Tagesevangelium

Hl. Vinzenz von Paul

Ihr seht, meine Töchter, welche Treue ihr Gott schuldet. Die Ausübung eurer Berufung besteht darin, dass ihr euch oft der Gegenwart Gottes erinnert. Um euch dies zu erleichtern, nutzt die Signale, die das Schlagen der Uhr euch gibt, um dann einen Akt der Anbetung zu vollziehen. Ein solcher Akt könnte darin bestehen, in eurem Herzen zu sagen: „Mein Gott, ich bete dich an“, oder „Mein Gott, du bist mein Gott“, „Mein Gott, ich liebe dich von ganzem Herzen“; „Ich wünschte, o mein Gott, alle Welt würde dich erkennen und ehren, um so die Verachtung zu würdigen, die du auf Erden erduldest hast“.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,35-38

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft! Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.

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ps 40(39),7-8.9-10.17

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag’ ich im Herzen.

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Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,12.15b.17-19.20b-21

Brüder! Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. Sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden.

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Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Wer sich am Sonntag abrackert, weil er denkt, dadurch mehr Geld zu verdienen oder noch produktiver zu sein, der liegt falsch! Können zwei oder drei Francs jemals den Schaden ersetzen, den er sich selbst zufügt, wenn er das Gebot des lieben Gottes bricht? Ihr glaubt, dass alles von eurer Arbeit abhängt; und da trifft euch eine Krankheit, ein Unfall.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,13-21

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,68-69.70-71.72-73.74-75

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten. Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen;

Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht.

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Brief des Apostels Paulus an die Römer 4,20-25

Brüder! Abraham zweifelte nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben, und er erwies Gott Ehre, fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt zu tun, was er verheißen hat. Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Doch nicht allein um seinetwillen steht in der Schrift, dass der Glaube ihm angerechnet wurde, sondern auch um unseretwillen; er soll auch uns angerechnet werden, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat.

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Hl. Antonius von Padua

Wie dem Denar das Bild des Kaisers, so ist unserer Seele das Bild der heiligsten Dreifaltigkeit eingeprägt, wie es im Psalm heißt: „Das Licht deines Angesichtes, Herr, ist uns eingeprägt“ (vgl. Ps 4,7 Vulg.). […] Herr, das Licht deines Angesichtes, das heißt das Licht deiner Gnade, das dein Bild in uns gestaltet und uns dir ähnlich macht, ist uns, das heißt unserer Vernunft eingeprägt.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 22,15-21

In jener Zeit kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; denn du siehst nicht auf die Person.

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