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Doch die Einwirkung der Gnade auf den Geist ist zum Glauben notwendig. Lesen wir das Evangelium. Die Zeitgenossen Jesu konnten ihn berühren, hören, ihre Sinne ihn wahrnehmen; der Verstand sagte ihnen, dass er ein hervorragender, hochstehender Mensch sei. Doch um sein göttliches Wesen zu erfassen und zu glauben, dass er der wahre Sohn Gottes war, brauchte es außer den Wundern und den Worten der Propheten ein Gnadengeschenk. Jesus selbst sagt es: „Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater“ […] (Mt 16,17). Und ein andermal sprach er: „Niemand kann zu mir kommen, wenn der Vater ihn nicht zieht“ […] (Joh 6,44).
Der Glaube ist ein Geschenk des Himmels. Der Ungläubige muss demütig die Gnade seines Kommens erflehen und wir, die wir diese Gottesgabe besitzen, müssen um Wachstum des Glaubens bitten: „Credo, Domine, adiuva incredulitatem meam“ [„Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben“] (Mk 9,24). Versuchungen gegen den Glauben sind immer möglich, aber sie sollen uns ein Ansporn zum Beten sein; durch sie wird unser Glaube lebendiger, erkennen wir besser, dass er eine übernatürliche, ungeschuldete Gabe ist. […] aber ziehen wir Nutzen aus den Schwierigkeiten: schließen wir uns noch bewusster und fester an Christus und seine Botschaft an.
Quelle: Evangelizo
In jener Zeit, als Jesus mit Petrus, Jakobus und Johannes von dem Berg herabgestiegen war und sie zu den anderen Jüngern zurückkamen, sahen sie eine große Menschenmenge um sie versammelt und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten.
Sobald die Leute Jesus sahen, liefen sie in großer Erregung auf ihn zu und begrüßten ihn.
Er fragte sie: Warum streitet ihr mit ihnen?
Einer aus der Menge antwortete ihm: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht. Er ist von einem stummen Geist besessen;
immer wenn der Geist ihn überfällt, wirft er ihn zu Boden, und meinem Sohn tritt Schaum vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und wird starr. Ich habe schon deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, aber sie hatten nicht die Kraft dazu.
Da sagte er zu ihnen: O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir!
Und man führte ihn herbei. Sobald der Geist Jesus sah, zerrte er den Jungen hin und her, so dass er hinfiel und sich mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden wälzte.
Jesus fragte den Vater: Wie lange hat er das schon? Der Vater antwortete: Von Kind auf;
oft hat er ihn sogar ins Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Doch wenn du kannst, hilf uns; hab Mitleid mit uns!
Jesus sagte zu ihm: Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt.
Da rief der Vater des Jungen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Als Jesus sah, dass die Leute zusammenliefen, drohte er dem unreinen Geist und sagte: Ich befehle dir, du stummer und tauber Geist: Verlass ihn, und kehr nicht mehr in ihn zurück!
Da zerrte der Geist den Jungen hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Der Junge lag da wie tot, so dass alle Leute sagten: Er ist gestorben.
Jesus aber fasste ihn an der Hand und richtete ihn auf, und der Junge erhob sich.
Als Jesus nach Hause kam und sie allein waren, fragten ihn seine Jünger: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben?
Er antwortete ihnen: Diese Art kann nur durch Gebet ausgetrieben werden.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit;
der Herr hat sich bekleidet und mit Macht umgürtet.
Der Erdkreis ist fest gegründet,
nie wird er wanken.
Dein Thron steht fest von Anbeginn,
du bist seit Ewigkeit.
Fluten erheben sich, Herr,
Fluten erheben ihr Brausen,
Fluten erheben ihr Tosen.
Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser,
gewaltiger als die Brandung des Meeres
ist der Herr in der Höhe.
Deine Gesetze sind fest und verlässlich;
Herr, deinem Haus gebührt Heiligkeit
für alle Zeiten.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
Alle Weisheit stammt vom Herrn, und ewig ist sie bei ihm.
Den Sand des Meeres, die Tropfen des Regens und die Tage der Vorzeit, wer hat sie gezählt?
Die Höhe des Himmels, die Breite der Erde und die Tiefe des Meeres, wer hat sie gemessen?
Früher als sie alle ist die Weisheit erschaffen, von Ewigkeit her die verständige Einsicht.
Die Quelle der Weisheit ist das Wort Gottes in der Höhe; ihre Wege sind die ewigen Gebote. Die Kenntnis der Weisheit, wem wurde sie offenbart? Ihre mannigfachen Wege, wer hat sie erkannt?
Die Wurzel der Weisheit - wem wurde sie enthüllt, ihre Pläne - wer hat sie durchschaut?
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Nur einer ist weise, höchst ehrfurchtgebietend: der auf seinem Thron sitzt, der Herr.
Er hat sie geschaffen, geschaut und gezählt, sie ausgegossen über all seine Werke.
Den Menschen ist sie unterschiedlich zugeteilt; er spendet sie denen, die ihn fürchten.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
In dem Maße, wie ein Christ seinen Glauben bekennt und versucht, ihn zu leben, wird er von Gläubigen und Nichtgläubigen als ungewöhnlich wahrgenommen. […] Das Ungewöhnliche eines Christen ist schlicht und einfach seine Ähnlichkeit mit Jesus Christus, die Christusähnlichkeit, die – durch die Taufe in einen Menschen eingesenkt und sein Herz durchdringend – schließlich sozusagen bis an die Hautoberfläche kommt. […]
Er glaubt nicht nur an Gott, sondern er soll ihn auch lieben, wie ein Sohn einen ganz und gar liebevollen und allmächtigen Vater liebt, nach dem Vorbild Christi. […]
Er liebt seinen Nächsten nicht nur wie sich selbst, sondern er soll ihn lieben „wie Christus uns geliebt hat“, nach dem Vorbild Christi. […]
Er ist nicht nur der Bruder seines ihm angehörigen Mitmenschen, sondern aller Mitmenschen weltweit. […]
Er gibt nicht nur, sondern er teilt; er leiht aus, fordert aber nicht zurück; er ist verfügbar für das, was von ihm verlangt wird, aber er tut mehr als das, was von ihm verlangt wird. […]
Er ist nicht nur Bruder derer, die ihn lieben, sondern auch seiner Feinde; er erträgt nicht nur Schläge, sondern er entfernt sich auch nicht von dem, der ihn schlägt.
Er verzichtet nicht nur darauf, Böses mit Bösem zu vergelten, sondern verzeiht und vergisst; er vergisst nicht nur, sondern er vergilt Böses mit Gutem.
Er leidet nicht nur und wird von einigen getötet, sondern sterbend leidet er noch zu ihren Gunsten; nicht nur einmal, sondern jedes Mal. […]
Er teilt nicht nur das, was er hat oder was er in sich hat, sondern er gibt das einzige, das Gott ihm zu eigen gegeben hat: sein eigenes Leben. […]
Er ist nicht nur glücklich, weil er durch Gott und für Gott lebt, sondern weil er auf ewig mit Gott leben wird und dazu beiträgt, dass auch seine Brüder für immer mit Gott leben werden.
Quelle: Evangelizo
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel.
Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
Brüder! Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.
Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden.
Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List.
Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig.
Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch;
Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch;
ihr aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.
Er wird nicht immer zürnen,
nicht ewig im Groll verharren.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er die Schuld von uns.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
Der Herr sprach zu Mose:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.
Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden.
An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.
Quelle: Evangelizo
Textstelle auf Bibelserver
„Aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5). Das sind die Worte des Vaters, die aus der Wolke des Geistes hervorgingen: „Das ist mein geliebter Sohn, der Mensch ist und die Gestalt eines Menschen hat. Gestern ist er Mensch geworden, hat demütig unter euch gewohnt; heute leuchtet sein Antlitz. Das ist mein geliebter Sohn; er ist vor aller Zeit. Er ist der einzige Sohn des einzigen Gottes. Außerhalb der Zeit und ewig ist er von mir, dem Vater, gezeugt. Er ist nicht nach mir ins Dasein getreten, sondern von Ewigkeit her ist er aus mir, in mir und mit mir.“ […]
Durch das Wohlwollen des Vaters ist sein einziger Sohn, sein Wort, Fleisch geworden. Durch sein Wohlwollen hat der Vater in seinem einzigen Sohn die Erlösung der ganzen Welt vollbracht. Das Wohlwollen des Vaters hat in seinem einzigen Sohn alles vereint. […] Wahrlich, es hat dem Herrn aller Dinge, dem Schöpfer, der das All regiert, gefallen, in seinem einzigen Sohn die Gottheit und die Menschheit zu vereinen und durch diese alle Geschöpfe, „damit Gott herrscht über alles und in allem“ (1 Kor 15,28).
„Das ist mein geliebter Sohn“, der Abglanz meiner Herrlichkeit, das Abbild meines Wesens, durch den ich auch die Engel geschaffen habe, durch den der Himmel befestigt und die Erde gegründet wurde. Er „trägt das All durch sein machtvolles Wort“ (Hebr 1,3) und durch den Hauch seines Mundes, das heißt durch den Geist, der führt und Leben schenkt. Hört auf ihn, denn wer ihn aufnimmt, der nimmt mich auf (vgl. Mk 9,37), mich, der ich ihn gesandt habe, nicht aufgrund meiner souveränen Macht, sondern als Vater. Als Mensch nämlich ist er gesandt, als Gott aber bleibt er in mir und ich bleibe in ihm. Hört auf ihn, denn er hat „Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68).
Quelle: Evangelizo