er kannte ihn schon, ehe er leiblich erschienen war. Vielmehr sollte ihn Johannes der Täufer schauen. „Denn“ – sagt er – „ich kannte ihn nicht; doch der, welcher mich gesandt hatte, mit Wasser zu taufen, sprach zu mir: Derjenige, auf den du den Geist herabsteigen und auf dem du ihn bleiben siehst, der ist es“ (Joh 1,33). Wenn nun deine Frömmigkeit ebenfalls aufrichtig ist, dann kommt der Heilige Geist auch auf dich herab, und es tönt dir von oben als väterliche Stimme entgegen nicht „dieser ist mein Sohn“ (Mt 3,17), wohl aber „dieser ist jetzt mein Sohn geworden“. Nur von Jesus gilt „er ist“; denn „im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“ (Joh 1,1). Von Jesus gilt „er ist“, da er jederzeit der Sohn Gottes ist. Von dir dagegen heißt es „jetzt ist er es geworden“; denn nicht von Natur aus hast du die Sohnschaft, sondern du empfängst sie gemäß einer Bestimmung, Er ist ewig (der Sohn); du aber erhältst die Gnade im Laufe der Zeit. Richte also her das Gefäß deiner Seele, damit du ein Sohn Gottes werdest und „Erbe Gottes, Miterbe aber Christi“ (Röm 8,17). Nur musst du dich rüsten, um auch zu empfangen; nur muss der Glaube dich führen, wenn du ein Gläubiger werden willst. Du musst zielbewusst den alten Menschen ablegen.
In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.
Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Geholfen hat ihm seine Rechte und sein heiliger Arm. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzet dem Herrn, alle Lande, freut euch, jubelt und singt! Spielt dem Herrn auf der Harfe, auf der Harfe zu lautem Gesang! Zum Schall der Trompeten und Hörner jauchzt vor dem Herrn, dem König!
Liebe Brüder! Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, erkennt auch, dass jeder, der die Gerechtigkeit tut, von Gott stammt. Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist. Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit. Ihr wisst, dass er erschienen ist, um die Sünde wegzunehmen, und er selbst ist ohne Sünde. Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn nicht erkannt.