Tagesevangelium

Sonntag, 1 September 2019 : Psalm 68(67),4-5ab.6-7.10-11.

Die Gerechten aber freuen sich und jubeln vor Gott; sie jauchzen in heller Freude. Singt für Gott, spielt seinem Namen; jubelt ihm zu, ihm, der auf den Wolken einherfährt! Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Gott bringt die Verlassenen heim, führt die Gefangenen hinaus in das Glück; doch die Empörer müssen wohnen im dürren Land. Gott, du ließest Regen strömen in Fülle und erquicktest dein verschmachtendes Erbland. Deine Geschöpfe finden dort Wohnung; Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen.

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Samstag, 31 August 2019 : Kommentar Hl. Gertrud von Helfta

Siehe, tief erbleiche ich ob meiner Sünden, ob meiner Versäumnisse erröte ich so sehr. Heftig fürchte ich mich vor dem Verlust meines Lebens. Jene Prüfung, die auf mich zukommt, in dem Christus, der edle Mensch, mit mir die Rechnung aufstellt, ängstigt mich. Wenn er von mir das meiner Lebenszeit Anvertraute einfordern wollte, sowie den Ertrag aus dem Reichtum meines Verstandes, der er mir gegeben hat: Ganz gewiss werde ich keine Erwiderung, die deiner Güte angemessen ist, finden können. Was soll ich tun? Wohin mich wenden? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich (Lk 16,3). O Güte, du Güte, öffne jetzt deinen Mund. Dein guter Rat soll, ich beschwöre dich, meinen Geist erquicken. Ja, antworte mir, was ich unter diesen Umständen tun kann, denn deinem Namen entsprechend bist du wahrhaft von Herzen gütig und weißt am besten, was mir in meiner Lage von Nutzen ist. Ja, verschone mich, komm mir zu Hilfe und sei in der Betrübnis nicht wie eine Fremde zu mir. Lass dich von der Armut meines Geistes bewegen und, angerührt vom Erbarmen deines Herzens, sag in deiner Güte zu mir: Es soll eine Gemeinsame Geldbörse geben für dich und für mich (Spr 1,14). O Güte, du Güte, du hast bei dir die zurückgelegten Reichtümer, die so groß, so außerordentlich sind, dass Himmel und Erde nicht ausreichen um sie ausreichen um sie aufzunehmen. Du hast meinen Jesus dazu genötigt, dass er für meine Seele die seine hingab, für mein Leben das seine, so dass du alles Seine zu dem Meinem machtest und so aus deinem Überfluss ein Besitz für den Armen erwuchs. Ja, rufe meine hungrige Seele zu deiner reichen Pfründe, damit ich aus deinen Reichtümern lebe. Und weil du mich leitest, du mich ernährst, werde ich unter der strengen Zucht des Herren nicht ermatten, bis dass ich unter deiner Leitung zu meinem Gott zurückkehren und meinen Geist dem zurückgeben werde, der ihn gegeben hat.

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Samstag, 31 August 2019 : Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 4,9-11.

Brüder! Über die Bruderliebe brauche ich euch nicht zu schreiben; Gott selbst hat euch schon gelehrt, einander zu lieben; und danach handelt ihr auch an allen Brüdern in ganz Mazedonien. Wir ermuntern euch aber, Brüder, darin noch vollkommener zu werden. Setzt eure Ehre darein, ruhig zu leben, euch um die eigenen Aufgaben zu kümmern und mit euren Händen zu arbeiten, wie wir euch aufgetragen haben.

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Samstag, 31 August 2019 : Psalm 98(97),1.7-8.9.

Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Er hat mit seiner Rechten geholfen und mit seinem heiligen Arm. Es brause das Meer und alles, was es erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. In die Hände klatschen sollen die Ströme, die Berge sollen jubeln im Chor. Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt, um die Erde zu richten. Er richtet den Erdkreis gerecht, die Nationen so, wie es recht ist.

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Samstag, 31 August 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 25,14-30.

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

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Freitag, 30 August 2019 : Kommentar Hl. Gertrud von Helfta

Dass du mich in der Stunde meines Todes im Brautkleid mit brennender Lampe in der Schar der klugen Jungfrauen wie die Braut dem Bräutigam dir entgegengehen lässt: Wir bitten dich, erhöre uns. Dass du mich mit einem Kuss deines honigfließenden Mundes als dein Eigentum hineinführst in das Brautgemach festlicher Liebe […] Zu dir, der das Herz erforscht, lass mich hingehen zur Schar der klugen Jungfrauen, nicht als eine, deren Leib, sondern deren Geist gefällt, damit ich den himmlischen Bräutigam mit entzündeter Lampe, mit dem Öl meiner Vorbereitung erwarten kann. Damit ich nicht in Verwirrung gestürzt werde durch eine unvorhergesehene Ankunft des Königs, vielmehr sicher mit dem Licht dem Chor der ihm vorausgehenden Jungfrauen entgegenlaufen kann und nicht mit den Törichten ausgeschlossen werde (Mt 25,1–13). Damit ich vielmehr frei bin, mit den klugen Jungfrauen den königlichen Palasthof zu betreten. Und in der ewigwährenden Gemeinschaft deines Lammes möchte ich bleiben in dieser Reinheit […] O Liebe, o Liebe, in deiner schönen Liebe bereite mir den Weg zu dir: […] Du führst im seligsten himmlischen Reigentanz mit dir die Tausende und Abertausende der alles überstrahlenden Jungfrauen an, […] die voll Jubel singen die süßen Lieder von der ewigen Hochzeit mit dir. Ja, o Liebe, in diesem Elend behüte mich unter dem Schatten deiner erbarmenden Liebe, damit ich nach diesem Leben in der Fremde von dir geführt ohne jeden Makel eintreten kann in dein Heiligtum, in jene große Schar der Jungfrauen, und mich dann nur noch dies eine Äderigen göttlicher Zuneigung erfrischt, dieser eine honigfließende Genuss mich sättigt. Amen, Amen, sollen alle sagen.

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Freitag, 30 August 2019 : Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 4,1-8.

Brüder, wir bitten und ermahnen euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener! Ihr wisst ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben. Das ist es, was Gott will: eure Heiligung. Das bedeutet, dass ihr die Unzucht meidet, dass jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen, und dass keiner seine Rechte überschreitet und seinen Bruder bei Geschäften betrügt, denn all das rächt der Herr, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht dazu berufen, unrein zu leben, sondern heilig zu sein. Wer das verwirft, der verwirft also nicht Menschen, sondern Gott, der euch seinen Heiligen Geist schenkt.

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Freitag, 30 August 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 25,1-13.

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

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Freitag, 30 August 2019 : Psalm 97(96),1-2.5-6.8.10.11-12.

Der Herr ist König. Die Erde frohlocke. Freuen sollen sich die vielen Inseln. Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns. Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt. Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, seine Herrlichkeit schauen alle Völker. Zion hört es und freut sich, Judas Töchter jubeln, Herr, über deine Gerichte. Ihr, die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse! Er behütet das Leben seiner Frommen, er entreißt sie der Hand der Frevler. Ein Licht erstrahlt den Gerechten und Freude den Menschen mit redlichem Herzen. Ihr Gerechten, freut euch am Herrn, und lobt seinen heiligen Namen!

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Donnerstag, 29 August 2019 : Kommentar Johannes Justus Landsberg

Johannes hat nicht für sich selbst gelebt und ist nicht für sich selbst gestorben. Wie viele sündenbeladene Menschen wurden durch sein hartes und karges Leben nicht zur Umkehr gebracht? Wie viele Menschen hat sein unverdienter Tod nicht dazu ermutigt, ihre Prüfungen zu ertragen? Und wir? Was gibt uns heute Veranlassung, Gott in Treue Dank zu sagen, wenn nicht das Andenken an den heiligen Johannes, der um der Gerechtigkeit willen, also um Christi willen, ermordet wurde? […] Ja, Johannes der Täufer hat von ganzem Herzen sein irdisches Leben um der Liebe Christi willen geopfert. Er zog es vor, lieber die Gebote des Tyrannen zu missachten als die Gebote Gottes. Dieses Beispiel lehrt uns, dass uns nichts teurer sein sollte als der Wille Gottes. Den Menschen zu gefallen nützt nicht viel, oft schadet es sogar sehr […] Deshalb lasst uns mit allen Freunden Gottes unseren Sünden und unseren Sorgen sterben, unserer verirrten Eigenliebe einen Fußtritt geben und darauf bedacht sein, die glühende Liebe Christi in uns wachsen zu lassen.

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