Tagesevangelium

Hl. Gregor der Große

„Wenn er die Wasser zurückhält, so verdorrt alles, und wenn er sie loslässt, so verwüsten sie das Land“ (Ijob 12,15 Vulg.). Unter Wasser verstehen wir die Kunst der Predigt, denn es steht geschrieben: „Tiefe Wasser sind die Worte aus dem Mund eines [weisen] Mannes, und ein überströmender Fluss ist der Quell der Weisheit“ (Spr 18,4 Vulg.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 6,1b.2-6

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und was sind das für Machttaten, die durch ihn geschehen? Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.

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Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Korinther 12,7-10

Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet.

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ps 123(122),1-2.3-4

Ich erhebe meine Augen zu dir, der du thronst im Himmel. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so sind unsere Augen erhoben zum HERRN, unserem Gott, bis er uns gnädig ist. Sei uns gnädig, HERR, sei uns gnädig! Denn übersatt sind wir von Verachtung, vom Spott der Selbstsicheren ist übersatt unsere Seele, von der Verachtung durch die Stolzen.

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Buch Ezechiel 1,28b.2,1-5

In jenen Tagen als ich die Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht. Und ich hörte, wie jemand redete. Er sagte zu mir: Menschensohn, stell dich auf deine Füße; ich will mit dir reden. Da kam Geist in mich, als er zu mir redete, und er stellte mich auf meine Füße.

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Hl. Pacianus von Barcelona

Die Sünde Adams hatte sich auf das ganze Menschengeschlecht übertragen, ja, auf alle seine Kinder. […] Es ist also notwendig, dass die Gerechtigkeit Christi ebenfalls auf das ganze Menschengeschlecht übertragen wird. Wie Adam durch die Sünde seinen Nachkommen das Leben genommen hat, so wird Christus durch seine Gerechtigkeit seinen Kindern das Leben geben (vgl.

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Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,14-17

In jener Zeit kamen die Jünger Johannes des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten.

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ps 85(84),9.11-12.13-14

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der HERR seinem Volk und seinen Frommen, sie sollen sich nicht zur Torheit wenden. Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

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Buch Amos 9,11-15

So spricht der Herr: An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids wieder auf und bessere ihre Risse aus, ich richte ihre Trümmer auf und stelle alles wieder her wie in den Tagen der Vorzeit, damit sie den Rest von Edom unterwerfen und alle Völker, über denen mein Name ausgerufen ist – Spruch des HERRN, der das ausführt.

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Hl. Charles de Foucauld

„Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“ (Mt 9, 13). Barmherzig sein, sein Herz allen Leiden zuwenden, denen des Leibes und mehr noch denen der Seele, denn die Krankheiten der Seele sind unendlich viel schlimmer als alle Leiden des Körpers; sie bedrohen das Leben und das Glück der Glieder Christi nicht nur für ein paar Jahre, sondern für die Ewigkeit … Sich nicht darauf konzentrieren, für die fetten, sauberen und folgsamen Schafe zu sorgen, dabei aber die schwarzen Schafe ihrem schlimmen Schicksal zu überlassen, sondern alle Menschen um Gottes willen, der ihr Vater und Erlöser ist, zu lieben und sich vor allem um die Kranken und die Sünder kümmern, denn diese haben es viel nötiger.

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