Home | Tagesevangelium
An den Strömen von Babel,
da saßen wir und wir weinten,
wenn wir Zions gedachten.
An die Weiden in seiner Mitte
hängten wir unsere Leiern.
Denn dort verlangten, die uns gefangen hielten, Lieder von uns,
unsere Peiniger forderten Jubel:
„Singt für uns eines der Lieder Zions!“
Wie hätten wir singen können die Lieder des HERRN,
fern, auf fremder Erde?
Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem,
dann soll meine rechte Hand mich vergessen.
In jenen Tagen begingen alle führenden Männer Judas und die Priester und das Volk viel Untreue. Sie ahmten die Gräueltaten der Völker nach und entweihten das Haus, das der HERR in Jerusalem zu seinem Heiligtum gemacht hatte.
Immer wieder hatte der HERR, der Gott ihrer Väter, sie durch seine Boten gewarnt; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung.
Wir stellen fest, dass der Pharisäer den Zöllner ziemlich leichtfertig für einen Dieb hielt, weil dieser die Steuern einnahm. Ohne es wirklich zu wissen, sagte er, dass der Zöllner mehr verlange, als er soll, und seine Autorität nur dazu benutze, Unrecht zu tun. Dennoch ging dieser angebliche Dieb gerechtfertigt von seinem Platz zu Füßen Gottes weg, und jener Pharisäer, der sich für vollkommen hielt, ging schuldiger nach Hause, als er gekommen war.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab
und mach mich rein von meiner Sünde!
Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie geben,
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Schlachtopfer für Gott ist ein zerbrochener Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.
Auf, lasst uns zum HERRN zurückkehren! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird uns auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf und wir leben vor seinem Angesicht.
Lasst uns den HERRN erkennen, ja lasst uns nach der Erkenntnis des HERRN jagen! Er kommt so sicher wie das Morgenrot; er kommt zu uns wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
Nicht zweifelhaft, sondern sicher ist mein Bewusstsein, dass ich dich liebe, o Herr.
Mit deinem Worte hast du mein Herz getroffen, und ich habe dich geliebt.
Was aber liebe ich, wenn ich dich liebe?
Nicht körperliche Wohlgestalt noch zeitliche Anmut,
nicht den Glanz des Lichtes, das unsern Augen so angenehm ist,
nicht die lieblichen Melodien des ganzen Reiches der Töne,
nicht den Duft von Blumen, Salben und Gewürzen,
nicht Manna und Honig,
nicht Glieder, die zu freundlicher Umarmung einladen:
Nicht das liebe ich, wenn ich meinen Gott liebe.
In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft.
Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm:
Seine Schulter hab ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not, und ich riss dich heraus.
Ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört,
an den Wassern von Meriba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen!
Israel, wolltest du doch auf mich hören!
Kein fremder Gott soll bei dir sein,
du sollst dich nicht niederwerfen vor einem fremden Gott.
So spricht der Herr: Kehr um, Israel, zum HERRN, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.
Nehmt Worte der Reue mit euch, kehrt um zum HERRN und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld hinweg und nimm an, was gut ist: Anstelle von Stieren bringen wir dir unsere Lippen dar.