Tagesevangelium

Hl. Gregor der Große

„Des Todes Erstgeborener möge die Schönheit seiner Haut verschlingen und seine Arme fressen“ (vgl. Ijob 18,13 Vulg.). Die Schönheit der Haut bezeichnet den zeitlichen Ruhm, der äußerlich begehrt wird und sich wie ein glänzender Schein auf die Haut legt. Was das Wort von den Armen betrifft, so wird es auf unsere Werke angewandt, da die körperliche Arbeit mit den Armen verrichtet wird.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 23,1-12

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht. Sie schnüren schwere und unerträgliche Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, selber aber wollen sie keinen Finger rühren, um die Lasten zu bewegen.

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Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 2,7b-9.13

Brüder! Wir sind euch freundlich begegnet: Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, so waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden. Ihr erinnert euch, Brüder und Schwestern, wie wir uns gemüht und geplagt haben.

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ps 131(130),1.2-3

Herr, mein Herz ist nicht stolz, nicht hochmütig blicken meine Augen. Ich gehe nicht um mit Dingen, die mir zu wunderbar und zu hoch sind.

Vielmehr habe ich besänftigt, habe zur Ruhe gebracht meine Seele. Wie ein gestilltes Kind bei seiner Mutter, wie das gestillte Kind, so ist meine Seele in mir.

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Buch Maleachi 1,14b.2,1-2ab.8-10

Ein großer König bin ich, spricht der Herr der Heere, und mein Name ist bei den Völkern gefürchtet. Jetzt gilt dieses Gebot für euch, ihr Priester: Wenn ihr nicht hört und nicht von Herzen darauf bedacht seid, meinen Namen in Ehren zu halten – spricht der HERR der Heerscharen –, dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch.

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Hl. Hildegard von Bingen

Gott hat nach seinem ursprünglichen Plan alle Güter in Fülle geschaffen und das Bauwerk der Tugenden so eingerichtet, dass keine Lücke darin zu finden ist. Er kämpft bis zum Ende gegen seine Feinde, deren Herz voll Hochmut ist; die versuchen, hinaufzusteigen, bevor sie eine Leiter haben; die sich setzen, bevor ein Sitz aufgestellt wird, und deren Werk nur ein Urteil zulässt: Wenn es mangelhaft ist, wird es verschwinden.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 14,1.7-11

Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen.

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ps 94(93),12-13.14-15.17-18

Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst, den du mit deiner Weisung belehrst. Du bewahrst ihn vor bösen Tagen, bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen und niemals sein Erbe verlassen. Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit; ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

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Brief des Apostels Paulus an die Römer 11,1-2a.11-12.25-29

Brüder! Ich frage: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat. Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen.

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Hl. Johannes Paul II.

Indem der „Sabbat“, der von Gott gesegnete und für heilig erklärte siebte Tag, das gesamte Schöpfungswerk einschließt, steht er in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Werk des sechsten Tages, an dem Gott den Menschen „als sein Abbild“ schuf (vgl. Gen 1,26). Dieser unmittelbarste Zusammenhang zwischen dem „Tag Gottes“ und dem „Tag des Menschen“ war den Kirchenvätern in ihren Betrachtungen über den Schöpfungsbericht nicht entgangen.

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