Tagesevangelium

Buch Maleachi 3,13-20a

Was ihr über mich sagt, ist kühn, spricht der Herr. Doch ihr fragt: Was sagen wir denn über dich? Ihr sagt: Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen. Was haben wir davon, wenn wir auf seine Anordnungen achten und vor dem Herrn der Heere in Trauergewändern umhergehen? Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, denn die Frevler haben Erfolg; sie stellen Gott auf die Probe und kommen doch straflos davon.

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Hl. Hieronymus

Der Apostel beweist, dass wir Kinder Gottes sind, durch die Tatsache, dass wir den Heiligen Geist in uns haben (vgl. Gal 4,6). Niemals, so sagt er, würden wir es wagen zu sprechen: „Vater unser im Himmel …“, ohne das Bewusstsein, dass der Heilige Geist in uns wohnt und mit der machtvollen Stimme des Verstandes und des Glaubens ruft [schreit]: „Abba, Vater“.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,1-4

Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.

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ps 86(85),3-4.5-6.9-10

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! Den ganzen Tag rufe ich zu dir. Herr, erfreue deinen Knecht; denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade. Herr, vernimm mein Beten, achte auf mein lautes Flehen!

Alle Völker kommen und beten dich an, sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre.

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Buch Jona 3,10b.4,1-11

Gott reute das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus. Das missfiel Jona ganz und gar, und er wurde zornig. Er betete zum Herrn und sagte: Ach Herr, habe ich das nicht schon gesagt, als ich noch daheim war? Eben darum wollte ich ja nach Tarschisch fliehen; denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und reich an Huld und dass deine Drohungen dich reuen.

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Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Ja, meine Brüder, wenn wir den lieben Gott wirklich lieben würden, dann wäre es uns eine Freude und ein Glück, etwas Zeit damit zu verbringen, ihn anzubeten, ihn um Gnade und Vergebung zu bitten: Wir würden diese Momente als die schönsten unseres Lebens ansehen. Ach, wie süß und tröstlich sind die Augenblicke, die wir mit diesem guten Gott verbringen!

Habt ihr Kummer? Kommt einen Augenblick und werft euch ihm zu Füßen, und ihr werdet getröstet.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,38-42

In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.

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ps 130(129),1-2.3-4.5-6ab.6c.7a.8

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr, höre meine Stimme! Wende dein Ohr mir zu, achte auf mein lautes Flehen!

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, Herr, wer könnte bestehen? Doch bei dir ist Vergebung, damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.

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Buch Jona 3,1-10

Das Wort des Herrn erging an Jona: Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde. Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.

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Symeon der Neue Theologe

Ich habe mich entfernt, o Menschenfreund, ich weilte in der Wüste, ich verbarg mich vor dir, mein guter Meister, versunken in der Nacht weltlicher Sorgen, wo ich so manchen Biss und manche Wunde erlitt, von dort steige ich wieder auf mit verwundeter Seele, und ich schreie in meinem Schmerz und in der Qual meines Herzens: Hab Erbarmen mit mir, sei mir Sünder gnädig!

Arzt, der du allein die Seelen liebst, der du allein das Erbarmen liebst, der du die Kranken und Verwundeten gratis heilst, sei auch der Arzt meiner Verwundungen und Verletzungen! Lass fließen das Öl deiner Gnade, mein Gott, streiche es auf meine Wunden, gieße es auf meine Geschwüre, heile und belebe meine Glieder und tilge alle Narben, mein Erlöser, gib mir die volle und vollkommene Gesundheit wieder.

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