Tagesevangelium

Donnerstag, 28 März 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,14-23.

In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

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Donnerstag, 28 März 2019 : Kommentar Symeon der Neue Theologe

Dein Meister ärgert sich nicht über den Spott – und du regst dich darüber auf? Er erträgt Speichel, Ohrfeigen und Geißelhiebe – und du kannst kein hartes Wort hinnehmen? Er nimmt das Kreuz an, einen ehrlosen Tod, die Qual der Nägel – und du bist nicht bereit, weniger ehrenvolle Dienste zu verrichten? Und wie wirst du an seiner Herrlichkeit teilhaben (vgl. 1 Petr 5,1), wenn du nicht bereit bist, an seinem schmachvollen Tod teilzuhaben? Wahrlich, vergeblich hast du dich von deinen Reichtümern getrennt, wenn du nicht das Kreuz auf dich nehmen willst, wie er selber es mit seinem Wort der Wahrheit angeordnet hat. „Verkauf deinen Besitz und gib ihn den Armen“, das verlangt Christus vom jungen Mann ebenso wie von uns. „Nimm dein Kreuz auf dich“, „komm und folge mir nach“ (vgl. Mt 19,21; vgl. Mt 16,24). Du hast wohl deine Reichtümer mit anderen geteilt, aber ohne bereit zu sein, das Kreuz auf dich zu nehmen, das heißt, tapfer den Ansturm aller möglichen Prüfungen zu ertragen. Du bist auf dem Weg des Lebens irregegangen und hast dich zu deinem Unglück von deinem so sanften Gott und Meister getrennt. Ich bitte euch, meine Brüder, halten wir uns an alle Gebote Christi, ertragen wir bis zum Tod aus Liebe zum Himmelreich die Prüfungen, die uns bedrängen, um teilzuhaben an der Herrlichkeit Jesu, um teilzuhaben am ewigen Leben und um uns unaussprechlicher Wohltaten erfreuen zu können in Christus Jesus, unserem Herrn.

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Mittwoch, 27 März 2019 : Psalm 147,12-13.15-16.19-20.

Jerusalem, preise den Herrn, lobsinge, Zion, deinem Gott! Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, die Kinder in deiner Mitte gesegnet. Er sendet sein Wort zur Erde, rasch eilt sein Befehl dahin. Er spendet Schnee wie Wolle, streut den Reif aus wie Asche. Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Gesetze und Rechte. An keinem andern Volk hat er so gehandelt, keinem sonst seine Rechte verkündet.

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Mittwoch, 27 März 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,17-19.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

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Mittwoch, 27 März 2019 : Kommentar Hl. Augustinus

Die Gnade, einst im Alten Testament gleichsam verhüllt, wurde vollständig offenbar im Evangelium Christi durch eine harmonische Anordnung der Zeiten, wie Gott ja üblicherweise alles harmonisch einrichtet […] Doch innerhalb dieser wunderbaren Harmonie kann man einen großen Unterschied ausmachen zwischen zwei Epochen. Am Sinai wagte das Volk nicht, sich dem Ort zu nähern, wo der Herr sein Gesetz gab; im Abendmahlssaal steigt der Heilige Geist auf jene herab, die sich versammelt haben, um die Erfüllung der Verheißung zu erwarten (vgl. Ex 19,23; vgl. Apg 2,1). Zuerst hat der Finger Gottes seine Gebote auf Tafeln von Stein geschrieben; jetzt schreibt er sie in das Herz der Menschen (Ex 31,18; 2 Kor 3,3). Einst war das Gesetz äußerlich aufgeschrieben und machte den Sündern Angst; jetzt wurde es ihnen innerlich eingegeben, um sie gerecht zu machen […] In der Tat, wie der Apostel Paulus sagt: Alles, was auf den Tafeln aus Stein geschrieben ist: „Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten […], du sollst nicht begehren! und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes“ (Röm 13,9–10; vgl. Lev 19,18) […] Diese Liebe wurde „ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5,5).

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Mittwoch, 27 März 2019 : Deuteronomium 4,1.5-9.

Mose sprach zum Volk: Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört, und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen. Hiermit lehre ich euch, wie es mir der Herr, mein Gott, aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsvorschriften. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk. Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege? Jedoch, nimm dich in acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast. Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein!

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Dienstag, 26 März 2019 : Psalm 25(24),4-5.6-7.8-9.

Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade! lehre mich deine Pfade! Führe mich in deiner Treue und lehre mich; denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich hoffe ich allezeit. Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld; denn sie bestehen seit Ewigkeit. Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig. Gut und gerecht ist der Herr, darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg. Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

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Dienstag, 26 März 2019 : Buch Daniel 3,25.34-43.

In jenen Tag sprach Asarja mitten im Feuer folgendes Gebet: Um deines Namens willen verwirf uns nicht für immer; löse deinen Bund nicht auf! Versag uns nicht dein Erbarmen, deinem Freund Abraham zuliebe, deinem Knecht Isaak und Israel, deinem Heiligen, denen du Nachkommen verheißen hast so zahlreich wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres. Ach, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt. Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei dir. Du aber nimm uns an! Wir kommen mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn. Wie Brandopfer von Widdern und Stieren, wie Tausende fetter Lämmer, so gelte heute unser Opfer vor dir und verschaffe uns bei dir Sühne. Denn wer dir vertraut, wird nicht beschämt. Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen, fürchten dich und suchen dein Angesicht. Überlass uns nicht der Schande, sondern handle an uns nach deiner Milde, nach deinem überreichen Erbarmen! Errette uns, deinen wunderbaren Taten entsprechend; verschaff deinem Namen Ruhm, Herr!

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Dienstag, 26 März 2019 : Kommentar Hl. Cäsarius von Arles

Worin besteht die menschliche Barmherzigkeit? Vor allem darin, auf das Elend der Armen zu achten. Und worin besteht die göttliche Barmherzigkeit? Zweifellos darin, Vergebung der Sünden zu gewähren […] Es ist Gott, der, wie er selber sagt (Mt 25,40), auf dieser Welt in allen Armen friert und Hunger leidet […] Was sind wir doch für Menschen, die wir empfangen wollen, wenn Gott schenkt, und wenn er bittet, wollen wir nichts geben!? Wenn der Arme hungert, ist es Christus, der Not leidet; er selber sagt es ja: „[…] ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben“ (V. 42). Missachte also nicht das Elend der Armen, wenn du mit Zuversicht auf die Vergebung deiner Sünden hoffen willst […] Was er [Christus] auf Erden empfängt, gibt er im Himmel zurück. Ich frage euch, meine Brüder, was wollt ihr, was sucht ihr, wenn ihr in die Kirche kommt? Was, wenn nicht Barmherzigkeit? Gewährt ihr die irdische, und ihr werdet die himmlische erhalten. Der Arme bittet dich, und du bittest Gott: Er bittet um einen Bissen Brot, und du um das ewige Leben […] Deshalb, wenn ihr zur Kirche kommt, gebt also den Armen nach euren Möglichkeiten.

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Dienstag, 26 März 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 18,21-35.

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hatte. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.

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