Home | Tagesevangelium
Die Woche umfasst, wie jeder weiß, sieben Tage: Sechs davon hat uns Gott zum Arbeiten gegeben und einen zum Beten, zum Ausruhen und zur Befreiung von unseren Sünden. […] Ich will dir nun die Gründe darlegen, warum uns die Tradition überliefert wurde, den Sonntag zu halten und an ihm keine Arbeit zu verrichten.
In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Gott steht auf, seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht.
Die Gerechten aber freuen sich, sie jubeln vor Gott und jauchzen in Freude.
Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Gott bringt Verlassene heim,
führt Gefangene hinaus in das Glück.
Wir sind nicht dem Fleisch verpflichtet, Schwestern und Brüder, sodass wir nach dem Fleisch leben müssten.
Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.
Schwestern und Brüder! Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes.
Der gesetzestreue Pharisäer
Hob bei seinem Gebet im Tempel
Das Gute hervor, das er
Vor Deinen allsehenden Augen vollbracht hatte.
Jene törichte Seele voll Hochmut
Verglich sich mit dem fernen Menschengeschlecht
Und mit dem nahen Zöllner,
Der zur gleichen Zeit betete.
Nicht nur erhielt er nicht, worum er bat,
Wegen seiner hochtrabenden Worte,
Sondern auch seine früheren Werke der Gerechtigkeit
Verlor er wegen seiner prahlerischen Rede.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich werde schon geopfert und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe.
Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue bewahrt.
Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sein Erscheinen ersehnen.
Ich will den HERRN allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des HERRN; die Armen sollen es hören und sich freuen.
Das Angesicht des HERRN richtet sich gegen die Bösen, ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Die aufschrien, hat der HERR erhört, er hat sie all ihren Nöten entrissen.
Der Herr ist der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung.
Er bevorzugt niemanden gegenüber einem Armen, die Bitte eines ungerecht Behandelten wird er erhören.
Er missachtet nicht den Hilferuf der Waise und die Witwe, wenn sie ihren Jammer ausschüttet.
Wer Gott wohlgefällig dient, wird angenommen und seine Bitte dringt bis in die Wolken.
Wir sehen, dass unser göttlicher Erlöser uns […] mit einem Feigenbaum vergleicht, den der Hausherr in seinen Weinberg gepflanzt hat; er beschneidet ihn, hegt und pflegt ihn in der Hoffnung, dass er Früchte tragen wird. Doch als er merkt, dass er keine trägt – zwar auch keine schlechten, aber das allein genügt nicht –, reißt er ihn aus und wirft ihn ins Feuer [.