Tagesevangelium

Mittwoch, 8 August 2018 : Buch Jeremia 31,10.11-12ab.13.

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn, verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt: Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln und hüten wie ein Hirt seine Herde. Denn der Herr wird Jakob erlösen und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren. Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe, sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn, über Korn, Wein und Öl, über Lämmer und Rinder. Sie werden wie ein bewässerter Garten sein und nie mehr verschmachten. Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, Jung und Alt sind fröhlich. Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer.

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Mittwoch, 8 August 2018 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 15,21-28.

In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

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Dienstag, 7 August 2018 : Kommentar Isaak der Syrer 

Wessen Herz in der gläubigen Hoffnung verankert ist, der leidet niemals Mangel. Er hat nichts, durch den Glauben jedoch besitzt er alles, wie geschrieben steht: „Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt“ und „Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts“ (Mt 21,22; Phil 4,5-6). Der Verstand sucht immer nach Möglichkeiten, Erworbenes für sich zu behalten. Der Glaube jedoch sagt: „Wenn nicht der HERR das Haus baut, mühen sich umsonst, die daran bauen“ (Ps 126(127),1). Wer im Glauben betet, lebt niemals nur vom Wissen, das aus dem Verstand kommt. Wer sich dessen bewusst ist, findet lobende Worte für die Furcht. Ein Weiser sagte einmal: „Wessen Herz Furcht kennt, der ist selig“. Und was sagt der Glaube dazu? „Als er Angst bekam, begann er unterzugehen“, und „denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen“ (vgl. Röm 8,15) und der euch frei macht, zu glauben und auf Gott zu hoffen. Der Furcht folgt immer der Zweifel […]; immer treten Furcht und Zweifel auf, wenn der Verstand Sachverhalte prüft und nach deren Ursachen forscht; denn der Verstand findet keine Ruhe. Die Seele sieht sich häufig mit Unvorhergesehenem konfrontiert, mit Schwierigkeiten und zahlreichen, gefährlichen Fallen, und dabei können ihr weder Intelligenz noch Klugheit in ihren verschiedenen Formen helfen. Dagegen wird der Glaube nie durch derlei Erschwernisse überwältigt. Siehst du nun, wie schwach das Wissen ist und wie stark der Glaube? Der Glaube sagt: „Alles kann, wer glaubt, denn für Gott ist alles möglich“ (vgl. Mk 9,23; 10,27). Welch unaussprechlich großer Reichtum! Ein Meer, das in seinen Wogen solchen Reichtum, solch wunderbare Schätze trägt, das es durch die Kraft des Glaubens überläuft!

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Dienstag, 7 August 2018 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 14,22-36.

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret. Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

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Dienstag, 7 August 2018 : Buch Jeremia 30,1-2.12-15.18-22.

Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch! Ja, so spricht der Herr: Arg ist dein Schaden, unheilbar deine Wunde. Niemand verschafft dir Recht. Für das Geschwür gibt es keine Heilung, keine Genesung gibt es für dich. Alle deine Freunde haben dich vergessen, sie kümmern sich nicht mehr um dich. Denn wie ein Feind schlägt, so habe ich dich geschlagen mit harter Züchtigung wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden. Was schreist du über deinen Schaden und dein arges Leiden? Wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden habe ich dir das getan. So spricht der Herr: Seht, ich wende das Geschick der Zelte Jakobs, seiner Wohnstätten erbarme ich mich. Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden, die Burg auf ihrem alten Platz stehen. Lobgesang wird dort erschallen, die Stimme fröhlicher Menschen. Ich will ihre Zahl vermehren, sie sollen nicht weniger werden; ich will ihnen Ehre verschaffen, sie sollen nicht verachtet werden. Die Söhne Jakobs werden sein wie ehedem, seine Gemeinde wird vor mir bestehen bleiben, doch alle seine Unterdrücker ziehe ich zur Rechenschaft. Sein Machthaber wird ihm selbst entstammen, sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Ich gewähre ihm Zutritt, so dass er mir nahen kann; denn wer sonst dürfte sein Leben wagen, um mir zu nahen? - Spruch des Herrn. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.

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Dienstag, 7 August 2018 : Psalm 102(101),16-17.18-19.20-21.29.22.

Die Völker fürchten den Namen des Herrn und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. Denn der Herr baut Zion wieder auf und erscheint in all seiner Herrlichkeit. Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu, ihre Bitten verschmäht er nicht. Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise. Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe, vom Himmel blickt er auf die Erde nieder. Er will auf das Seufzen der Gefangenen hören und alle befreien, die dem Tod geweiht sind, Die Kinder deiner Knechte werden in Sicherheit wohnen, ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen, damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden und sein Lob in Jerusalem.

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Montag, 6 August 2018 : Kommentar Hl. Johannes von Damaskus

Einst ließen auf dem Berg Sinai Rauch, Sturm, Dunkelheit und Feuer (Ex 19,16) erkennen, dass Gott sich gänzlich herabgelassen hatte, und taten kund, dass er, der das Gesetz gab, unnahbar war […] und dass der Schöpfer an seinen Werken erkannt werden wollte. Aber nun ist alles erfüllt von Glanz und Licht. Denn der Schöpfer und Herr aller Dinge ist aus dem Schoß des Vaters zu uns gekommen. Er hat seine eigentliche Wohnung, seinen Platz im Schoß des Vaters, nicht verlassen; aber er ist herabgekommen, um bei den Sklaven zu sein. Er wurde wie ein Sklave und, in seiner Natur und seinem Verhalten, den Menschen gleich (Phil 2,7), damit Gott, der für die Menschen unbegreiflich ist, von den Menschen verstanden werden könne. Durch sich und in sich offenbart er den Glanz der göttlichen Natur. Einst hatte Gott den Menschen in eine enge Verbindung mit seiner Gnade hineingestellt. Als er dem soeben aus Erde geformten Menschen den Lebensgeist einblies und ihm das Beste, was er hatte, anvertraute, da erwies er ihm die Ehre, sein Abbild zu sein (Gen 1,27). Er gab ihm Eden als Wohnort und machte ihn zu einem vertrauten Bruder der Engel. Aber da wir nun das göttliche Abbild mit unseren ungeregelten Begierden bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt haben, ging der mitfühlende Gott eine weitere Verbindung mit uns ein, die viel sicherer und außergewöhnlicher war als die erste. Er verbleibt in der Höhe seiner Göttlichkeit, nimmt aber auch an, was tief unter ihm ist […]. Er verbindet das Urbild mit dem Abbild und zeigt heute seine eigene Schönheit. Sein Gesicht leuchtet wie die Sonne; denn in seiner Göttlichkeit ist er dem immateriellen Licht gleichgeworden. Deshalb ist er zur Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20) geworden. Seine Kleider aber werden weiß wie Schnee; denn sie erhalten ihren strahlenden Glanz, weil sie Hülle sind und nicht etwa, weil sie eine Einheit mit ihm bildeten; weil eine Beziehung zu ihm besteht und nicht etwa aufgrund ihrer Natur. Und „eine leuchtende Wolke überschattete sie“ und machte den Lichtglanz des Geistes wahrnehmbar.

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Montag, 6 August 2018 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,1-9.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

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Montag, 6 August 2018 : Zweiter Brief des Apostels Petrus 1,16-19.

Brüder! Wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe. Er hat von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit empfangen; denn er hörte die Stimme der erhabenen Herrlichkeit, die zu ihm sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Diese Stimme, die vom Himmel kam, haben wir gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. Dadurch ist das Wort der Propheten für uns noch sicherer geworden, und ihr tut gut daran, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.

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Montag, 6 August 2018 : Psalm 97(96),1-2.5-6.8-9.

Der Herr ist König. Die Erde frohlocke. Freuen sollen sich die vielen Inseln. Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns. Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt. Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, seine Herrlichkeit schauen alle Völker. Zion hört es und freut sich, Judas Töchter jubeln, Herr, über deine Gerichte. Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde, hoch erhaben über alle Götter.

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