Tagesevangelium

Freitag, 14 Dezember 2018 : Buch Jesaja 48,17-19.

So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres. Deine Nachkommen wären zahlreich wie der Sand und deine leiblichen Kinder wie seine Körner. Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.

weiterlesen

Donnerstag, 13 Dezember 2018 : Kommentar Origenes

Josua überschritt den Jordan, um die Stadt Jericho anzugreifen. Aber der hl. Paulus lehrt: „[…] wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen“ (Eph 6,12). Die Vorkommnisse, die aufgezeichnet wurden, sind Bilder und Symbole. Denn Paulus sagt an anderer Stelle: „Das aber geschah an ihnen, damit es uns als Beispiel dient; uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben, uns, die das Ende der Zeiten erreicht hat“ (1 Kor 10,11). Wenn also diese Dinge zu unserer Ermahnung aufgezeichnet wurden – wohlan denn! Was zögerst du? Brechen wir auf in den Krieg, erstürmen wir die größte Stadt dieser Welt, d.h. die Bosheit, und zerstören wir die stolzen Stadtmauern der Sünde. Schaust du ringsum nach, welcher Weg einzuschlagen ist, welches Schlachtfeld auszusuchen ist? Du findest ohne Zweifel meine Worte verwunderlich, aber sie sind dennoch wahr: beschränke deine Nachforschungen auf dich allein. In dir findet der Kampf statt, den du liefern willst, in deinem Inneren ist das Bauwerk des Bösen und der Sünde, das es niederzureißen gilt. Dein Feind kommt aus der Tiefe deines Herzens. Nicht ich sage dir das, sondern Christus; hör gut zu: „[…] aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Lästerungen“ (Mt 15,19). Machst du dir einen Begriff von der Macht dieser feindlichen Armee, die aus der Tiefe deines Herzens gegen dich vorrückt? Das sind unsere wahren Feinde.

weiterlesen

Donnerstag, 13 Dezember 2018 : Buch Jesaja 41,13-20.

Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel! Ich selber werde dir helfen - Spruch des Herrn. Der Heilige Israels löst dich aus. Zu einem Dreschschlitten mache ich dich, zu einem neuen Schlitten mit vielen Schneiden. Berge wirst du dreschen und sie zermalmen, und Hügel machst du zu Spreu. Du worfelst sie, und es verweht sie der Wind, es zerstreut sie der Sturm. Du aber jubelst über den Herrn, du rühmst dich des Heiligen Israels. Die Elenden und Armen suchen Wasser, doch es ist keines da; ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, will sie erhören, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. Auf den kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen und Quellen inmitten der Täler. Ich mache die Wüste zum Teich und das ausgetrocknete Land zur Oase. In der Wüste pflanze ich Zedern, Akazien, Ölbäume und Myrten. In der Steppe setze ich Zypressen, Platanen und auch Eschen. Dann werden alle sehen und erkennen, begreifen und verstehen, dass die Hand des Herrn das alles gemacht hat, dass der Heilige Israels es erschaffen hat.

weiterlesen

Donnerstag, 13 Dezember 2018 : Psalm 145(144),1.9.10-11.12-13ab.

Ich will dich rühmen, mein Gott und König, und deinen Namen preisen immer und ewig; Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. Danken sollen dir, Herr, all deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, sollen sprechen von deiner Macht. Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden und den herrlichen Glanz deines Königtums. Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht. Der Herr ist treu in all seinen Worten, voll Huld in all seinen Taten.

weiterlesen

Donnerstag, 13 Dezember 2018 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,7b.11-15.

Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!

weiterlesen

Mittwoch, 12 Dezember 2018 : Kommentar Hl. Bonaventura

Lerne also wahrhaft demütig zu sein – ohne Verstellung wie jene, die sich in Falschheit demütigen, und nicht wie die Heuchler, von denen es im Buch Sirach (19,23) heißt: „Es ist einer, der sich trügerisch erniedrigt, sein Inneres aber ist voll List.“ „Ein wahrhaft Demütiger“, sagt Bernhard, „will stets geringgeachtet, nicht als demütig gepriesen werden.“ […] Glaube nicht, dass die Jungfräulichkeit Gott gefalle ohne die Demut; sicher wäre auch Maria nicht die Gottesmutter geworden, wenn sie in sich Hochmut gehabt hätte. […] und deswegen handelt es sich hier um eine große Tugend, ohne deren Besitz es nicht bloß keine andere wahre Tugend gibt, sondern diese sich zum Hochmut auswächst. […] Christus hat sich für uns erniedrigt […] dass zu seiner Zeit nichts verächtlicher angesehen wurde als er. […] So tief war seine Erniedrigung, so sehr hatte er sich gebeugt, dass niemand über ihn ein rechtes Urteil abgab, niemand von ihm glaubte, dass er Gott sei. Wenn also unser Herr und Meister selber sagt: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, und der Jünger steht nicht über seinem Meister, dann musst du, wenn du eine Magd Christi, eine Jüngerin Christi bist, gering, verachtet und demütig sein.

weiterlesen

Mittwoch, 12 Dezember 2018 : Buch Jesaja 40,25-31.

Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein?, spricht der Heilige. Hebt eure Augen in die Höhe, und seht: Wer hat die Sterne dort oben erschaffen? Er ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft. Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen. Jakob, warum sagst du, Israel, warum sprichst du: Mein Weg ist dem Herrn verborgen, meinem Gott entgeht mein Recht? Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht. Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

weiterlesen

Mittwoch, 12 Dezember 2018 : Psalm 103(102),1-2.3-4.8.10.

Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: Der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt. Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte. Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

weiterlesen

Mittwoch, 12 Dezember 2018 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,28-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

weiterlesen

Dienstag, 11 Dezember 2018 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 18,12-14.

In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.

weiterlesen